Basketball-Nationalteam unterliegt Nordmazedonien Vor Spielbeginn wurde es emotional, als Enis Murati, ehemaliger MVP und vierfacher Meister der win2day BSL und mit fünf großen Titeln erfolgreichster heimischer 3x3-Spieler aller Zeiten, in die "Basketball-Pension" verabschiedet wurde. Die Nordmazedonier hatten jedoch keine Gastgeschenke nach Wien mitgebracht und setzten die ÖBV-Auswahl von Beginn an mit enger Defense und hohem Tempo unter Druck. In den Anfangsminuten konnten die Österreicher, angeführt vom angeschlagenen Kapitän Bogic Vujosevic, noch mithalten. Doch dann zogen sich die Mazedonier bis zur ersten Viertelpause mit guter Trefferquote auf 30:14 davon. Im zweiten Spielabschnitt agierte das rot-weiß-rote Team defensiv aggressiver und verbuchte einige Stopps. Näher als bis auf 15 Punkte kamen die Mannen von Aramis Naglic auch aufgrund zu schwacher Wurfausbeute aber nicht heran. Zur Pause stand es 30:49. Ohne viele Leistungsträger wie Jakob Pöltl, Luka Brajkovic, Sebastian Käferle oder Marvin Ogunsipe oder den zurückgetretenen ehemaligen Top-Scorer Sylven Landesberg, bekamen vor allem die jungen heimischen Talente Spielzeit. Florian Köppel, Nordin Kapic und Timo Lanmüller waren mit je neun Zählern beste Werfer der Österreicher. Die Niederlage nahm dann erst gegen Ende des vierten Viertels hohe Ausmaße an. In den Schlussminuten legten die Mazedonier noch einmal einen Zahn zu und jubelten mit den zahlreichen Fans anschließend über einen 91:59-Sieg. "Nordmazedonien ist ein sehr starkes Team mit unglaublicher individueller Stärke. Mit ihrer Physis und Erfahrung konnten wir nicht umgehen. Wir konnten kaum unsere Plays laufen und keine Struktur ins Spiel bringen. Wir sind ein junges Team, müssen aber dennoch mehr Energie aufs Feld bringen", gab sich Erol Ersek selbstkritisch. Head Coach Aramis Naglic: "Natürlich sieht es nicht gut aus, so hoch zu verlieren, aber aufgrund des dezimierten Kaders haben wir heute den jungen Spielern viel Spielzeit gegeben. Sie können zwar auf diesem Level noch nicht bestehen, sind aber die Zukunft des Basketball-Nationalteams."