Blick über die Grenze: Welche Österreicher noch auf die March Madness hoffen dürfen Aleksej Kostic Team: BYU Cougars Record: 22–10 Stats: 4,2 PTS | 0,9 REB | 0,5 AST | 39,1 FG% | 38.9 3P% Die besten Chancen auf eine Turnierteilnahme – aus österreichischer Sicht – haben derzeit die BYU Cougars mit Freshman Aleksej Kostic. Die Cougars spielen eine starke Saison und gelten in vielen Prognosen als möglicher At-large-Kandidat, der auch ohne Conference-Titel ins NCAA Tournament eingeladen werden könnte. Für den jungen Guard könnte die heiße Phase der Saison sogar eine größere Rolle bringen: Nach der Verletzung eines Teamkollegen rückte Kostic zuletzt in die Starting Five auf und machte im Big-12-Tournament mit elf Punkten und drei Dreiern gegen Kansas State auf sich aufmerksam. In den letzten Wochen sammelte der Österreicher deutlich mehr Minuten, traf mehrere wichtige Dreipunktewürfe und etablierte sich zunehmend als Option in der Rotation – ein Entwicklungsschritt, der für BYUs mögliche March-Madness-Teilnahme noch entscheidend werden könnte. Rashaan Mbemba Team: Colorado State Rams Record: 20–11 Stats: 8,8 PTS | 3,8 REB | 0,9 AST | 64,1 FG% Auch die Colorado State Rams mit Rashaan Mbemba dürfen noch auf eine Qualifikation hoffen – wie schon im Vorjahr, als das gelang. Die Rams bewegen sich aktuell im Bereich der sogenannten Bubble Teams – Programme, die knapp innerhalb oder außerhalb des Turnierfelds liegen. Eine starke Leistung im Mountain-West-Tournament könnte entscheidend sein. Mbemba und die Rams haben dabei viele Experten auf dem Schirm, nachdem kurz vor Ende der Regular Season acht Siege in Folge gelangen. Auch der österreichische Big Man überzeugte dabei mit Effizienz und Athletik im Frontcourt. Erst Anfang März legte er 15 Zähler auf. Spence Wewe Team: Quinnipiac Bobcats Record: 19–13 Stats: 2,6 PTS | 5,2 REB | 1 BLK | 52,8 FG% Eine andere Ausgangslage hatten die Quinnipiac Bobcats mit Spence Wewe. In der Metro Atlantic Athletic Conference führt der Weg ins NCAA Tournament praktisch ausschließlich über den Sieg im Conference Tournament. Sie hätten dort also einen Sieg gebraucht, scheiterten aber trotz viel Talent im eigenen Kader und der Rolle als Geheimtipp im Viertelfinale gegen Marist mit 75:77. Für Wewe war die Saison dennoch eine erfolgreiche. Seine Mannschaft gehörte zu den besseren Teams der Conference, und der für Österreich spielberechtigte Sevenfooter war in seiner zweiten Saison ein fixer Bestandteil der Rotation. Spiele mit 11, 9 und 9 Rebounds seit Mitte Februar zeigen die wachsende Rolle des talentierten Big Man. David Fuchs Team: San Francisco Dons Record: 17–16 Stats: 12,7 PTS | 7,8 REB | 1,4 AST | 51,7 FG% Für die San Francisco Dons und David Fuchs ist der Weg ins Turnier ebenfalls schwierig. In der West Coast Conference (WCC) dominieren traditionell Programme wie Gonzaga oder Saint Mary’s, weshalb für San Francisco meist nur der Conference-Titel als realistischer Weg bleibt. Dort sind die Dons allerdings unlängst im Viertelfinale ausgeschieden. An Fuchs lag das jedoch ganz sicher nicht. Er spielt eine starke Saison, gehört weiterhin zu den konstantesten österreichischen Spielern auf Division-I-Niveau und hat allein in den vergangenen Wochen drei Monster-Double-Doubles geliefert (23 PTS/16 REB, 21 PTS/13 REB, 11 PTS/12 REB) sowie einmal 29 Punkte aufgelegt. Außerdem wurde er unlängst zum WCC Newcomer of the Year gewählt. Nordin Kapic Team: South Carolina Gamecocks Record: 13-18 Stats: 3,8 PTS | 2,1 REB | 0,3 AST | 41,2 FG% Kompliziert ist die Ausgangslage für die South Carolina Gamecocks mit Nordin Kapic. Die Gamecocks spielen in der extrem starken SEC und müssten höchstwahrscheinlich das gesamte Conference Tournament gewinnen, um sich noch für die March Madness zu qualifizieren. Kapic kommt derzeit vor allem als Rotationsspieler zum Einsatz, stellte aber in den vergangenen beiden Partien sein ganzes Potenzial zur Schau (12 PTS, 4 REB, 40 3P% bzw. 13 PTS, 4 REB, 60 3P%). Dimitrije Vukicevic Team: UC San Diego Tritons Record: 22–10 Stats: 2,3 PTS | 1,7 REB | 0,4 AST | 60 FG% Bei den UC San Diego Tritons sammelt Center Dimitrije Vukicevic weiterhin wichtige Minuten in seiner ersten aktiven NCAA-Saison. Die Tritons spielten eine wechselhafte Spielzeit mit starkem Start, einer verletzungsgeprägten Phase in der Saisonmitte und einem überzeugenden Finish mit fünf Siegen aus den letzten sechs Spielen. Als Nummer fünf im Big West Tournament haben sie dennoch eine realistische Chance auf das Ticket für das NCAA Tournament, das in dieser Conference traditionell über den Turniersieg vergeben wird. Vukicevic ist dabei Teil einer tiefer gewordenen Rotation, die gegen Saisonende an Stabilität gewonnen hat und könnte im Turnierlauf noch zusätzliche Minuten sehen. Imran Suljanovic Team: St. John’s Red Storm Record: 25–6 Stats: – Österreichs Top-Talent Imran Suljanovic muss die diesjährige March Madness leider von der Seitenlinie verfolgen. Der Flügelspieler der St. John’s Red Storm zog sich im Training eine Patellaluxation zu und verpasst seine komplette Freshman-Saison. Für das Team von Startrainer Rick Pitino stehen die Chancen auf eine Turnierteilnahme dennoch gut: St. John’s spielt eine starke Saison und gilt als klarer Kandidat für einen Platz im NCAA Tournament. Suljanovic arbeitet währenddessen an seinem Comeback – und dürfte in den kommenden Jahren noch genügend Chancen bekommen, selbst Teil der March Madness zu werden. Omer Suljanovic Team: UC Davis Aggies Record: 19–13 Stats: 5,5 PTS | 3 REB | 0,4 AST | 41,8 FG% Auch Omer Suljanovic, der ältere Bruder von St.-John’s-Talent Imran Suljanovic, steht im US-College-Basketball auf dem Parkett. Der 2,03 Meter große Forward spielt seine erste Saison für die UC Davis Aggies in der Big West Conference und bringt bereits beachtliche internationale Erfahrung mit. Bei UC Davis hat sich Suljanovic rasch als Rotationsspieler etabliert und bringt mit seiner Größe, seinem Ballhandling und seinem Distanzwurf das Profil eines modernen Flügelspielers mit. Die Aggies beendeten die Regular Season mit einer 19–13-Bilanz und kämpfen derzeit im Big West Tournament um das Ticket für das NCAA Tournament. Zum Auftakt gelang ein 79:73-Erfolg gegen UC Santa Barbara, bei dem Suljanovic zwölf Punkte beisteuerte – damit lebt für UC Davis und den österreichischen Forward weiterhin die Hoffnung auf einen Turnierlauf, der in dieser Conference wohl der einzige Weg in die March Madness ist.