WU16: Österreicherinnen wollen bei der EM ins Halbfinale Die diesjährige B-EM wird in einem ungewöhnlichen Format ausgetragen. Insgesamt 22 Nationen spielen aufgeteilt auf drei Turniere in Ioannina (Griechenland), Piestany (Slowakei) und Bertrange (Luxemburg). Österreich ist dabei einem Sechserfeld in Luxemburg zugeteilt. Dort treffen in Gruppe C Österreich, die Ukraine und Finnland aufeinander, während Gruppe D aus den Niederlanden, Gastgeber Luxemburg und Portugal besteht. Nach der Gruppenphase folgen die Kreuzspiele. Nur der Sieger des Turniers in Luxemburg sichert sich den Aufstieg in die Division A. Für Rot-Weiß-Rot geht es am Montag (16:00 Uhr) gegen die Ukraine los, am Mittwoch (16:00 Uhr) folgt das zweite Gruppenspiel gegen Finnland. Steigerung während der Vorbereitung Hinter der Kuranovic-Auswahl liegen intensive Wochen. Ganz nach Wunsch verlief die Vorbereitung allerdings nicht. „Die Vorbereitung war etwas zu kurz für alles, was wir uns vorgenommen hatten. Dazu kamen einige Verletzungen, sodass wir in den letzten beiden Camps nicht mit allen Spielerinnen trainieren konnten. Trotzdem haben wir das Beste daraus gemacht“, bilanziert der Head Coach. Die ersten beiden Testspiele gegen A-Division-Nation Kroatien gingen mit 51:69 und 49:87 verloren. In beiden Begegnungen zeigte Österreich allerdings auch, dass es phasenweise mit einem Gegner dieses Kalibers mithalten kann. Im ersten Duell entschied Rot-Weiß-Rot etwa das Reboundduell für sich, im zweiten erwischten die Österreicherinnen einen starken Start. Gleichzeitig zeigten die Partien deutlich, wo noch Verbesserungspotenzial besteht. Vor allem die hohe Zahl an Ballverlusten machte es schwierig, über die volle Spielzeit mit der kroatischen Intensität mitzuhalten. „Die Testspiele gegen Kroatien kamen für uns leider etwas zu früh“, ordnet Kuranovic die beiden Niederlagen ein. Sieg gegen Deutschland gibt Selbstvertrauen Dass die Entwicklung danach in die richtige Richtung ging, zeigte der abschließende Lehrgang mit zwei Testspielen gegen Deutschlands U15-Auswahl. Nach einer 61:75-Niederlage im ersten Vergleich gelang Österreich im zweiten Spiel ein überzeugender 67:52-Erfolg. Vor allem ein starkes zweites Viertel (23:9) legte dabei den Grundstein für den Sieg. „Gegen die deutsche U15 lief es deutlich besser, und eines der beiden Spiele konnten wir sogar gewinnen. Das hat uns zusätzliche Motivation gegeben“, so Kuranovic. Mit diesem Erfolgserlebnis im Rücken geht es nun nach Luxemburg. Einfach wird die Aufgabe dort nicht. Sowohl die Ukraine als auch Finnland sind laut Kuranovic physisch stark: „Die EM wird nicht einfach, denn die Gruppe mit der Ukraine und Finnland ist sehr stark. Wir haben beide Gegner bereits gesehen und wissen, dass wir körperlich unterlegen sind.“ Verstecken will sich die Mannschaft deshalb aber keineswegs. „Trotzdem wollen wir ins Halbfinale. Dafür müssen wir uns vor allem beim Rebounding und bei der Ballbewegung in der Offensive im Vergleich zu den Testspielen steigern.“ Diese Österreicherinnen sind am Start Im österreichischen Aufgebot stehen Joan Iziengbuwa Oriakhi, Tijana Dordevic, Divine Chinedu, Julia Sina McCarthy, Lorena Petrusic, Emilia Winkler, Hana Hadzajlija, Jana Mayr, Anika Hofer, Jessica Pena Huertas, Mia Reindl und Paula Havlicek. Head Coach ist Damir Kuranovic, als Assistant Coach fungiert Adel Fuzy-Antolovics. WU16 EuroBasket Division B, Bertrange – Gruppe C Montag, 17. August, 16:00 Uhr: Österreich – Ukraine Mittwoch, 19. August, 16:00 Uhr: Österreich – Finnland Danach geht es für die Österreicherinnen in die Kreuz- und Platzierungsspiele. Der Turniersieger von Bertrange darf sich nicht nur über den Titel freuen, sondern auch über den Aufstieg in die Division A.