3x3: "Befreiungsschlag" für Team Vienna – Turniersieg in Südkorea bringt Masters-Ticket Nach dem zweiten Platz in der Gruppenphase bekam es das Team Vienna schon im Viertelfinale mit den Weltranglisten-Ersten aus Ub zu tun. Doch die Wiener legten gut los und erspielten sich schnell eine komfortable 9:2-Führung. Auch als die Serben mit einem 7:0-Run auf 9:9 herankamen, blieben die Österreicher cool und entschieden ihrerseits mit einem 12:4-Lauf die Partie (21:13). Nun fehlte den Wienern nur noch ein Sieg zum Erreichen des Top-3-Platzes und damit zur Qualifikation für das Masters in Macau. Gegner war ausgerechnet Cibona. Die Kroaten erwiesen sich in dieser Saison als harter Brocken für das Team Vienna und hatten im Head-to-Head die Nase vorne. Aber diesmal waren Nico Kaltenbrunner, Quincy Diggs, Toni Blazan und Matthias Linortner, der sein Comeback auf Profi-Ebene gab, nicht zu stoppen. Angeführt von Top-Scorer Blazan (7) stürmte das ÖBV-Team zu einem 20:14-Sieg und damit direkt ins Endspiel. Dort wartete mit Cotai (Macau) eine große Unbekannte. Die Asiaten hatten sich mit Siegen über Utsunomiya und Taipei ins Finale gespielt und forderten auch die Favoriten aus Wien ordentlich. Zwar hatten MVP Quincy Diggs und seine Teamkollegen immer die Nase vorne, allerdings stemmte sich vor allem Stanislav Sharov, der unglaubliche 16 Punkte erzielte, gegen die Niederlage. Am Ende verwandelte Nico Kaltenbrunner beim Stand von 20:20 einen schwierigen Wurf und ließ Vienna über den ersten Saisonsieg jubeln. "Endlich ist das Ding da. Wir haben so lange auf diesen Turniersieg warten müssen. Es fühlt sich an, wie ein Befreiungsschlag", so Kaltenbrunner. "Wir haben mit viel Energie gespielt, als Mannschaft agiert und gut verteidigt. Ich bin extrem stolz auf die Burschen, wir haben viel durchgemacht. Wir haben immer an uns geglaubt. Der Sieg wird immer einen besonderen Platz in unserem Herzen haben", unterstrich der St. Pöltner. Mit dem Turniersieg machten die Österreicher, die auf ihrer Asienreise vom "Olympic Solidarity"-Programm und dem Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) unterstützt werden, einen wichtigen Schritt in die richtige Richtung. "Ich hoffe, wir können noch eine Schippe drauflegen. Wir müssen bei den beiden Masters, die wir fix in der Tasche haben, gut performen, dann ist die Final-Teilnahme möglich", rechnet Kaltenbrunner vor. Schon am kommenden Wochenende tritt das ÖBV-Quartett in Deqing (CHN) an, das Turnier in Macau steigt am 17. und 18. Oktober). Außerdem soll beim Challenger in Madrid auch noch die Qualifikation für das Masters in Manama gelingen. Die besten zehn Teams der Saison spielen im Dezember in Rio de Janeiro um den World-Tour-Titel. Vienna liegt aktuell auf Rang elf.