Erfolgreiche EM-Qualifikation macht Lust auf mehr Auch Basketball Austria-Präsident Helmut Niederhofer zieht nach der bislang erfolgreichsten Qualifikations-Kampagne seit der Rückkehr auf die internationale Bühne ein äußerst positives Zwischenfazit. „Von Anfang an, als dieses Team mit der neuen Betreuergruppe zusammengestellt wurde, hat man gesehen: Da ist etwas im Entstehen. Sie spielen homogen, Trainer:innen und Team sind eine Einheit – und das sieht man am Feld. Ich glaube, wir werden noch einige großartige Momente mit diesem Team erleben dürfen“, betont Niederhofer, dass ihn der sportliche Aufschwung deshalb auch nicht überrascht habe. Dass Österreich die erste Quali-Phase nicht nur überstanden, sondern mit Nachdruck gestaltet hat, zeigte sich auch im letzten Gruppenspiel gegen die Schweiz: Nach einem 20:20 im ersten Viertel setzte sich das Team mit hoher Trefferquote von außen, schnellen Fastbreaks und einer starken Defense immer mehr ab. Vier Spielerinnen punkteten zweistellig, Top-Scorerin war Sarah Sagerer mit 20 Zählern. Für Niederhofer ist genau dieser Teamspirit einer der größten Erfolgsfaktoren. „Die Mannschaft ist extrem zusammengeschweißt. Die Spielerinnen kommen aus Australien, aus Polen – von überall her –, weil sie für dieses Team spielen wollen. Und genau das macht den Unterschied. Wenn das so weitergeht, werden wir noch sehr viel Freude haben.“ „Das wäre eine Sensation“ Mit dem Aufstieg in die zweite und letzte Qualifikationsphase warten im Herbst die nächsten, noch größeren Herausforderungen. Doch der Verbandspräsident traut Österreichs „größten Töchtern“ auch gegen etablierte Nationen einiges zu: „Wenn man sieht, dass wir gegen Großbritannien – die Nummer 10 in Europa – gewonnen haben, dann zeigt das, was möglich ist. Wir spielen gegen Gegnerinnen, die schon bei Europameisterschaften dabei waren, ja, aber ich glaube, wir haben eine gute Chance, uns zu behaupten und vielleicht sogar zu qualifizieren. Das wäre eine Sensation. Es ist möglich.“ Entsprechend ordnet Niederhofer die Entwicklung auch historisch ein: „Man darf nicht vergessen: Wir hatten sechs Jahre kein Damen-Nationalteam. Und jetzt sind wir auf einem sehr, sehr guten Weg.“ Dass dieser Weg so deutlich nach oben zeigt, schreibt er auch dem Trainerstab rund um Head Coach Jesper Sundberg zu. „Natürlich ist es immer das Zusammenspiel von Team und Trainer, aber der Coach und sein Staff passen perfekt. Jesper hat von Anfang an gesagt: Wir wollen gewinnen, wir wollen zur Endrunde. Große Ziele sind wichtig – und bisher hat er das sehr gut umgesetzt.“ Mit Spannung blickt Österreich nun der Auslosung am 31. März entgegen. Einen Wunschgegner hat Niederhofer dabei nicht: „Nein. Was kommt, das kommt. Wir müssen jeden Gegner nehmen, wie er ist. Wir haben auch gegen Top-Nationen gut mitgespielt. Mit ein bisschen Glück und ohne Verletzungen ist alles möglich.“ Nach einer ersten Qualifikationsphase, in der Österreich sportlich wie mannschaftlich überzeugt hat, ist jedenfalls klar: Dieses Team hat sich nicht nur Respekt erarbeitet, sondern darf mit Selbstvertrauen auf die nächsten Schritte Richtung Women’s EuroBasket 2027 blicken.