Equal Play Day: Ab dem 18. März ist Frauensport unsichtbar Kein Symbolthema – ein Game Changer Selbst im Fußball, der beliebtesten Sportart des Landes, aber auch im Basketball, können viele Spielerinnen trotz Bundesliga-Niveau nicht vom Sport allein leben. Jasmin Pal, Fußball-Nationalteamspielerin, wird deutlich: „Im Frauenfußball kämpfst du nicht nur um Titel – manchmal kämpfst du darum, überhaupt existieren zu dürfen. Professionalität wird von uns erwartet, aber die Rahmenbedingungen sind oft alles andere als professionell. Sichtbarkeit entscheidet darüber, ob wir Perspektiven haben – oder nur Durchhaltevermögen.“ Wenn der Traum vom Profisport nur im Ausland möglich ist Für viele junge Spitzensportlerinnen führt der Weg ins Ausland – weil dort Strukturen existieren, die es ermöglichen, von Leistungssport zu leben. Basketball-Nationalteamspielerin Sina Höllerl, die im Herbst in die USA geht, sagt offen: „Wir haben in den letzten Jahren mehr Erfolge gefeiert als viele Männerteams – und trotzdem spielen wir vor deutlich weniger Publikum. In den USA wird Frauensport ernst genommen. Eigentlich sollte man nicht auswandern müssen, um seinen Traum zu leben.“ „Wir machen weiter, bis wir 50:50 haben“ Für Managing Director Georg Wawer ist der Equal Play Day ein klarer Handlungsauftrag: „Im Vorjahr war der Equal Play Day am 20. Februar, heuer am 18. März. Das zeigt, dass wir wirklich Fortschritte machen. Aber 79 Prozent der Sportberichterstattung zeigen weiterhin Männer. Solange das so ist, machen wir weiter – bis wir 50:50 erreicht haben.“ Erwin van Lambaart, Generaldirektor der Österreichischen Lotterien, betont die langfristige Haltung hinter dem Engagement: „Seit Jahrzehnten stehen die Österreichischen Lotterien verlässlich an der Seite des Breiten- und Spitzensports in unserem Land. Dieses Engagement ist für uns mehr als Förderung – es ist gesellschaftliche Verantwortung. Wenn wir Frauensport sichtbar machen, stärken wir nicht nur Athletinnen, sondern schaffen Vorbilder für die nächste Generation. Denn Inspiration beginnt dort, wo Leistung gesehen und anerkannt wird.“ Auch wirtschaftlich ist das Thema klar einzuordnen, so Vorstandsdirektor Martin Škopek: „Sichtbarkeit ist im Sport die entscheidende Währung. Sie steuert Investitionen, Sponsoring, Medienrechte und damit die gesamte Wertschöpfungskette. Solange Frauensport strukturell unterrepräsentiert ist, bleibt wirtschaftliches Potenzial ungenutzt – für Vereine, Partner und den Sportstandort Österreich.“ Aldin Saracevic, Generalsekretär vom Österreichischen Basketballverband, schätzt das Engagement sehr, nimmt aber auch Vereine und Verbände in die Pflicht: „win2day und die Österreichischen Lotterien sind für den österreichischen Sport ein unverzichtbarer Partner. Besonders beim Thema Sichtbarkeit im Frauensport treiben sie Entwicklungen mit viel Fingerspitzengefühl und der richtigen Dosis Kontinuität voran. Gleichzeitig ist es auch ein klarer Auftrag an Verbände und Vereine, diese Impulse aufzugreifen und aktiv dazu beizutragen, dass Frauensport mehr Raum und Aufmerksamkeit bekommt. Basketball Austria hat in den vergangenen Jahren bewusst zahlreiche strukturelle Weichen gestellt und wird diesen Weg konsequent weitergehen – mit dem klaren Ziel, unsere Ressourcen ausgewogen und gleichberechtigt einzusetzen.“