BC Vienna zwischen ABA League und Platzierungsrunde Dennoch steht einiges auf dem Spiel, wenn man so will. Eine bessere Ausgangsposition für die Zwischenrunde entscheidet darüber, wie realistisch das Hintertürchen Richtung Play-in tatsächlich ist. Das Hinspiel in Zadar im Dezember ist dabei noch in bester Erinnerung und deutet auf einen weiteren intensiven Schlagabtausch hin. Vienna zeigte eines der stärksten Comebacks der Saison, riss die Partie im dritten Viertel an sich und ging im Schlussabschnitt sogar in Führung, ehe ein kompletter Einbruch und eine historische Einzelleistung von Zadars Vladimir Mihailović (42 Punkte, 7/9 FG3) das Spiel kippten. Das 98:78 liest sich deutlicher, als es der Spielverlauf war. Belastung als Faktor Das Rückspiel fällt diesmal in eine heikle Phase. Die intensive Abfolge der vergangenen Tage ist dabei nicht wegzudiskutieren. Vienna absolvierte in der vergangenen Woche vier Spiele in nur sieben Tagen, darunter zwei in der ABA League, eine der intensivsten Phasen der laufenden Saison. Zusätzlich wartet bereits am morgigen Samstag das richtungsweisende BSL-Duell gegen die Dragons in Eisenstadt. Dort hat Vienna das Playoff-Ticket selbst in der Hand, ein Sieg reicht für die Top 6. Vor diesem Hintergrund rückt die Minutenverteilung in den Fokus, Belastungssteuerung wird damit zum zentralen Faktor. Wie viel Risiko wird man heute Abend gehen, wie viel Energie für den entscheidenden nächsten Schritt aufsparen? Die Antwort darauf wird sich erst im Spielverlauf zeigen. Head Coach Mike Coffin verweist darauf. Die jüngsten Auftritte seien eng und hochkompetitiv gewesen, um ein so erfahrenes Team wie Zadar zu schlagen, müsse man in den kleinen Dingen sehr präzise sein. Gleichzeitig setzt er auf den Heimvorteil im Dome und hofft auf eine Kulisse, die dem Team in dieser Phase zusätzliche Energie gibt. Zadar unter Zugzwang Auch Zadar steht unter Druck. Die Norddalmatiner reisen mit einer Serie von fünf Niederlagen in der ABA League an und befinden sich gemeinsam mit Vienna im Tabellenkeller der Gruppe B. Beide Teams halten bei vier Siegen, der Gewinner verschafft sich einen kleinen Vorteil für die zweite Phase. Entsprechend hoch ist die Bedeutung dieses direkten Duells, auch wenn es offiziell „nur“ um Platzierungen geht. Eine klassische Matchup-Analyse wäre angesichts zweier Spiele innerhalb von weniger als 24 Stunden diesmal nur bedingt aussagekräftig. Beide Teams gehen mit unterschiedlichen Voraussetzungen und Belastungssteuerungen in die Partie. Während BC Vienna bereits am nächsten Tag in einem Schlüsselspiel gefordert ist, hat Zadar in der heimischen Liga erst am Sonntag als Tabellenführer das Auswärtsspiel in Dubrovnik vor sich. Bericht: Wiener Basketball Verband Foto: Basketball Austria / M. Solovei