Familienangelegenheit: Wie die Kuranovics die Welser Erfolgssaison prägten Für Damir Kuranovic kam die Auszeichnung durchaus überraschend. Umso größer war die Bedeutung für den Welser Headcoach: „Dieser Award kam unerwartet und erfüllt mich mit großem Stolz. Besonders, da ich von anderen Coaches und Teamkapitäninnen gewählt wurde“, erklärt der Welser Cheftrainer im Gespräch mit Basketball Austria. Gerade dieser Aspekt macht den Award für ihn so wertvoll: „Es ist eine Anerkennung unserer gemeinsamen Arbeit beim DBB Wels in den letzten Jahren.“ Dass diese langsam, aber sicher Früchte trägt, ist nicht von der Hand zu weisen: Mit einer der jüngsten Mannschaften der Liga führte er sein Team erneut ins Halbfinale, wo gegen die klar favorisierten Duchess zumindest phasenweise mitgehalten wurde. 15 Jahre und fast genauso viele Punkte und Rebounds Im Zentrum der Entwicklung des Welser Basketballteams steht Trainertochter Sophia. Die 15-Jährige spielte eine herausragende Saison in Österreichs höchster Spielklasse: 14,5 Punkte, 13,5 Rebounds, dazu über drei Assists, mehr als zwei Steals und über ein Block pro Spiel – Zahlen, die selbst für erfahrene Spielerinnen in der Liga außergewöhnlich sind. Der „Rising Star“-Award war somit die fast schon logische Folge. „Mir bedeutet dieser Award echt viel, da ich diese Season hart an mir gearbeitet und mich richtig ins Zeug gelegt habe“, sagt Sophia Kuranovic. Und weiter: „Deswegen freue ich mich umso mehr, zum ‚Rising Star‘ ernannt worden zu sein.“ Trotz der individuellen Auszeichnung stellt die junge Nationalteamspielerin die Mannschaft in den Vordergrund: „Ich bin sehr stolz auf mein Team – einerseits darauf, wie weit wir es geschafft haben, und andererseits darauf, wie sehr wir uns als Team weiterentwickelt haben.“ Auch ihre eigenen Fortschritte spricht sie offen an: „Ich persönlich habe mich diese Season sehr verbessert und konnte viel dazulernen.“ Basketball als Familiensache Dass hinter dieser Entwicklung mehr steckt als nur individuelles Talent, zeigt ein Blick auf das Umfeld: Basketball ist bei den Kuranovics Familienangelegenheit. Vater Damir als Cheftaktiker des Profiteams, Mutter Natalia als Nachwuchstrainerin im Verein, und auch Zwillingsbruder Benjamin zählt zu den großen Talenten im heimischen Nachwuchs. In der Jugend läuft es beim DBB also absolut nach Wunsch. Um in den nächsten Jahren aber nicht nur individuelle Auszeichnungen einzuheimsen, sondern auch als Mannschaft um Titel mitzuspielen, wird im Hintergrund eifrig gearbeitet. Obmann Martin Hintenaus betonte unlängst wieder die schwierige Suche nach einem Hauptsponsor im Damenbasketball. Entscheidungen stehen in Wels diesen Sommer auch bezüglich der Legionärinnen an: Sowohl Fatoumata Jallow als auch Maria Zulema Garcia Leonals könnten den Verein verlassen.  Eines gilt in der Messestadt hingegen als sicher: Mit dem BDSL-Team will man auch nächstes Jahr wieder ganz oben mitspielen und dabei weiter voll auf die Entwicklung der jungen Talente setzen. Wohin diese harte Arbeit führen kann, hat das Kuranovic-Duo heuer eindrucksvoll an der Seitenlinie und auf dem Court vorgezeigt.