Österreichs Legionäre vor der Postseason: Zwischen Playoff-Jagd und Verletzungspech Marvin Ogunsipe (Crailsheim Merlins) Die Merlins spielen in der ProA bisher eine ganz starke Saison und wollen diese nun in der Postseason mit dem Aufstieg in die easyCredit BBL krönen. Kurz vor Ende der Hauptrunde befinden sie sich auf Tabellenplatz zwei, Ogunsipe gehört mit 13,1 Punkten und 7,8 Rebounds zu den Schlüsselspielern. Timo Lanmüller (Artland Dragons) Ebenfalls im Spitzenfeld Deutschlands zweithöchster Spielklasse befinden sich die Artland Dragons (Platz fünf). Wie Ogunsipe zählt auch Lanmüller zu den absoluten Leistungsträgern seiner Mannschaft. Zweistelliges Scoring und Einsatzzeiten von mehr als 25 Minuten standen zuletzt auf der Tagesordnung. Luka Brajkovic (KK Cedevita Olimpija) Für Luka Brajković verlief die Saison bislang alles andere als rund. Der Center wurde früh von Verletzungsproblemen ausgebremst: Nach einer Knöchelverletzung zu Saisonbeginn zog er sich im Oktober 2025 im Spiel gegen Zadar zusätzlich eine Wadenverletzung zu und fiel erneut aus. Auch im Februar 2026 musste Brajković passen und verpasste das Nationalteam-Doppel gegen die Niederlande verletzungsbedingt. In der ABA League kam er zwischenzeitlich auf neun Einsätze, blieb – auch aufgrund der wiederkehrenden Ausfälle – statistisch jedoch unauffällig. Seine Rolle im Team von Cedevita Olimpija ist damit unmittelbar vor den Playoffs schwer einzuschätzen. Auch im EuroCup konnte er verletzungsbedingt nicht wie erwartet performen, das Team schied dort im Viertelfinale aus. In der nationalen Liga in Slowenien steigt Olimpija aufgrund der internationalen Engagements direkt ins Viertelfinale ein. Thomas Klepeisz (Ratiopharm Ulm) Klepeisz befindet sich mit Ulm auf klarem Playoff-Kurs in der easyCredit BBL, das Team liegt derzeit auf Tabellenrang sechs. Der Kapitän übernimmt weiterhin wichtige Aufgaben als Floor General und Verteidiger. In den vergangenen beiden Spielen gegen Bamberg und Chemnitz scorte Klepeisz jeweils zweistellig. Erol Ersek (MLP Academics Heidelberg) Heidelberg spielt im Kampf um die Playoff-Plätze heuer keine Rolle. Für Ersek ist es eine Saison mit Ups und Downs. Zuletzt war er wieder integraler Bestandteil der Rotation und konnte seine Stärke aus der Distanz unter Beweis stellen. Speziell im März sah der österreichische Flügelspieler jedoch kaum Spielzeit. Fynn Schott (CB Menorca) Mitten im Playoff-Kampf in Spaniens zweithöchster Liga befindet sich Nationalteamcenter Fynn Schott mit Menorca (Platz neun). Er bekam in der LEB Oro zuletzt wiederholt wichtige Minuten von der Bank und zeigte mit starken Reboundzahlen, dass er sich als 20-Jähriger bereits gegen deutlich ältere Gegner behaupten kann. Benjamin Schuch (Zentro Basket Madrid) Klar auf Playoff-Kurs in Spaniens vierter Liga ist Benjamin Schuch mit Zentro Basket. Der junge Forward hat dort heuer große Entwicklungsschritte gemacht und eilt von einem Double-Double zum nächsten. Spiele mit mehr als fünf Korbvorlagen sind für den 19-Jährigen ebenfalls keine Seltenheit. Wenig überraschend steht für ihn nach den Playoffs bereits der nächste Karriereschritt fest: Schuch wechselt an die University of New Mexico, wo er künftig für das NCAA-Team auflaufen wird. In der Saison 2025/26 kam er für Zentro Basket auf durchschnittlich 10,1 Punkte, 6,0 Rebounds und 5,1 Assists in 23,3 Minuten pro Spiel. Bogic Vujosevic (SCM Timișoara) 18,7 Punkte, 5,3 Assists und 3 Rebounds – wie im österreichischen Nationalteam ist der Guard mit serbischen Wurzeln auch beim rumänischen Erstligisten SCM Timișoara der offensive Dreh- und Angelpunkt. Mit wiederholt starken Leistungen führte der Spielmacher seine Mannschaft ins Tabellenmittelfeld, verpasste letztlich jedoch knapp die Qualifikation für das Viertelfinale.