"Haben noch eine Rechnung offen" - Damen-Nationalteam hat in Wien etwas vor Die Damen starteten schon am Freitag in das Turnier der Women’s Series. Das Nationalteam mit Anja Fuchs-Robetin, Alexia Allesch, Simone Sill und Sigi Koizar, kommt nach dem Gewinn des Staatsmeistertitels und dem Viertelfinal-Einzug in Shanghai ebenfalls in Top-Form in die A1 Arena. „In den vergangenen Wochen sind wir weiter zusammengerückt. Wir freuen uns auf die Spiele und sind physisch und mental bereit“, sagte Sil, die nach dem EM-Einsatz 2024 ihr Wien-Comeback gibt. „Es bedeutet mir extrem viel. Ich konnte die Energie vor zwei Jahren bereits spüren. Die Fans geben den Extra-Push.“ Die Österreicherinnen sind in den kommenden Tagen auch auf Wiedergutmachungskurs. Im Vorjahr war bereits in der Gruppenphase Schluss. „Wir haben mit dem Turnier noch eine Rechnung offen. Die Auslosung ist nicht einfach, aber mit dem Heimpublikum im Rücken können wir viel schaffen“, so Anja Fuchs-Robetin. Die ÖBV-Damen treffen am Freitag (20:20 Uhr) auf Kanada und am Samstag (18:30 Uhr) auf Frankreich. Wie bei den Herren ist ein Top-2-Platz zum Aufstieg ins Viertelfinale notwendig. "Ich würde auf uns wetten" Eine Woche nach dem sensationellen siebenten Rang bei der FIBA 3×3 Weltmeisterschaft sind zwei der Stars des Herren-Nationalteams auch am Heumarkt im Einsatz. Toni Blazan und Quincy Diggs im Jersey des Team Vienna bekommen Unterstützung von Legionär Stefan Stojacic und Steven Kaltenbrunner. Das Quartett hofft beim Masters-Turnier, das zur FIBA 3×3 World Tour zählt, auf den ersten Titel der Saison. „Wir haben bei der WM gezeigt, dass wir wieder ganz oben mitspielen können. Wir hätten uns eine Medaille verdient gehabt“, so Blazan, der das Teamgefüge herausstreicht. „Unser Zusammenhalt und unsere Defense sind aktuell Grund für die gute Form.“ Diggs erinnerte sich bei der Pressekonfernez vor allem an die entscheidende Szene des Vorjahres zurück, als er beim möglichen Game-Winner im Viertelfinale gegen Amsterdam gefoult worden war. Der Pfiff der Refs blieb damals aus, der Aufstieg in der Folge ebenso. „Wir wollen Revanche. Mit dem Heimpublikum im Rücken können wir uns den Titel holen.“ Legionär Stojacic kehrte kürzlich nach vier Jahren bei unterschiedlichen Klubs zum Team Vienna zurück und lässt vor seinem ersten Turnier in der Hauptstadt mit einer Kampfansage aufhorchen: „Vienna spielt, um zu gewinnen. Wir haben große Ziele und eine echte Chance. Ich würde auf uns wetten!“ Steven Kaltenbrunner komplettiert das Quartett und ist damit erstmals vor eigenem Publikum im Einsatz. „Der Fokus liegt auf der Defensive. Wir müssen die Energie aus dem Training und von der WM auch in Wien aufs Feld bringen. Mit den Fans im Rücken geht das vielleicht etwas leichter.“ Die Herren bestreiten am Samstag beide Gruppenspiele – jeweils gegen serbische Teams. Um 15:50 Uhr wartet Ex-World-Tour-Champ Liman und um 22:25 Uhr Roter Stern. Rollstuhl-Auswahl mit drei EM-Helden 3×3 VIENNA presented by win2day ist auch deshalb die inklusivste Sportveranstaltung Österreichs, weil die Bewerbe der Rollstuhl-Basketballer:innen einfach in den Turnierplan inkludiert sind. Neben dem 3×3 Wheelchair Masters der Herren sind in diesem Jahr erstmals auch die Damen im Rahmen der wichtigsten Klub-Competition Europas im Einsatz. Der Österreichische Behindertensportverband (OBSV) stellt ein Herren-Team. Im Team win2day Vienna dabei sind die Nationalteam-Stars und Europameister Mehmet Hayirli, Hubert Hager, Alexander Suppan – und Neuling Samuel Pfurtscheller. „Das ist das Highlight der Saison. Wir werden es genießen“, so Hayirli. „Das Turnier ist eine super Plattform für den Rollstuhl-Basketball. Wir wollen zeigen, wie athletisch und schnell unser Sport ist und was wir im internationalen Vergleich draufhaben“, befand auch Hager. Alex Suppan legte die Latte hoch: „Das Finale wäre schon fein. Allerdings kennen wir unsere Gegner nicht so gut.“ Debütant Puftscheller fiebert der Premiere entgegen. „Ich freue mich, im Rahmen des Großevents dabei zu sein und mit meinem Team unsere Sportart repräsentieren zu dürfen“, so der Steirer. win2day Vienna ist am Freitag schon zweimal im Einsatz Um 12:20 Uhr wartet Madrid und um 20:50 Uhr London. Spielort ist jeweils die A1 Arena. Am Samstag und Sonntag geht es in die entscheidende Phase. U23-Teams mit sechs Titelchancen Für die „Next Generation“ gibt es gleich mehrere Chancen auf Medaillen. Sowohl die U23-Damen als auch die -Herren haben im Rahmen der FIBA 3×3 Nations League die Chance auf drei Titel. Von Freitag bis Sonntag gibt es also jeden Tag eine Medaillen-Entscheidung. Die Gegner sind – in wechselnden Konstellationen – Frankreich, Niederlande, Türkei, Ungarn und Irland. Die Spiele steigen dabei nicht nur in der A1 Arena sondern auch auf dem Nebencourt im Stadtpark. „Das war schon im Vorjahr unglaublich cool. Das typische Streetball-Basketball-Atmosphäre, aber mit den besten Teams Europas“, sagte Magdalena Schmidt. „Wir haben uns gut vorbereitet und wollen uns gegen Top-Teams beweisen“, so Wien-Debütantin Sonja Schuch. Janet Oriakhi, Viktoria Trailovic und Emma Stockinger sind ebenfalls Teil der rot-weiß-roten Damen-Auswahl. Bei den Herren kommen Miro Zapf und Yann Grandperret mit dem Selbstvertrauen der frischgebackenen Staatsmeister. Letzterer versenkte am Rathausplatz vor einer Woche den entscheidenden Wurf zum Titel. „Mein Pulver habe ich nicht verschossen“, beruhigt Grandperret. „Wir freuen uns, dass wir Teil eines so großen Events sein können.“ Luis Göd, Florian Köppel und Daniel Grgic komplettieren das Aufgebot. Göd holte im Vorjahr bereits eine Goldmedaille: „Das sind die besten 3×3-Erinnerungen, die ich habe. Ich freue mich, dass ich das noch einmal spüren kann.“ Grgic: „Wir sind nicht gekommen, um zu verlieren.“ Beide U23-Teams starten gegen Ungarn, die Damen um 11:05 Uhr und die Herren um 11:30 Uhr. Für die Damen geht’s gegen die Niederlande (14:25 Uhr) weiter, für die Herren gegen Frankreich (15:00 Uhr). Die Gruppensieger der Dreier-Pools bestreiten ab 18:00 Uhr die Finalspiele. ÖBV-Generalsekretär Aldin Saracevic hob die Wichtigkeit des Events für den heimischen Basketball hervor – besonders im Kontext der Entwicklung der Youngsters. „3×3 VIENNA gibt dem Basketball-Sport eine ganz neue Bühne. Vor allem für die jungen Spieler:innen ist es wichtig zu erleben, was es bedeutet, bei so einem Event zu spielen.“ Saracevic hofft auch auf Titel für die rot-weiß-roten Teams. „Unsere Teams gehen mit der Einstellung ins Wochenende, die Turniere zu gewinnen.“ Side-Events vermitteln urbanes Basketball-Flair Auch rund um die internationalen 3×3-Bewerbe ist während der Event-Woche einiges geboten. Das 3×3 Village am Gelände des Wiener Eislaufvereins lockt mit Side-Events für Jung und Alt – und das von früh bis spät. Food, Drinks, coole Acts und Urban Culture treffen auf entspanntes Yoga oder ein 1vs1-Streetball-Turnier im Mondschein. 3×3 VIENNA hat sich bereits im zweiten Jahr seines Bestehens zum größten 3×3-Turnier der Welt entwickelt. In und rund um die A1 Arena verschmelzen Weltklasse-Basketball, Musik, Entertainment und urbane Kultur drei Tage lang zu einem Festival, das weit über den Sport hinausgeht. Geschäftsführer Johannes Wiesmann: „Wir haben den Fokus in diesem Jahr auf das 3×3 Village gelegt. Es gibt einen eigenen Court, auf dem viel passiert – von Tischtennisturnieren bis Dodgeball-Exhibition und Yoga-Sessions. Vieles, was die urbane Kultur ausmacht, wird bei 3×3 VIENNA geboten.“ Sportlich habe sich das Turnier seinen Ruf über viele Jahre erarbeitet. „Das Stadion ist das größte auf der World Tour und die Spielerinnen und Spieler sagen, dass das Wien das beste Turnier der Welt ist. Das wir uns über die Jahre dahin entwickelt haben, ist ein Verdienst der Fördergeber, der Partner und des tollen Teams rund um 3×3 VIENNA“, so Wiesmann. Alle Infos zu den Side-Events gibt es auf 3x3vienna.at. Die rot-weiß-roten Teams: Team Vienna (FIBA 3×3 World Tour): Steven Kaltenbrunner Stefan Stojacic Toni Blazan Quincy Diggs Österreich (FIBA 3×3 Women’s Series): Anja Fuchs-Robetin Simone Sill Alexia Allesch Sigrid Koizar win2day Vienna (3×3 Wheelchair Masters): Mehmet Hayirli Hubert Hager Alexander Suppan Samuel Pfurtscheller U23-Herren (FIBA 3×3 Nations League): Miro Zapf Yann Grandperret Florian Köppel Daniel Grgic Luis Göd U23-Damen (FIBA 3×3-Nations League): Emma Stockinger Magdalena Schmidt Janet Oriakhi Viktoria Trailovic Sonja Schuch