EM-Generalprobe für 3x3-Nationalteams in Debrecen Im Vergleich zum zweiten Final-Einzug der Geschichte vergangenen Donnerstag in Südfrankreich gibt es im Kader der ÖBV-Damen zwei Veränderungen. Neben Anja Fuchs-Robetin und Sigrid Koizar sind diesmal Rebekka Kalaydjiev und Simone Sill mit von der Partie. Sina Höllerl und Alexia Allesch bekommen von Coach Njegos Milovic eine Pause. Das rot-weiß-rote Quartett trifft am Freitag in der Gruppenphase auf die Ulaanbaatar Amazons aus der Mongolei (15:40 Uhr) und das ungarische Team Gyor (17:30 Uhr). Für den Aufstieg ins Viertelfinale ist ein Platz unter den Top-2 – also zumindest ein Sieg – notwendig. Mögliche Gegnerinnen in der Runde der letzten Acht sind Spanien und die Tschechische Republik. „Wir freuen uns auf ein hochkarätiges Turnier in Debrecen und wollen die Spiele nützen, um uns auf die bevorstehende EM vorzubereiten. Auch in der Turnierserie der Women's Series wollen wir einen guten Eindruck hinterlassen“, sagt Koizar. Bei der Europameisterschaft in Dänemark bekommen es die Österreicherinnen (FIBA-12.) in der Gruppenphase am 6. September mit Litauen (FIBA-9.) und den Weltranglisten-Ersten aus den Niederlanden zu tun. 2024, bei der Heim-EM auf der Wiener Kaiserwiese, belegten Fuchs-Robetin & Co. Rang sechs. Gelingt den 3x3-Herren ausgerechnet bei der EM der „Turnaround“? Weniger gut lief es zuletzt für die 3x3-Herren. Die amtierenden Europameister sind 2025 nicht nur bislang ohne Turnier-Erfolg auf Masters-Ebene, sondern noch dazu vom Verletzungspech verfolgt. Vom „EM-Gold-Quartett“ Nico Kaltenbrunner, Fabio Söhnel, Enis Murati und Toni Blazan kam bislang nur Kaltenbrunner unverletzt durch die Saison. Für Matthias Linortner endete das Jahr nach seinem bei der WM Ende Juni erlittenen Kreuzbandriss frühzeitig. Während das Comeback von Toni Blazan nach dessen Meniskus-OP ebenfalls noch nicht absehbar ist, kehrt der zuletzt angeschlagene Fabio Söhnel für das Masters in Debrecen und die EM in Kopenhagen ins Aufgebot rund um Murati, Kaltenbrunner und Quincy Diggs zurück. „Ich freue mich sehr, nach fünf Wochen wieder zurück zu sein. Das Turnier in Debrecen ist für uns einerseits deshalb wichtig, weil wir in dieser Saison nicht bei so vielen Masters dabei sind und andererseits auch, weil wir mit einem guten Ergebnis zur Europameisterschaft fahren wollen“, sagt der Vorarlberger. Auch mit der ungarischen „3x3-City“ haben die Wiener noch eine Rechnung offen. Unter anderem verpassten die rot-weiß-roten Basketballer dort 2024 die letzte Olympia-Quali-Chance für Paris. „In der Vergangenheit haben wir in Debrecen nicht so gut abgeschnitten, wir haben dem Publikum dort noch etwas zu beweisen“, so Söhnel. Beim zehnten World-Tour-Event der Saison – Vienna erreichte bei seinen erst vier Auftritten dreimal das Viertelfinale und einmal Rang drei – treffen die Österreicher am Samstag um 12:30 Uhr zunächst auf einen Qualifikanten, ehe es im zweiten und letzten Gruppenspiel um 14:20 Uhr gegen London (USA) geht. Im Falle eines Aufstiegs könnten im Viertelfinale Kaliber wie Liman (SRB) oder Frankfurt (GER) warten. Das Masters in Debrecen ist für die Herren eine Woche vor EM-Start jedenfalls ein echter Härtetest. Beim FIBA 3x3 Europe Cup 2025 bekommen es die Titelverteidiger dann am 6. September mit Litauen und Dänemark zu tun.