Neue Gesichter, neuer Modus: Die B2L startet in die Saison 2026/27 Eigentlich hatten die ASKÖ Radenthein Garnets den Aufstieg in der Relegation verpasst. Nach dem Rückzug der Dornbirn Lions wurde im Westen allerdings ein Platz frei und die Kärntner erhielten die B2L-Lizenz. Für das junge Team um Coach Patrick Biedermann ist es die Rückkehr in die zweithöchste Spielklasse. Mit Matic Plut, Martin Bajc und Tim Lotric gibt es auch slowenische Verstärkung. Den ersten Härtetest verlor Radenthein am vergangenen Wochenende gegen BBU Salzburg mit 89:106. Am Sonntag beginnt das „Projekt Rückkehr“ bei den SWARCO Raiders Tirol dann mit einem Bewerbsspiel.  Auch die Innsbrucker starten mit einer wesentlichen Neuerung: Daniel Diaz übernimmt als Headcoach, der bisherige Trainer Amir Medinov rückt aus beruflichen Gründen in die Rolle des Assistenten. Der Kader rund um die heimischen Talente blieb weitgehend zusammen und wird vom Belgier Alan Kikwaki und dem 21-jährigen Spanier David Acosta verstärkt. "Eine der Identitäten, die wir entwickeln wollen, ist, das Team mit der größten Arbeitsmoral in der Liga zu werden. Dabei legen wir einen enormen Fokus auf die Qualität unserer täglichen Arbeit. Genau das wird es uns ermöglichen, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln, uns an einen neuen Spielstil anzupassen und eine defensive Identität aufzubauen, die von Aggressivität geprägt ist und darauf abzielt, bereits in den ersten Sekunden jedes Possession Einfluss auf das Spiel zu nehmen", erklärt Diaz. Der Osten gibt den Ton an Mit den Union Deutsch Wagram Alligators kommt der Titelverteidiger aus der Eastern Conference. Der Meisterkader blieb weitgehend erhalten und bekam mit Jakob Wonisch zusätzliche Qualität. Der Neuzugang lieferte beim 78:74-Cupsieg gegen Vienna United mit zehn Punkten und vier Assists gleich einen gelungenen Einstand. Hinter den Kulissen kehrte mit Lukas Hofer zudem ein alter Bekannter als neuer Sportdirektor zurück. Auch die Mistelbach Mustangs zählen nach dem Finaleinzug in der Vorsaison wieder zu den favorisierten Teams. Die erfahrene Achse um Jan Kozina, Ian Moschik, Zdenek Nehyba und Jakub Jokl blieb bestehen, dahinter sollen bewusst junge Spieler mehr Verantwortung bekommen. „Semifinale, Finale – in diese Richtung soll es natürlich gehen“, gibt Headcoach Martin Weissenböck die Marschroute vor. Talentschmieden müssen nachlegen Bei den Vienna Timberwolves hinterließ der Sommer dagegen Lücken. Mit Paul Kircher, Tyron Unger und Cornelius Stubenvoll zog es gleich drei Nachwuchsspieler in die USA. Kircher war mit 11,1 Punkten und 7,76 Rebounds sogar Topscorer des B2L-Teams. Auch Vienna United setzt weiter auf die Entwicklung: Mathias Mailath-Pokorny wagte etwa den Schritt in die win2day Basketball Superliga nach Traiskirchen. Wie konkurrenzfähig United dennoch ist, zeigte bereits die knappe Cupniederlage gegen Meister Deutsch-Wagram. Die Traiskirchen Lions NexGen bleiben ihrem Auftrag ebenfalls treu. Paulius Barkus geht in seine fünfte Saison in Traiskirchen und soll die B2L-Mannschaft weiterhin als Sprungbrett Richtung Superliga etablieren. Entwicklung und Erfolg schließen sich dabei laut dem Litauer nicht aus. Salzburg baut um, Güssing setzt auf Erfahrung Nach einer enttäuschenden Vorsaison beginnt bei BBU Salzburg eine neue Ära. Der international erfahrene Slowene Ranko Mandic übernahm als Headcoach, Simon Kovacic assistiert. Der Kader wurde verjüngt, verlor allerdings auch Kapitän Marko Rakic; mit Petar Nemcec und dem erst 17-jährigen Jakov Banašević kamen zuletzt noch zwei Verstärkungen. Mittelfristig bleibt auch die höchste Spielklasse ein Thema. Die Güssing Blackbirds setzen derweil auf zwei Rückkehrer aus der BSL. Jan Schott kommt nach seiner Saison in Fürstenfeld zurück und bringt 9,5 Punkte sowie fünf Rebounds pro Spiel aus der höchsten Spielklasse mit. Magdy Abou-Ahmed wechselt vom Kooperationspartner Oberwart nach Güssing und soll das junge Team als Point Guard führen. Ray hängt noch ein Jahr dran Bei den Wörthersee Piraten bleibt der bewährte Kern um den dreifachen MVP Shawn Ray, Marcus Holyfield und Lukas Simoner zusammen. Mit Jerry Heine kehrt zudem ein bekannter Spielmacher zurück, Benedict Gürtl verstärkt den Frontcourt. Die Piraten wollen damit erneut vorne mitmischen. Stadtrivale KOŠ Celovec hat stärker umgebaut, den heimischen Kern aber gehalten. Nejc Martinčič, Žiga Žepič und Damjan Stanišić sollen gemeinsam mit Spielern aus dem eigenen Nachwuchs dafür sorgen, dass es nach mehreren verpassten Teilnahmen diesmal mit der Postseason klappt. Neuer Weg in die Play-offs Dorthin führt 2026/27 ein leicht veränderter Weg. Wegen der sieben Teams im Westen und acht im Osten qualifizieren sich nur noch die Top zwei jeder Conference automatisch für das Viertelfinale. Die übrigen vier Plätze werden anhand des Gesamtrecords vergeben. Theoretisch könnten damit bis zu sechs Mannschaften einer Conference die Postseason erreichen. Los geht es am Samstag, 3. Oktober, mit fünf Partien, darunter Mistelbach gegen Vienna United und Deutsch-Wagram gegen die Timberwolves. Am Sonntag folgen Future Team Steiermark gegen KOŠ Celovec sowie das Newcomer-Duell der Runde zwischen den Raiders Tirol und Radenthein. Güssing ist zum Auftakt spielfrei.