97:78 gegen Schweiz: ÖBV-Damen spielen perfektes „Window“ Die Österreicherinnen, die Anna Alborova krankheitsbedingt vorgeben mussten, nahmen aus den beiden Heimsiegen über Norwegen und Großbritannien viel Schwung mit nach St. Gallen – und eröffneten das Duell mit einem 6:0-Run. Die frühe Auszeit des Heimteams ließ die Sundberg-Truppe nur kurz stottern, über starke Defensive und viel Intensität wurde der Vorteil Stück für Stück ausgebaut. Sina Höllerl – gegen Großbritannien Österreichs Top-Scorerin – netzte dann zwei Dreipunkter in Folge und sorgte für die ersten zweistellige Führung (19:7). Auch im zweiten Abschnitt bleibt Rot-Weiß-Rot spielbestimmend: Mit einer sehr guten Eins-gegen-Eins-Defensive wurden den Schweizerinnen kaum leichte Chancen ermöglicht und unter dem gegnerischen Korb ging viel über den Offensiv-Rebound. Speziell Alexia Allesch überragte in den ersten 20 Minuten, erzielte zur Pause bereits ein Double-Double (18 PTS | 11 RB) und war hauptverantwortlich für den klaren 53:31-Pausenstand. Kurz vor dem „Break“ verletzte sich Michaela Wildbacher am Knie. Sie wurde im weiteren Verlauf nicht mehr eingesetzt. Zu Beginn des dritten Viertels wirkten die Österreicherinnen erstmals in diesem Spiel – und überhaupt in diesem „Window“ – etwas aus der Balance. Schweiz übte defensiv sehr viel Druck aus und schraubte auch seine Trefferquote nach oben. Aber mit der nötigen Ruhe gaben sie das Momentum nie aus der Hand, kontrollierten Tempo und verwalteten ihren Vorsprung. Die Eidgenossinnen kamen zwar im weiteren Verlauf mehrmals auf bis zu 13 Punkte heran – aber mit der nötigen Routine spielte Rot-Weiß-Rot seinen dritten Erfolg trockennach Hause. „Das war heute einfach ‚Wow‘ – mehr Worte finde ich aktuell nicht“, war Alexia Allesch nach dem perfekten Window mit drei Siegen aus drei Spielen überwältigt. „Es macht mit diesem Team, mit diesem Trainer so unglaublich viel Spaß und diese Freude am Spiel hat uns diese drei erfolgreichen Partien ermöglicht.“ Allesch war im abschließenden Spiel gegen die Schweiz mit 26 Punkten Top-Scorerin der Österreicherinnen. „Ich war heute von Beginn an in der Defensive aggressiv, fand dadurch früh meinen Rhythmus – und dann fällt auch der Wurf. Viel habe ich aber auch meinen Teamkolleginnen zu verdanken, die mich heute perfekt in Szene gesetzt haben.“ Österreich - Schweiz 97:78 (12:23, 31:53, 58:72)