CEWL: „Diese Erfahrungen sind unbezahlbar“ Coach Tanja Kuzmanovic hätte das internationale Parkett zwar gerne mit einem Sieg im Gepäck verlassen, wichtiger ist für sie aber die Tatsache, dass man durch diese Bewerbe viel an Erfahrung gewinnen kann: „Internationale Spiele sind für die Entwicklung unserer Mannschaft von großer Bedeutung. Solche Turniere geben uns die Möglichkeit, gegen großteils professionelle Teams anzutreten, was eine wertvolle Ergänzung zu den nationalen Wettbewerben ist.“ Ein weiterer Vorteil in diesen Spielen bestehe darin, in echten Spielsituationen trainieren zu können. „Die Intensität und das Niveau solcher Spiele fordern uns in einer Weise, die im Liga-Alltag oft schwer zu simulieren ist. Gerade für die Entwicklung unserer Spielerinnen, aber auch uns Coaches, sind diese Erfahrungen unbezahlbar, man lernt sich schneller anzupassen und unter höherem Druck zu agieren beziehungsweise Entscheidungen zu treffen“, so die 29-Jährige. Ihre Spielerin Simone Schwarzinger fügt an, dass „die CEWL auch deutlich stärker war, als das letztjährige Pendant WABA“. Unterschied (noch) zu groß Gegen Sokol Hradec Králové (Tschechien) oder zuletzt auch gegen ŽKK Triglav (Slowenien) wären Siege möglich gewesen, am Ende hat es dann aber knapp nicht gereicht. Die Unterschiede liegen für die Trainerin Kuzmanovic auf der Hand: „Wir sehen, dass wir in vielen Bereichen auf einem guten Weg sind, aber es gibt auch noch klare Unterschiede zu den absoluten Top-Teams: Diese zeigen sich vor allem in der Konstanz über 40 Minuten, in der Athletik und in der individuellen Entscheidungsfindung unter Druck. Wir können phasenweise sehr gut mithalten, müssen aber lernen, diese Leistung über das gesamte Spiel hinweg abzurufen. Je häufiger wir Spiele auf internationalem Niveau bestreiten, desto besser werden wir.“ Doppelbelastung nach wie vor eine Herausforderung Passend zur Fairplay-Aktion des Ligapartners win2day, der somit auf die ungleiche Verteilung der Sportberichterstattung aufmerksam macht und auch die Doppelbelastung der heimischen Athletinnen aufzeigt, spricht auch Kuzmanovic diese Herausforderung im Damenbasketball an: „In Österreich haben wir in Wahrheit leider teilweise nur semi-professionelle Teams. Nahezu alle Spielerinnen arbeiten oder studieren nebenbei, was eine enorme Zusatzbelastung darstellt. Man sieht in den letzten paar Jahren zwar eine Entwicklung, viele Vereine arbeiten in die richtige Richtung, mit zwei richtigen Profis pro Mannschaft würden die Ergebnisse aber mit Sicherheit auch anders ausschauen. Hoffentlich tut sich da in den nächsten Jahren weiterhin etwas.“ Intensität aus CEWL-Spielen als Trumpf im Playoff Für UBI Holding Graz stehen nun die Playoffs in der win2day Basketball Damen Superliga an – davor geht es, am Sonntagabend um 19.20 Uhr live auf ORF Sport+, noch einmal gegen ihren schärfsten Konkurrenten BK Raiffeisen Duchess. Im Halbfinale kommt es zum Grazer-Derby mit dem UBSC-DBBC Graz – und dann soll die CEWL-Erfahrung zum Trumpf werden: „Diese Spiele haben uns gezeigt, worauf es in entscheidenden Momenten ankommt. Die Intensität, mit der wir in der CEWL gefordert wurden, ist genau das, was wir in die Playoffs mitnehmen müssen. Wir haben gelernt, besser mit Druck und körperlicher Härte umzugehen. Diese Erfahrungen geben uns Selbstvertrauen und helfen uns hoffentlich, in den entscheidenden Phasen der Saison fokussierter und sicherer zu agieren.“ Simone Schwarzinger ergänzt: „Die anspruchsvollen Herausforderungen in der CEWL haben uns optimal auf die anstehenden BDSL-Playoffs vorbereitet, in denen wir das Tempo und die Intensität mitnehmen wollen.“