Nach dem Heim-Turnier ist vor dem EM-Traum: 3x3-Nationalteams in EM-Quali gefordert Die Damen bekommen es in Gruppe B mit Lettland, Griechenland und Großbritannien zu tun. In Gruppe A spielen die Ukraine, Rumänien, Litauen, die Schweiz und Dänemark. Die Top-2 beider Pools kämpfen in einem Kreuzspiel (A1 vs. B2; A2 vs. B1) um die beiden EM-Tickets. Am Dienstag geht es um 13:25 Uhr zunächst gegen die Britinnen, am Mittwoch folgen die Partien gegen Griechenland (11:45 Uhr) und Lettland (14:45 Uhr), sowie ein mögliches Entscheidungsspiel (nicht vor 17:00 Uhr). Trotz des frühen Ausscheidens bei der Women's Series in Wien zählen die rot-weiß-roten Damen zu den Favoritinnen. Auf dem Heumarkt haben Anja Fuchs-Robetin & Co. mit knappen Ergebnissen gegen die Top-Teams aus Kanada und Frankreich gezeigt, dass sie zur Weltspitze gehören. Dementsprechend klar ist auch die Zielvorgabe, bei der EM in Antwerpen Teil des elitären Feldes der zwölf besten Nationen Europas zu sein. "Es wird nicht leicht. Aber das Turnier in Wien war eine gute Vorbereitung, um uns wieder an die Physis und die Geschwindigkeit des 3x3-Basketballs zu gewöhnen", sagt Fuchs-Robetin. Die kurze Pause sei kein Nachteil: "Wir sind im Flow und immer noch frisch." Herren treffen auf aufstrebende Bosnier Bei den Herren gehen elf Teams ins Rennen. Das Feld wird in eine Vorrunde mit drei Dreier- und einer Zweiergruppe unterteilt. Österreich trifft in Pool A am Dienstag auf Estland (11:45 Uhr) und Bosnien und Herzegowina (16:50 Uhr). Mit den Bosniern um Starspieler Aleksandar Lazic wurde dem ÖBV-Team einer der aufstrebenden Gegner im europäischen 3x3-Basketball zugelost. Die Top-2 jeder Gruppe kommen ins Viertelfinale, die Finalisten des Turniers lösen das EM-Ticket. Zwei Tage nach der Viertelfinal-Niederlage gegen Amsterdam in Wien setzt Interimscoach Matthias Linortner wieder auf jenen Kader, der kürzlich in Polen den siebenten WM-Platz eroberte. "Wir rotieren, um einerseits das Verletzungsrisiko zu minimieren, vor allem aber, um bei jedem Turnier genügend Energie im Tank zu haben", so der Oberösterreicher. In Vergleich zum Heimturnier ersetzt Nico Kaltenbrunner seinen Bruder Steven Kaltenbrunner. Fabio Söhnel spielt statt Legionär Stefan Stojacic, der nur für das Team Vienna spielberechtigt ist. "Klares Ziel ist es, eines der beiden EM-Tickets zu holen. Auf dem Papier sind wir Favoriten, aber wir nehmen jeden Gegner zu einhundert Prozent ernst", so der Coach, der dem Turnier "höchste Priorität" einräumt.