win2day BSL: "Siegen oder Fliegen" - Oberösterreichs Teams unter Druck Die Vergangenheit zwischen Oberwart und Gmunden hat bereits mehrfach gezeigt, wie eng es zwischen diesen beiden Teams in den Playoffs werden kann. Drei Mal ging deren Play-off-Duell über die volle Distanz– zuletzt vor zehn Jahren 2016. Ein zentraler Faktor bislang war bislang die Ballsicherheit: In den beiden Siegen agierte Oberwart extrem kontrolliert und leistete sich jeweils lediglich fünf Turnover. In der Niederlage auswärts am Traunsee hingegen waren es gleich zwölf. Defensiv hat der Meister bislang einen klaren Gameplan umgesetzt: Die Rollenspieler von den Schwänen werden konsequent aus dem Spiel genommen. Während die Hauptakteure um Friedrich, Hunter und Wilson liefern, bleiben Spieler wie Zapf (4,0 Punkte), Lohr (5,3), Zivanovic (3,3) und Gydra (2,6) deutlich unter ihren Saisonwerten. Genau diese Breite fehlt Gmunden bislang. Auf der anderen Seite zeigt sich die Kadertiefe als klare Stärke von Oberwart: Im Schnitt kommen starke 37,6 Punkte von der Bank – bei Gmunden sind es lediglich elf. Auch für Wels geht's um Alles Für die Flyers geht es in Spiel vier jetzt um alles – und die Statistik spricht dabei nicht unbedingt für die Messestädter. Zum dritten Mal in Folge droht das Aus im Viertelfinale, erneut als besser gerankte Mannschaft nach der regulären Saison. 2023 schaffte es Wels ein einziges Mal, einen 1:2-Rückstand zumindest noch in ein fünftes Spiel zu verwandeln. Der Aufstieg gelang damals jedoch nicht. Graz hingegen zeigt sich in solchen Situationen eiskalt: Jede 2:1-Serienführung wurde bislang auch in ein Weiterkommen umgemünzt. Ervin Dragšič, Headcoach UBSC Graz: “Es geht vor allem darum, von der ersten Minute an mit voller Energie und Konzentration da zu sein – besonders in der Verteidigung. Wir müssen lesen, was der Gegner macht und wie er versucht, uns zu stoppen, und dann offensiv die richtigen Entscheidungen treffen. Aber der Schlüssel ist und bleibt die Defense: Wir müssen ihre gefährlichsten Spieler kontrollieren. Darauf baut dann auch unsere Offense auf. Und ein weiterer wichtiger Punkt ist natürlich der Rebound. Da haben wir im letzten Spiel, vor allem im dritten, wirklich dominiert – und genau das müssen wir jetzt bestätigen." Auffällig in dieser Serie: In allen drei bisherigen Spielen war das zweite Viertel vorentscheidend. Hier gelang es beiden Teams, sich entscheidend abzusetzen und das Momentum auf die eigene Seite zu ziehen. Bei Wels fehlt noch ein wenig der "step up" von Leistungsträgern: Nationalteamspieler Elvir Jakupovic konnte bislang kaum Akzente setzen – lediglich zwei Punkte stehen zu Buche, bei insgesamt nur vier Würfen in drei Spielen. Zum Vergleich: In den sechs Spielen vor den Playoffs kam er (allerdings bei etwas mehr Einsatzzeit) auf rund zehn Würfe pro Partie. Auch Christian von Fintel bleibt aktuell unter seinen Möglichkeiten und trifft nur 3 seiner 19 Dreipunktversuche – deutlich entfernt von seiner gewohnten Quote um die 40 Prozent. "In der Serie haben bislang noch nicht alle ihr Maximum abgerufen. Wenn nicht jetzt wann dann ist es ein guter Zeitpunkt dafür. Jeder Einzelne muss an die Grenzen gehen und von Anfang an zeigen das wir die Serie zurück nach Wels holen wollen", richtet auch Obmann Michael Dittrich einen Apell an seine Spieler.  Konstant hingegen: Tevin Brewer, der in allen Spielen bisher über 20 Punkte und 8 Assists liefert und damit das offensive Rückgrat für die Steirer bildet. Alle Spiele werden live auf basketballaustria.tv übertragen. Das Spiel in der Steiermark wird von Marius Beneke kommentiert, Ulrich Strauss führt durch die Freitagsbegegnung.