Die Wurzeln des Vereins reichen bis ins Jahr 2005 zurück. Damals gründeten einige langjährige Gunners-Fans rund um Mühl und Artner den Verein zunächst, um die österreichische Basketball-Fankultur zu fördern und gemeinsam an Fanturnieren teilzunehmen. Schon bald war aber allen Beteiligten klar, da geht noch mehr:
„Unser Ziel war es, Kindern in unserer Heimatgemeinde Basketball näherzubringen, ohne dass sie dafür nach Oberwart fahren müssen“, erinnert sich Mühl. Mit einem Schulprojekt an der UNESCO-Volksschule Stadtschlaining begann 2012 schließlich jene Nachwuchsarbeit, die den Verein bis heute prägt.
Basketball zu den Kindern bringen
Dass aus den ersten sechs Kindern mittlerweile mehr als 130 geworden sind, überrascht selbst die Gründer. „Ganz ehrlich: Nein“, sagt Artner auf die Frage, ob diese Entwicklung absehbar gewesen sei.
Der Verein setzt bewusst auf einen niederschwelligen Einstieg. Bereits Kinder ab vier Jahren werden spielerisch an Basketball und Bewegung herangeführt. Gleichzeitig entstand rund um den Verein ein immer größeres Netzwerk aus ehemaligen Spielern, Trainern und ehrenamtlichen Helfern.

„Wir möchten Basketball direkt zu den Kindern bringen und nicht darauf warten, dass die Kinder zum Basketball kommen“, beschreibt Mühl die Philosophie.
Der Erfolg gibt dem Konzept recht. Nach den ersten Mini-Trainings folgten Meisterschaftsteams, Landesmeistertitel und Einladungen zu nationalen sowie internationalen Turnieren. Heute betreut GETSGO sieben Mannschaften vom Mini-Basketball bis zur U14.
Kooperation statt Konkurrenz
Obwohl Stadtschlaining nur wenige Kilometer von Oberwart entfernt liegt, sehen die Verantwortlichen ihren Verein nicht als Konkurrenz zu den Unger Steel Gunners – ganz im Gegenteil: „Wenn wir in der Region noch mehr Kinder für Basketball begeistern wollen, braucht es in Wahrheit noch mehr Satellitenvereine wie GETSGO“, erklärt Artner.
Die Kooperation mit dem Superligisten wird deshalb kontinuierlich ausgebaut. Nachwuchsspieler sammeln bereits Erfahrungen im Gunners-System, gemeinsame Trainings und Turniere gehören mittlerweile zum Alltag. „Für uns spielt es keine Rolle, ob auf dem Dress GETSGO oder GUNNERS steht. Entscheidend ist, dass die Kinder möglichst viele Spielminuten sammeln und sich bestmöglich entwickeln.“
Mädchenbasketball im Aufschwung
Besonders stolz ist der Verein auf die Entwicklung im Mädchenbasketball. Rund 45 Prozent des Vereinsnachwuchses sind mittlerweile Mädchen. Ebenso besteht etwa die Hälfte des Trainerteams und der Vereinsvorstände aus Frauen.

Da es im Burgenland derzeit keine Mädchenmeisterschaft gibt, geht GETSGO kreative Wege. Die WU14 spielt parallel im männlichen Bewerb des Burgenländischen Basketballverbandes sowie in der steirischen Mädchenmeisterschaft. Zusätzlich organisiert der Verein regelmäßig internationale Freundschaftsspiele und arbeitet bereits an weiteren Kooperationen mit Vereinen aus der Ostregion.
Große Leidenschaft, kleine Halle
Die größte Herausforderung bleibt die Infrastruktur. Trainiert wird mittlerweile an drei Standorten, gespielt wird in Großpetersdorf, während sich Lager und Equipment in Stadtschlaining befinden. Für jeden Heimspieltag müssen Korbanlagen, Anzeigetafeln, Werbematerial und Kantinenequipment transportiert werden.
„Ohne unsere Trainerinnen und Trainer sowie die vielen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer wäre das nicht zu bewältigen“, sagt Artner.
Trotz dieser Herausforderungen kommen regelmäßig zwischen 150 und 300 Fans zu den Heimspielen. „Wir möchten ein Basketballfest für unsere Kinder, ihre Familien und alle Basketballbegeisterten der Region schaffen.“
Eigentlich kein Wunder, schließlich startete einst ja alles als Fansprojekt.