Knapp 200 neue Referees durch Ausbildungsoffensive „Call our Game“ Insgesamt 229 Personen meldeten sich für die beiden Kurse an, die von Juni bis September beziehungsweise von September bis November durchgeführt wurden. 179 Teilnehmer:innen schlossen die Ausbildung erfolgreich ab. Exakt 100 davon absolvierten den Kurs als reine:r Schiedsrichter-Kandidat:in, weitere 79 im Rahmen ihrer Trainerausbildung. Letztere können jedoch insbesondere bei Spielen im Turnierformat (Mini- und U14-Bereich) einen wichtigen Beitrag zur Abdeckung des Spielbetriebs leisten. Gemessen an den 351 lizenzierten Referees der vergangenen Saison bedeuten die 100 neuen Schiedsrichter:innen – also ohne jene der Trainer:innenausbildung – ein Wachstum von knapp 30 Prozent.   Flexibles Ausbildungskonzept trägt Früchte Die Neustrukturierung der Ausbildung, die zuvor in der Verantwortung der Landesverbände lag, wurde bereits in der vergangenen Saison eingeleitet. Ziel war es, die Lehrinhalte zu vereinheitlichen und den Einstieg ins Schiedsrichterwesen niederschwelliger zu gestalten. Das neue Ausbildungskonzept setzt deshalb auf eine Kombination aus flexibel absolvierbaren Online-Elementen und gezielten Praxiseinheiten. Gleichzeitig wird auf die unterschiedlichen Vorkenntnisse der Teilnehmer:innen (Spieler:in, Trainer:in, Person mit kaum bis gar keinen Basketball-Berührungspunkten) Rücksicht genommen.   „Unser neues Konzept ist fürs Erste natürlich sehr erfolgreich. Wir versuchen, die Ausbildung möglichst individuell zu gestalten und auf die unterschiedlichen Voraussetzungen unserer Kandidatinnen und Kandidaten einzugehen. Durch laufendes Feedback und Monitoring können wir unser Angebot kontinuierlich optimieren. Die bisherigen Zahlen zeigen, dass dieser Weg Früchte trägt“, sagt Christoph Rohacky, Vizepräsident und Head of Officiating bei Basketball Austria.   FIBA lobt Entwicklung in Österreich Auch international findet die Entwicklung des österreichischen Schiedsrichterwesens laufend Anerkennung. Rohacky berichtete, dass die FIBA Österreich innerhalb ihres Programms „Small Countries Officiating Development“ (SCOD) als jenes Land hervorgehoben habe, das in den vergangenen Jahren die größten Fortschritte erzielt habe. Das österreichische Ausbildungskonzept wurde vom Weltverband zudem als Best-Practice-Beispiel für andere Nationen herangezogen.   Neben der Absicherung des Breitensports soll die Ausbildungsoffensive langfristig auch die Qualität an der Spitze stärken. Aktuell verfügt Österreich über sechs FIBA-Schiedsrichter:innen. Für die nächste Lizenzperiode von 2027 bis 2029 besteht die Aussicht auf zusätzliche internationale Plätze.   „Die Anerkennung durch die FIBA ist eine großartige Bestätigung unserer Arbeit. Gleichzeitig sind die bisherigen Erfolge für uns ein Auftrag, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen. Wir wollen ein nachhaltiges und gesundes System entwickeln, das einerseits den stetig wachsenden Spielbetrieb in den Landesverbänden absichert und andererseits genügend qualifizierte Schiedsrichterinnen und Schiedsrichter hervorbringt, die wir bis in die win2day Basketball Superligen und auf internationales Niveau entwickeln können. Entscheidend wird dabei sein, die neuen Referees auch langfristig zu begleiten und zu fördern“, so Rohacky.