WU18-Nationalteam will bei EM in Rumänien mit Defense überzeugen Im vergangenen Jahr verlief die Europameisterschaft in Litauen nicht nach Wunsch. Erst im abschließenden Spiel gelang mit einem deutlichen 90:48-Erfolg über Norwegen der erste Sieg, womit Österreich das Turnier auf Rang 19 beendete. Ein Jahr später hoffen die jungen Österreicherinnen nun auf ein besseres Abschneiden.  Die Vorbereitung stimmt jedenfalls optimistisch. Gegen Gruppengegner Luxemburg feierte Österreich zuletzt zwei Testspielsiege (68:56 und 73:61). Zwar setzte es im Rahmen der Vorbereitung auch zwei Niederlagen gegen A-Division-Teilnehmer Kroatien (43:50 und 36:56), die Intensität in diesen Spielen dürfte der rot-weiß-roten Auswahl in Hinblick auf die EM aber noch zu Gute kommen. „Die Vorbereitung ist insgesamt gut verlaufen, vor allem wenn man bedenkt, dass uns als Nationalteam nur eine begrenzte gemeinsame Vorbereitungszeit zur Verfügung steht. Wir haben versucht, die gemeinsame Zeit bestmöglich zu nutzen und uns von Lehrgang zu Lehrgang sowie von Spiel zu Spiel weiterzuentwickeln“, sagt Assistant Coach Dan Centeno. Besonders die beiden Kroatien-Spiele hätten gezeigt, dass die Mannschaft defensiv bereits auf einem guten Weg sei. Gegen Luxemburg sei anschließend auch offensiv eine klare Entwicklung erkennbar gewesen. „Vor allem unser Umschaltspiel hat sich verbessert und wir konnten unsere Chancen besser nutzen.“ Defensive als Fundament Mit Blick auf die Europameisterschaft sieht Centeno die größte Stärke seiner Mannschaft in der Verteidigung: „Insgesamt haben wir das Gefühl, defensiv gut auf die Europameisterschaft vorbereitet zu sein. Offensiv müssen wir vor allem an unserer Chancenverwertung weiterarbeiten und unsere Möglichkeiten konsequenter nutzen. Unser Anspruch ist aber ohnehin, uns während des Turniers von Spiel zu Spiel weiterzuentwickeln und als Mannschaft weiter zu wachsen.“ Ein weiterer Pluspunkt sei die Stimmung innerhalb des Teams. „Die Mädels verstehen sich gut und wir arbeiten ganz bewusst daran, einen starken Zusammenhalt und eine gemeinsame Teamidentität aufzubauen.“ Anspruchsvolle Gruppe Mit den Erfolgen gegen Luxemburg im Rücken geht Österreich selbstbewusst in die Gruppenphase. Neben dem Vorbereitungsgegner warten mit Litauen, Estland und Irland drei weitere anspruchsvolle Aufgaben. Den Auftakt macht Estland (Freitag, 15 Uhr MESZ). Vor allem Litauen zählt zu den Favoriten der Gruppe. Mit der erst 16-jährigen Gabija Galvanauskaite verfügt das Team über eine der großen europäischen Nachwuchshoffnungen. Die 1,94 Meter große Forward-Spielerin sammelte bereits Einsatzminuten in der Qualifikation zur FIBA Women's EuroBasket und wird von der FIBA als eine der Top-Spielerinnen des Turniers geführt. Auch Estland und Irland reisen mit viel Qualität nach Rumänien. Estlands Guard Laura Grunmann kam bereits für die A-Nationalmannschaft zum Einsatz, während Irlands Laura Buckley nach starken Leistungen im Nachwuchs zuletzt zur irischen Spielerin des Jahres gewählt wurde. Für Österreich liegt der Fokus dennoch auf der eigenen Entwicklung. „Wir wollen unsere defensive Identität auf das Feld bringen, mit hoher Energie spielen und offensiv unsere Chancen konsequent nutzen. Wir wollen als Team auftreten, füreinander spielen und unabhängig vom Gegner in jedem Spiel den nächsten Schritt machen“, betont Centeno. Österreichs Kader: Maria Brunner (Basket Flames), Hanna Zimmermann (Bender Baskets Grünberg/Deutschland), Gloria Kittinger (DBB Wels), Emma Kress (UBBC Herzogenburg/Vienna United), Agnes Kunert (Vienna Timberwolves), Sophie Kunert (Vienna Timberwolves), Sophia Kuranovic (DBB Wels), Lara Mayr (Vasas Basket/Ungarn), Princess Samanzi (St. Margaret’s School/USA), Linda Sammer (UBBC Herzogenburg/Vienna United), Alice Schiavinato (KOS Celovec), Penda Sutterlüty-Fall (Basket Flames) Alle Infos zum Turnier