Q&A mit Eisenstadt Dragonz-Guard Lukas Hahn Lukas, nach deiner Verletzungspause hast du am vergangenen Wochenende endlich dein Comeback gefeiert. Wie gut hat es sich angefühlt, wieder auf dem Parkett zu stehen? Ich bin sehr froh, wieder am Feld zu stehen. Nach einer sechswöchigen Verletzungspause bin ich wieder sehr happy, dass ich aktiv mitmachen kann – und dem Team, so gut wie es geht, helfen kann. Mir ist auch klar, dass es ein Prozess ist, in die Mannschaft hinein und meinen Rhythmus zu finden.  Vor allem im zweiten Spiel gegen Gmunden hast du mit 16 Punkten und vier Assists gleich ordentlich aufgezeigt. Warst du selbst überrascht, dass es schon wieder so gut läuft? Es hat mich natürlich sehr gefreut, dass ich gleich im zweiten Spiel so eine gute Partie abliefern konnte. Der Fokus liegt aber nicht darauf, dass ich meine Statistiken vorweise – es ist ein „step-by-step“-Prozess, um wieder auf meine Minuten zu kommen, meinen Rhythmus zu finden und der Mannschaft bestmöglich zu helfen.  Du hast den starken Saisonstart deiner Mannschaft von außen verfolgen müssen. Wie hast du die Leistungen deiner Teamkollegen erlebt und was zeichnet die Dragonz heuer besonders aus? Als ambitionierter Sportler ist es natürlich sehr hart, wenn man der Mannschaft nicht aktiv helfen kann. Ich habe versucht, so viel wie möglich von der Seitenlinie aus einzubringen. Ich bin sehr stolz auf unsere Mannschaft, sie hat sehr viel Kampfgeist gezeigt und hat sich auch mit drei Siegen belohnt. Uns zeichnet die „Next Man Up“-Mentalität aus – da muss man das Derby gegen Oberwart als Beispiel heranziehen: mit Austen Awosika und mir haben zwei Spieler gefehlt und die Teamkollegen – allen voran Jakob Szkutta, der der einzige „Ballhandler“ war – haben Führungsqualitäten gezeigt. Unser Ehrgeiz, jedes Spiel gewinnen zu wollen wird uns noch weit bringen.  Nach drei Siegen zum Auftakt gab es zuletzt drei Niederlagen in Serie. Was hat in diesen Spielen gefehlt und wo müsst ihr wieder ansetzen? Es ist sehr frustrierend, zu verlieren. Wir waren knapp dran. Gegen Kapfenberg, früh in der Saison, das war das einzige Spiel, wo ich sage, das war eindeutig. Die anderen beiden Spiele haben wir einfach von uns aus verloren, weil wir zu viele Fehler gemacht haben und unsere Wurfquoten zu schlecht waren, um dann auch Siege zu feiern. Wir haben uns jeweils ein zu großes Loch gegraben, das kannst du dann im weiteren Verlauf eines Spiels gegen Top-Teams, wie eben Traiskirchen und Gmunden, nicht mehr kompensieren. Das darf uns nicht mehr passieren.   Mit drei Siegen und drei Niederlagen liegt ihr aktuell auf Tabellenplatz fünf. Was ist mit dieser Mannschaft in der laufenden Saison möglich? Es ist alles möglich. Wir hätten, gegen Traiskirchen und Gmunden, auch als Sieger vom Parkett gehen können. Wir haben noch so viel Luft nach oben: einerseits, weil ich jetzt erst zurück bin und andererseits, weil wir so einen guten Mix an Spielern haben, die die entscheidende Winning-Mentality und den Spaß haben. Es ist sehr besonders, Teil dieser Mannschaft zu sein – das kann uns weit bringen.  Am Wochenende geht es auswärts gegen Wels, das nach einem schwierigen Saisonstart zuletzt zwei Siege in Serie gefeiert hat. Was erwartest du von dieser Begegnung und worauf wird es ankommen? Auch wenn Wels einen verhaltenen Saisonstart hatte, sind die Flyers ein sehr unangenehmer Gegner. Wir wissen alle, was sie auszeichnet: sie spielen sehr hart, mit hoher Intensität – da müssen wir so gut es geht dagegenhalten. Wir müssen unsere eigenen Fehler minimieren, als Team zusammenbleiben und den Game-Plan so gut wie möglich über 40 Minuten umsetzen.