Österreichs Damen kämpfen in EM-Qualifikation um Gruppensieg Am Mittwochabend hat für den österreichischen Damen-Basketball eine neue Zeitrechnung begonnen: Mit dem klaren 81:54-Start-Ziel-Sieg über Norwegen zurrte das Team um Top-Scorerin Sigrid Koizar vorzeitig das Erreichen der finalen Qualifikationsphase für die FIBA Women’s EuroBasket 2027 fest – und schloss, nachdem zwischen 2014 und 2020 die Damensparte im ÖBV nicht forciert wurde, zur europäischen Spitze auf. Im kurz vor dem Window von der FIBA veröffentlichten „Power Ranking“ lag Österreich auf Rang 20 – um satte neun Plätze besser als noch vor Beginn der EM-Qualifikation. „Ich bin sehr glücklich und stolz. Dieser Erfolg bedeutet sehr viel“, sagte Head Coach Jesper Sundberg nach dem vorentscheidenden Sieg in Norwegen. „Dieses Team macht einfach unglaublich viel Spaß und ich bin sehr dankbar, ein Teil davon zu sein. Für mich persönlich ist es eine große Ehre, hier zu sein, das Land zu vertreten und auf diesem Niveau sowie in dieser Phase eines FIBA-Wettbewerbs zu spielen.“ Für Basketball Austria sei der Erfolg natürlich enorm wichtig, um im Ranking noch näher an die Top-Nationen heranzurücken. Norwegen wurde kontrolliert Die Österreicherinnen hatten das Spiel in Bergen von der ersten Sekunde an fest in der eigenen Hand. „Wir haben die Begegnung über weite Strecken kontrolliert, lagen von Anfang bis zum Ende in Führung. Überzeugend war erneut unser Teamplay und speziell unser ‚Ball-Movement‘“, streicht Sundberg hervor. Zudem hatte der Schwede, der seit Herbst letzten Jahres Cheftrainer ist, die Möglichkeit, früh alle zwölf Kaderspielerinnen einzusetzen. „Jede hat ihren Beitrag zu diesem Erfolg geleistet. Diese Tiefe und Ausgeglichenheit werden uns noch in vielen Spielen zum Sieg führen.“ Anpassungen für Großbritannien-Spiel notwendig Bereits am Samstag (20.00 Uhr live auf ORF ON und ab 20.20 Uhr auch auf ORF Sport+) duelliert sich Rot-Weiß-Rot mit Großbritannien. Gegen die EM-Teilnehmerinnen von 2025 geht es für die Österreicherinnen um den Gruppensieg in Pool D. Aktuell liegen Koizar & Co. ungeschlagen an der Tabellenspitze. Das Hinspiel gegen die Britinnen, die bei drei Siegen aus vier Spielen halten, wurde mit 85:81 gewonnen. „Taktisch wird das ein ganz anderes Spiel werden“, weiß Sundberg. „Die Spielerinnen aus Großbritannien haben ein deutlich höheres individuelles Niveau. Deshalb wird es im Vergleich zum Norwegen-Spiel auf jeden Fall einige Anpassungen brauchen. Aber wir haben bereits bewiesen, dass wir sie schlagen können – und mein Team hat das Vermögen, diesen Coup zu wiederholen und sich Platz eins zu sichern.“ Ob Anja Fuchs-Robetin auflaufen kann, entscheidet sich erst am Spieltag. Sie erlitt gegen Norwegen eine Knöchelverletzung. Community Assist: Basketball-Familie sammelt für Frauen in Not Wie bei den Heimspielen der Nationalteams mittlerweile Tradition, setzt Basketball Austria auch diesmal mit einer Charity-Aktion ein Zeichen abseits des Courts. Der Community Assist geht beim kommenden Damen-Länderspiel an die Caritas Wien und unterstützt die Arbeit der Gruft, die Menschen in schwierigen Lebenssituationen Hilfe und Perspektiven bietet. Gemeinsam mit der Basketball-Community werden dringend benötigte Hygieneartikel für Frauen gesammelt. >>> SO KÖNNT IHR MITHELFEN Die nächsten Spiele: Großbritannien – Österreich Samstag, 14. März 2026, 20.00 Uhr (live auf ORF ON, ab ca. 20.20 Uhr auch live auf ORF Sport+) Österreich – Schweiz Dienstag, 17. März 2026, 19.15 Uhr Hallmann Dome Wien >>> TICKETS FÜR DAS HEIMSPIEL