Vienna mit nächstem Top-Resultat auf 3x3 World Tour Am Samstag startete Vienna mit einer 13:21-Niederlage gegen Ub (Serbien) ins Turnier. Die Gruppenphase überstanden die Österreicher aber dennoch souverän. Das 22:14 gegen die Gastgeber aus Deqing (China) fixierte das Viertelfinal-Duell mit Amsterdam. Dass Nico Kaltenbrunner, Quincy Diggs, Matthias Linortner und Toni Blazan gegen die Niederländer in dieser Saison noch sieglos waren, war dann am Sonntag nicht zu erkennen. Das ÖBV-Quartett erspielte sich nach etwa fünf Minuten einen komfortablen Vorsprung. Vier Minuten vor Schluss stand es 16:10 für Vienna. Amsterdam kam, angeführt von Bryan Alberts (9 Punkte), der vier Distanzwürfe verwandelte zwar auf 16:18 heran, die Österreicher ließen sich die Butter jedoch nicht mehr vom Brot nehmen. Top-Scorer Nico Kaltenbrunner (12) verwandelte schlussendlich einen spektakulären Distanzwurf in Bedrängnis und aus der Drehung zum verdienten 21:16. Der St. Pöltner verbuchte acht Treffer aus neun Feldwurfversuchen (3/4 Zweier) und avancierte nicht nur dank seines entscheidenden Wurfes zum Man of the Match. Zwischen Wien und dem ersten Masters-Finale der Saison stand dann nur noch Antwerpen. Gegen die Belgier hatten die Österreicher aber dann klar mit 10:21 das Nachsehen. "Das Spiel gegen Amsterdam hat uns alles abverlangt, gegen Antwerpen hatten wir dann nicht mehr viel im Tank", gab Kaltenbrunner zu Protokoll. "Dennoch können wir mit den vergangenen zwei Wochen sehr zufrieden sein. Wenn uns jemand im Vorfeld gesagt hätte, dass wir ein Challenger gewinnen und beim Masters ins Semifinale kommen, hätten wir das genommen, auch wenn heute noch mehr drinnen gewesen wäre." Enges Rennen um Top-10 Mit Platz vier egalisierten die Mannen des Team Vienna ihr bislang erfolgreichstes Resultat auf höchster 3x3-Ebene. Auch beim Masters in Lausanne vor etwa einem Monat gab es am Ende Rang vier. Das Rennen um die Top-10-Plätze, die gleichbedeutend mit der Qualifikation für das World-Tour-Finale in Rio de Janeiro (12. bis 13. Dezember) sind, spitzt sich zu. Vienna (248/12.) liegt in der Tabelle nur noch fünf Punkte hinter Shanghai (253/11.) und sechs hinter Toulouse (254/10.). Auch Raudondvaris (260/9.) ist noch in Reichweite. Der Trip nach Asien, der vom "Olympic Solidarity"-Programm und dem Österreichischen Olympischen Comité (ÖOC) unterstützt wurde, brachte neben guten Turnierergebnissen auch intensive Trainingseinheiten und neue Erkenntnisse. "Wenn wir die Dinge, die wir in den vergangenen Wochen erarbeitet haben, weiter vertiefen, dann können wir einen Push in Richtung World-Tour-Finale machen", so Kaltenbrunner. Das nächste Masters mit Vienna-Beteiligung findet am 17. und 18. Oktober in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macau statt.