Österreich unterliegt Lettland bei Heim-Premiere in der Sport Arena Die Österreicher erwischten vor 1.300 Fans beim ersten Auftritt in der neuen Halle einen guten Start und führten nach fünf Minuten mit 13:9. Point Guard Bogic Vujosevic (8) und Big Man Marvin Ogunsipe (5) zeichneten in der Anfangsphase für sämtliche Punkte ihres Teams verantwortlich. In einem physischen und schnellen Spiel ließen sich die Letten, die ihre Scoring-Last zunächst auf mehrere Schultern verteilten, jedoch nicht abschütteln. Zur ersten Viertelpause führten aber dennoch die Gastgeber. Edi Patekar setzte mit einem krachenden Dunk zum 24:20 den sehenswerten Schlusspunkt. Auch im zweiten Spielabschnitt gönnten sich die Kontrahenten keine Atempause und hielten das Tempo hoch, wenngleich die Trefferquoten etwas zurückgingen. Sowohl Österreich als auch den Letten, die im ersten Spiel den Niederlanden unterlagen, war anzusehen, dass sie unbedingt im Rennen um den Aufstieg in die zweite Qualifikationsphase bleiben wollten. Entscheidung nach dem Seitenwechsel Gegen Ende der ersten Halbzeit fanden die Letten dann immer besser ins Spiel – beim Stande von 33:37 aus rot-weiß-roter Sicht sah sich ÖBV-Head-Coach Naglic zu einer Auszeit gezwungen. Die Unterbrechung dämmte den Run der Gäste etwas ein, Lettland führte aber nach 20 Minuten dennoch knapp 40:37. Erstmals wirklich absetzen konnten sich die favorisierten EM-Teilnehmer dann zu Beginn der zweiten Halbzeit – nach 27 Minuten stand es 63:48 für die Letten. Vor allem Rihards Lomazs, der schlussendlich 24 Punkte erzielte, lief in dieser Phase heiß. Die ersatzgeschwächten Österreicher mussten dem hohen Tempo der ersten Halbzeit ein wenig Tribut zollen und verloren den dritten Spielabschnitt 17:29. Maßgeblich waren fünf erfolgreiche Dreipunkter der Gäste. Der daraus resultierende 54:69-Rückstand war für eine Aufholjagd dann schlussendlich zu viel. Zwar zeigten die Heimischen angeführt von Top-Scorer Vujosevic (27) Moral und verkürzten den Rückstand zwischenzeitlich noch einmal, die Letten ließen sich die Butter aber nicht mehr vom Brot nehmen. Am Ende stand ein 68:86 auf dem Scoreboard. "Können mit erhobenem Haupt vom Feld gehen" "Ich muss meinen Jungs ein Lob aussprechen, sie haben einen großem Kampf geliefert", sagte Naglic. "In der ersten halbzeit haben wir sehr guten Basketball gespielt. In der zweiten Halbzeit hat Lettland die Schlagzahl dann erhöht und viel Druck auf uns ausgübt", so der Head Coach, der dennoch zufrieden war. "Wir haben trotz der vielen Ausfälle sehr lange mitgehalten. Die Spieler haben alles gegeben, wir können mit erhobenem Haupt vom Feld gehen." Erol Ersek ergänzte: "Es war ein super Kampf, speziell in der ersten Halbzeit. Lettland gehört zu den Top-Teams in Europa, sie haben im dritten Viertel ihren Rhythmus gefunden, Blut geleckt und das Momentum auf ihre Seite gezogen." Österreich beendete das erste Window der WM-Qualifikation damit mit zwei Niederlagen und liegt vorerst auf dem vierten Rang der Gruppe F. Tabellenführer Polen feierte im Parallelspiel einen 85:83-Comeback-Sieg gegen die Niederlande, die wie Lettland bei einem Sieg halten.