Meldung vom 29.11.2025
Die Regular-Season in der win2day Basketball Superliga der Herren ist mittlerweile voll angelaufen: Zehn Spiele – und damit exakt die Hälfte – sowie das Cup-Achtelfinale wurden bereits absolviert. Ausreichend, um auch erstmals individuelle Leistungen einstufen zu können. Etwa jene von potenziellen "Rising Stars" – also Spieler, die 25/26 auf ihre "Breakout-Season" zusteuern.
Apropos "Rising Star": Seit der Spielzeit 14/15 gibt es diesen individuellen Award in der höchsten österreichischen Spielklasse. Er zeichnet jenen Spieler aus, der in einer Saison die größte Entwicklung durchläuft, den weitesten Sprung nach vorne macht. Die Wahl treffen seit einigen Jahren die Head Coaches und Kapitäne aller BSL-Teams – in den Anfangszeiten hatten zusätzlich noch Stimmen ausgewählter Journalisten Gewicht.
Von Friedrich bis Zeleznik
Zehn solcher "Rising Stars" hat es in der win2day Basketball Superliga bereits gegeben – in der wegen COVID-19 abgebrochenen Spielzeit 19/20 entfiel die Ehrung – und fast alle sind weiterhin ein wichtiger Teil im rot-weiß-roten Basketball: Den Premieren-Award erhielt Daniel Friedrich von den Raiffeisen Swans Gmunden, eine Saison später ging die Auszeichnung an Sebastian Käferle (Unger Steel Gunners Oberwart), beide führen ihre Mannschaft aktuell als Kapitäne an – und stehen auch im aktuellen Aufgebot des Herren-Nationalteams, das am Freitag die WM-Qualifikation in Polen (20.45 Uhr live auf ORF ON) eröffnet.
Gmunden stellte anschließend mit Adrian Mitchell (16/17) und dem im Moment leider (wieder) verletzten 3x3-Star Matthias Linortner (17/18) zwei weitere "Rising Stars", ehe der Award wieder ins Burgenland ging, Renato Poljak ihn beanspruchte.
In den letzten fünf Saisonen taten sich erstmals Spieler anderer Teams hervor: Jakob Szkutta (Vienna Timberwolves), Rashaan Mbemba (SKN St. Pölten Basketball), Fynn Schott (Panthers Fürstenfeld), Aleksej Kostic (druck.at Traiskirchen Lions) und Nico Zeleznik (BK Karbon-X Dukes) gelangen jeweils der Durchbruch. Während Ersterer zu dieser Spielzeit wieder nach Österreich zurückkehrte, spielen Mbemba und Kostic an US-Colleges, Schott in Spanien und Zeleznik weiterhin beim BSL-Tabellendritten aus Niederösterreich.
Aktuelle "Breakout"-Kandidaten
Zurück in der Gegenwart – und damit in der laufende BSL-Kampagne. Ein paar Talente drängen sich da schon auf und zeigten in den ersten Spielen, dass ihre "Breakout-Season" gerade anläuft:
Aron Stazic (BC Vienna) | Für die größte Überraschung in dieser Saison sorgt bislang Aron Stazic, denn der 18-Jährige zeigte eine sensationelle Leistungsexplosion: Der Forward legt in der BSL durchschnittlich 18,5 Punkte und 5,4 Rebounds auf, weit mehr als noch in der Vorsaison. Damit ist er – ACHTUNG – der mit Abstand beste österreichische Scorer in der win2day Basketball Superliga. Der jüngst erstmals in den Großkader des Herren-Nationalteams einberufene Forward ist auch Teil von Wiens ABA-Kader, schnupperte auch in das Duell mit Roter Stern Belgrad rein.
Konstantin Sauer (COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz) | Im Sommer spielte Konstantin Sauer eine überragende Europameisterschaft, eine überragende A-Europameisterschaft. Mit dem U18-Nationalteam schaffte er sensationell den Klassenerhalt, steuerte durchschnittlich 9,3 Punkte bei – und schien am Ende der kontinentalen Titelkämpfe auch in der Abstimmung zum MVP des Turniers auf. Diese Form nahm er zunächst auch mit in die BSL, legte gleich im ersten Spiel 17 Punkte auf. Leistung und Spielzeit nahmen dann zwischenzeitlich wieder ab – vor der Länderspielpause zeigte der Forward aber wieder sein Potenzial und hatte entscheidende Momente beim ersten Dragonz-Sieg in dieser Saison.
Erik Dietz (druck.at Traiskirchen Lions) | Erik Dietz ist Salzburgs größter Basketballer. Der 18-Jährige – und knapp Jüngste aller, die auf unserer Short-List aufscheinen – misst 2,08 m. Seit Sommer 2024 spielt er bei den druck.at Traiskirchen Lions. Kam er in der abgelaufenen Spielzeit nur auf wenige Kurzeinsätze, gab es heuer durchschnittlich mehr als 17 Minuten. Zehn Punkte, drei Rebounds, ein Steal. Allerdings absolvierte der U18-Nationalspieler heuer verletzungsbedingt erst drei Partien – aber in denen überzeugte er auf ganzer Linie.
Jamie Feiel (druck.at Traiskirchen Lions) | Die „Löwen“ haben wohl im Rennen um den „Rising Star“ einen zweiten Pfeil im Köcher: Jamie Feiel. Über 20 Minuten bekommt der Forward von seinem Head Coach Benedikt Danek pro Partie – und rechtfertigt das Vertrauen Runde für Runde: Viel Energie und selbstbewusstes Agieren in der Offensive definieren seinen Spielstil. Fast 38% netzte er aus der Distanz. 8,2 Punkte sind dann auch ein Statement.
Simon Schlögl (SKN St. Pölten Basketball) | Sechs von neun – das ist Simon Schlögls Bilanz der letzten drei Spiele von jenseits der Dreipunktelinie. 40% sind es auf die Saison gerechnet, stattliche Stats des erst 18-Jährigen. Schlögl ist seit dieser Spielzeit endgültig Teil der St. Pöltner-Rotation. In sieben der ersten zehn Saisonspielen stand er über 15 Minuten am Feld – und gab ein Versprechen für die Zukunft ab.
Strich drunter. Oder doch nicht? Die Saison ist noch lange, und anderen Talenten darf ebenfalls ein Durchbruch zugetraut werden. Mit Nate Kress (St. Pölten) oder Lenny Benczak, Lukas Cvetkova (beide BC Vienna) gibt es zumindest drei weitere Akteure, die für die Auszeichnung als "Rising Star" in Frage kommen könnten.