Im Westen viel Neues: Wie die Peartrees den Vorarlberger Basketball aufmischen „Eigentlich wollten wir nur eine Hobbytruppe zusammenstellen und schauen, was passiert“, erinnert sich Vereinspräsident Timur Bas an die Anfänge. Schnell wurde den Gründern jedoch klar, dass nachhaltiger Vereinsaufbau nur über den Nachwuchs funktionieren kann. Aus einer U10 wurden innerhalb kurzer Zeit eine U12, eine U14 und ein Damenteam. Das Wachstum kam selbst für den Verein überraschend. „Wir haben uns das so nicht vorgestellt. Entsprechend war auch deutlich mehr Arbeit notwendig als ursprünglich geplant.“ Besonders stolz macht Bas der Zusammenhalt innerhalb des Vereins. Gleichzeitig spüre man große Unterstützung aus der Stadt. „Wir wollen Basketball noch beliebter machen und den Menschen zeigen, wie viel Gemeinschaft dieser Sport vermitteln kann.“ Back-to-Back-Titel zum Auftakt Sportlich können sich die ersten beiden Jahre ebenfalls sehen lassen. Die Peartrees sicherten sich zum zweiten Mal in Folge den Titel in der Westliga. Erfolge, die auch den Nachwuchs motivieren: „Wir bekommen unglaublich viele Anfragen – von jungen Spielerinnen und Spielern genauso wie von Erwachsenen, die einfach wieder Basketball spielen wollen. Das zeigt, dass es viele Menschen gibt, die Interesse an unserem Sport haben.“ Langfristig soll deshalb auch der Schritt in den österreichweiten Spielbetrieb folgen. „Wenn man Spieler halten und dem Nachwuchs Perspektiven bieten will, muss man irgendwann den nächsten Schritt machen“, sagt Bas. 3x3 im Herzen Dornbirns Bereits zum zweiten Mal bringen die Peartress kommendes Wochenende einen Stopp der 3x3 Tour Austria mitten auf den Dornbirner Marktplatz. Die sogenannte „Markt Madness“ wird heuer noch größer als im Vorjahr.  „Wir haben vergangenes Jahr unglaublich positives Feedback bekommen. Die Leute mögen es, wenn mitten in der Stadt etwas Neues entsteht.“ Als Vorbild sieht Bas die traditionsreiche Wolfurt Beach Trophy im Volleyball. „Ich wünsche mir, dass Markt Madness für Basketball das wird, was die Beach Trophy für Volleyball ist – ein Fixpunkt im Vorarlberger Sportsommer.“ Mit Musik, urbanem Ambiente und Basketball auf internationalem Niveau soll der Sport Menschen erreichen, die bisher kaum Berührungspunkte damit hatten. Erstes Stadtderby der Geschichte Als ehemaliger Superligaspieler kennt Bas den österreichischen Basketball bestens. Aus seiner Sicht verfügt Vorarlberg über engagierte Vereine, kämpft aber mit strukturellen Nachteilen. Lange Reisewege, fehlende Hallenkapazitäten und eine vergleichsweise kleine Basketballszene erschweren die Entwicklung. Der Rückzug der Dornbirn Lions aus der Basketball Zweiten Liga beendet zudem nach rund drei Jahrzehnten ein bedeutendes Kapitel des Vorarlberger Basketballs. Für die Peartrees verändert sich der eingeschlagene Weg dadurch allerdings kaum: „Kurzfristig ist die Zweite Liga für uns kein Thema. Zuerst wollen wir ein stabiles Fundament schaffen,“ erklärt Bas. Basketball auf hohem Niveau bringt die neue Saison dennoch. Im Basketball Austria Cup kommt es Ende September zum ersten offiziellen Dornbirner Stadtderby zwischen den Peartrees und den Lions. Ein Duell, das wohl viele Fans – und wohl auch das eine oder andere neue Talent – in die Halle locken wird.