B2L: Favoriten legen vor / Vienna United überrascht Titelverteidiger Die UKJ Mistelbach Mustangs wurden ihrer Favoritenrolle gerecht und feierten einen souveränen 90:71-Heimsieg gegen die Raiffeisen Dornbirn Lions. Nach einer ausgeglichenen Anfangsphase setzte sich der Tabellenführer vor allem dank strukturiertem Teambasketball ab – 30:8 Assists sprechen eine klare Sprache. Ian Moschik (23 Punkte) und Jan Kozina (16 Punkte, 11 Assists, 10 Rebounds) führten die Niederösterreicher an, die zudem am Rebound klar überlegen waren und so auch eine schwächere Dreierquote kompensieren konnten. Die Union Deutsch Wagram Alligators drückten ihrem Spiel ebenfalls früh ihren Stempel auf und besiegten die SWARCO Raiders Tirol klar mit 88:71. Angeführt von Victor Onwudiwe (29 Punkte) überzeugten die Gastgeber vor allem durch besseres Ball-Movement, das sich in deutlich effizienteren Wurfquoten niederschlug. Bereits zur Halbzeit hatten sich die Alligators ein komfortables Polster erspielt und ließen die Raiders in der zweiten Hälfte nicht mehr entscheidend herankommen. Die Pirlo Kufstein Towers mussten gegen die Raiffeisen Mattersburg Rocks zunächst hart arbeiten, setzten sich am Ende aber mit 85:70 durch und gingen in der Serie in Führung. Die Burgenländer starteten stark und lagen zur Pause noch mit 44:40 voran, ehe die Tiroler das Spiel in der zweiten Halbzeit drehten. „Wir hatten einen nervösen Start, aber in der zweiten Halbzeit viel besser gespielt“, analysierte Kufstein-Spieler Fabio Thaler. Entscheidend war ein 15:2-Run zu Beginn des Schlussviertels, der die Partie vorzeitig entschied. „Für 30 Minuten haben wir gut gespielt, aber diese Phase hat das Spiel gekostet“, so Rocks-Coach Cosmin Blagoi. Trotz einer engagierten Schlussphase war der Rückstand zu groß – die Serie wandert nun mit einem 0:1 aus Sicht der Burgenländer nach Mattersburg. Meister mit dem Rücken zur Wand Für die Überraschung des Spieltags sorgte Vienna United mit einem 85:73-Auswärtserfolg bei Titelverteidiger Wörthersee Piraten. Beide Teams starteten verhalten in die Partie, ehe sich die Wiener durch schnelles Transition-Spiel leichte Vorteile erspielten und nach dem ersten Viertel mit 17:12 führten. Die Piraten fanden im zweiten Abschnitt offensiv besser in ihren Rhythmus und verkürzten bis zur Pause auf 44:45. Nach dem Seitenwechsel riss der Faden jedoch komplett: Nur neun Punkte im dritten Viertel brachten die Kärntner entscheidend ins Hintertreffen. Gegen die physische Defense von Vienna United fanden die Gastgeber auch im Schlussabschnitt kaum Lösungen, der Rückstand wuchs kontinuierlich an. Damit stehen die Piraten nach der 73:85-Niederlage bereits unter Druck und müssen auswärts in Wien gewinnen, um ein Entscheidungsspiel zu erzwingen.