Vienna lässt Chance im Play-out liegen, Niederlage gegen FMP Der Auftakt entwickelte sich früh in eine klare Richtung. Vienna ging zunächst in Führung, verlor danach jedoch rasch den Zugriff auf das Spiel. FMP nutzte diese Phase konsequent, erhöhte den Druck, kam zu einfachen Abschlüssen und setzte sich mit einem Run im ersten Viertel ab. Vienna fand offensiv kaum Rhythmus, während defensiv zu viele klare Situationen zugelassen wurden. Im zweiten Viertel änderte sich das Bild schrittweise. Vienna brachte mehr Ruhe in die eigenen Angriffe, bewegte den Ball besser und kam zu klareren Abschlüssen. Der Rückstand blieb jedoch bestehen. Immer wieder fehlte die direkte Verbindung zwischen defensiven Stops und erfolgreichen Offensivaktionen, wodurch es nicht gelang, den Abstand entscheidend zu verkürzen. Stärkste Phase nach der Pause bringt kurzfristige Führung Nach der Pause folgte die stärkste Phase der Wiener. Die Intensität ging deutlich nach oben, die Verteidigung wurde aggressiver und daraus entwickelte sich auch offensiv ein besserer Fluss. Vienna übernahm zunehmend die Kontrolle über das Spiel und drehte die Partie im dritten Viertel zwischenzeitlich. Rašid Mahalbašic stand in dieser Phase rund 17 Minuten auf dem Court, nachdem er erst am Vortag in der Bundesliga Superliga in Wels über die volle Distanz im Einsatz war. Genau in diesem Moment lag die Chance, das Spiel zu kippen. Stattdessen drehte sich die Dynamik erneut. Die Gäste aus Belgrad reagierten unmittelbar, fanden wieder Zugriff auf das Spiel und stellten den eigenen Rhythmus wieder her. Die kurze Wiener Führung blieb eine Momentaufnahme. Mit Beginn des Schlussviertels war die Ausgangslage klar, Vienna blieb in Reichweite, musste aber erneut einem Rückstand nachlaufen. Mehrmals gelang es, den Abstand zu verkürzen, unter anderem auf sechs Punkte. In den entscheidenden Sequenzen fehlte jedoch die letzte Konsequenz. FMP nutzte seine Möglichkeiten, traf wichtige Würfe und kontrollierte die Schlussphase ohne das Spiel noch einmal offen werden zu lassen. Zu viele zweite Chancen zugelassen Ein zentraler Faktor lag unter dem Korb. Vienna verlor das Rebound-Duell mit 26:36 und ließ daraus resultierend 12 Second-Chance-Punkte zu, während selbst nur 2 erzielt wurden. Diese zusätzlichen Possessions gaben dem Spiel in entscheidenden Phasen die Richtung. Auch von der Freiwurflinie ließ Vienna Punkte liegen. 26 von 35 Versuchen bedeuten neun vergebene Zähler, die in einem Spiel dieser Differenz ins Gewicht fallen. Vienna lag zudem nur rund eine Minute in Führung, während FMP über weite Strecken das Spiel kontrollierte und insgesamt 36 Minuten vorne lag. Bester Wiener war Souley Boum mit 32 Punkten, 7 Assists und 4 Rebounds. Simas Jarumbauskas kam auf 16 Punkte und 5 Rebounds, Sammy Hunter auf 9 Punkte, Rašid Mahalbašić auf 10 Punkte. Text: Wiener Basketball Verband Foto: Vienna