Klosterneuburgs „perfect season“ – und eine Liga im Aufbruch Drei Cup-Spiele, 18 Begegnungen im Grunddurchgang und fünf Play-off-Partien – die BK Raiffeisen Duchess blieben in dieser Saison ohne Niederlage und holten sich damit ungeschlagen das Double. Der „back-to-back“-Champion steckte am Weg zum totalen Triumph auch schwerwiegende Verletzungen weg: Die Nationalteamspielerinnen Michaela Wildbacher und Stella Popp bestritten nur fünf bzw. 13 BDSL-Spiele und hätten wohl, wenn fit, noch mehr Distanz zum Zweiten gebracht. Weil Head Coach Diana Picorusevic gut (nach)rekrutierte und ihre Damen zu einem „Winning-Team“ formte. Aber auch im Sog des unangefochtenen Champions haben die weiteren Teams eine erfolgreiche sportliche Entwicklung genommen: Runner-up UBI Holding Graz war zeitweise knapp dran, etwa im Cup-Semifinale, als die Duchess nur knapp den Kopf aus der Schlinge zogen (83:79). Die Steirerinnen waren auch das einzige rot-weiß-rote Team, das die Duchess bog und im Rahmen der WABA2 einen Erfolg einfuhr. Die beiden Halbfinalisten Basket Flames und DBB Wels haben ebenfalls Improvement erkennen lassen und definitiv die nächsten „Steps“ geschafft. Sina Höllerl und der rot-weiß-rote Talente-Pool Im Schatten von Sina Höllerl, die als Finals-MVP Klosterneuburg zum Titel führte, regelmäßig überragende Stats auflegte und ab Sommer in den USA dribbelt, reift in der win2day Basketball Damen Superliga eine Vielzahl an vielversprechenden Talenten heran: Christina Köppel (UBSC-DBBC Graz) und Emma-Fee Stockinger (DBB Wels) schlagen ihr nächstes Karriere-Kapitel auch „über See“ auf. Daheim wachsen mit Victoria Matzka (BK Raiffeisen Duchess), Sophia Kuranovic, Ivona Pilic (DBB Wels) oder Sophie Kunert (Vienna Timberwolves) die nächsten Talente heran. Die Genannten hatten reichlich Anteile an den Erfolgen ihrer Teams – überhaupt waren die rot-weiß-roten Akteurinnen spielbestimmend. Auch die routinierten: etwa Sigi Koizar (BK Raiffeisen Duchess), sie strich die Auszeichnungen zur MVP und MVAP ein, oder Pia Jurhar (Basket Flames), die beide das Um und Auf ihres Teams waren. Mit Diana Picorusevic (BK Raiffeisen Duchess) und Theresa Petricevic (UBI Holding Graz) waren am Ende auch die heimischen Trainerinnen erfolgreich – die beiden einzigen weiblichen Head Coaches der BDSL duellierten einander im Finale. Neuer Bewerb, mehr Spiele – und mehr Sichtbarkeit Die Talente reiften auch durch mehr Spiele: In der win2day Basketball Damen Superliga wurde eine dritte Grunddurchgangsrunde gespielt. Während die beiden Top-Teams Klosterneuburg und Graz zusätzlich international agierten, bestritten die weiteren BDSL-Teams mit potenziellen Aufsteigern die neu geschaffene „National League“. „Mit der Modusänderung ist es uns einerseits gelungen, unseren Talenten mehr Competition auf bestmöglichem Niveau zu bieten und andererseits mehr Sichtbarkeit für den Damensport zu schaffen. Beides wurde geschafft – und wir haben in vielen Bereichen, wie Fans oder Streaming, wieder wichtige Schritte nach vorne setzen können. Auch die Einführung der National League ist gut angenommen worden – das hilft uns in Zukunft sehr, die Teams aus der unteren Leistungsstufe an das Superliga-Niveau heranzuführen“, sagt Geschäftsführer Albert Handler. Interesse von neuen Klubs für die Saison 2026/27 sei vorhanden, Entscheidungen werden erst in ein paar Wochen erwartet, so Handler.