Duchess wehren Angriff der Flames ab und verteidigen Cup-Titel Emotional wurde es beim Cup-Finale der Damen schon vor dem Spiel. Ex-ÖBV-Nationalspielerin Sarah Schicher wurde von win2day-BSL-Geschäftsführer Albert Handler und ÖBV-Generalsekretär Aldin Saracevic für ihre lange Nationalteam-Karriere geehrt. Die Fans und beiden Teams verabschiedeten Schicher mit viel Applaus in die „Basketball-Pension“. Viel Applaus gab’s dann auch für die Duchess und die Flames, die den Fans über 40 Minuten ein spannendes Basketball-Spektakel boten. Mit fünf verwandelten Dreiern in den ersten fünf Minuten gaben die Favoritinnen aus Klosterneuburg gleich das Tempo für die Partie vor. Doch die Flames ließen sich trotz des frühen 4:15-Rückstands nicht abschütteln und schlossen die Lücke bis zur Halbzeit auf sieben Punkte – 37:44. Nach dem Seitenwechsel blieb das Niveau hochklassig. Beide Teams zeigten flüssigen Offensivbasketball und verbuchten hohe Trefferquoten. Diesmal waren es aber die Wienerinnen, die besser aus der Kabine kamen. Mitte des dritten Viertels, als bei den Duchess der Motor kurz ins Stottern geriet, trafen die Flames sogar zur zwischenzeitlichen 50:49-Führung. Angeführt von einer starken Iva Sanseovic, die Flames-Center Pia Jurhar unter dem Korb in Schach hielt und selbst 13 Zähler aufs Board brachte, übernahmen die Titelverteidigerinnen im Schlussviertel dann wieder das Kommando. Bei den Flames schwanden nach aufopferungsvollem Kampf hingegen langsam die Kräfte. Das machte sich am Rebound, bei den Ballverlusten, aber vor allem beim Scoring bemerkbar – in den letzten zehn Minuten gelangen nur noch zwei Zähler. Das war gegen die favorisierten Klosterneuburgerinnen, wo auch Sigi Koizar (14), Victoria Matzka und Stella Popp (je 13) zweistellig anschrieben, schlussendlich zu wenig. Die Leistung konnte sich aber trotz der 58:72-Niederlage sehen lassen. Das musste auch Koizar, die zur wertvollsten Spielerin gewählt wurde, anerkennen: „So hart, wie in diesem Jahr war es noch nie. Erst Graz im Semifinale und jetzt die Flames, die ihren Kader gut verstärkt haben. Wir mussten 40 Minuten lang Gas geben.“ Duchess-Coach Diana Picorusevic jubelte: „Das ist ein emotionaler Moment für uns als Team und für den ganzen Verein. Einige Spielerinnen sind zum letzten Mal bei uns, deshalb ist es umso besonderer.“ Ihren (vorerst) letzten Cup-Sieg erlebte zum Beispiel Sina Höllerl. Für die ÖBV-Nationalspielerin, die nach Oklahoma (USA) ans College wechselt, war der Titel gleichbedeutend mit einem Erfolg über ihren Vater Stefan. Der Flames-Coach war dennoch mehr als zufrieden mit der Performance seiner Auswahl. „Unglaublich, wie wir uns ins Match zurückgekämpft haben. Ein Riesenkompliment an mein Team“, so Höllerl sen. Nach zwei packenden Finalspielen – zu Mittag revanchierten sich bereits die Flink Stones Graz im Rollstuhl-Bewerb an den Sitting Bulls Klosterneuburg (68:65) – liegt die Messlatte für die Herren nun hoch. Ab 18:00 Uhr greifen die Hefte Helfen Bulls nach ihrem siebenten Cup-Titel. Mit den Raiffeisen Flyers Wels hat der Champion von 2024 etwas dagegen.