Meldung vom 01.10.2026
Der österreichische Sport ist aufgerufen, bei den fairplay Aktionswochen im Oktober Haltung zu zeigen – für eine Sportkultur ohne Rassismus und Hass, in der Diskriminierung und Ausgrenzung keinen Platz haben.
Gemeinsam mit den Fachverbänden Fußball (ÖFB), Basketball (Basketball Austria) und Eishockey (OEHV) sowie der Österreichischen Fußball-Bundesliga koordiniert fairplay – Initiative für Vielfalt und Antidiskriminierung die österreichweite Mitmach-Kampagne.
Die fairplay Aktionswochen, die vom 1. bis 31. Oktober 2026 österreichweit stattfinden, laden Sportvereine dazu ein, aktiv zu werden und durch Statements, Fotos, Videos und Aktionen bei Ligaspielen sowie Workshops Haltung zu zeigen. Projektleiterin Nikola Staritz: „Wichtig ist uns, dass auch jeder kleine, ehrenamtliche Verein einfach mitmachen kann – denn Rassismus findet überall statt, im Nachwuchs- und Amateursport ebenso wie im Spitzensport. Und überall braucht es starke Stimmen, die klar Nein sagen.“ Rassismus ist traurige Realität. Beleidigungen von Schwarzen Spieler:innen, abwertende Kommentare, diskriminierende Sprüche und rassistische Stereotype werden wieder hörbarer – auch im Sport.
Stand heute beteiligen sich 126 Vereine an den fairplay Aktionswochen 2026.
Albert Handler, Geschäftsführer win2day Basketball Superliga: „Basketball steht für Gemeinschaft, Vielfalt und Respekt. In unseren Hallen kommen Menschen unterschiedlichster Herkunft zusammen – als Spieler:innen, Trainer:innen, Funktionär:innen und Fans. Rassismus, Diskriminierung und Ausgrenzung haben dort keinen Platz. Basketball Austria trägt Verantwortung, diese Werte nicht nur zu vertreten, sondern auch sichtbar dafür einzustehen. Deshalb unterstützen wir die fairplay Aktionswochen aus voller Überzeugung und wollen gemeinsam mit unseren Vereinen ein klares Zeichen setzen: Rassismus verliert. Immer.“
Christian Ebenbauer, Vorstandsvorsitzender der Österreichischen Fußball-Bundesliga: „Der Profifußball hat eine große gesellschaftliche Reichweite und damit auch eine besondere Verantwortung. Deshalb ist es wichtig, dass Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung nicht punktuell bleibt, sondern kontinuierlich und sichtbar gelebt wird. Die fairplay Aktionswochen setzen dafür jedes Jahr ein starkes Zeichen. Für uns ist klar: Ausgrenzung, Diskriminierung und Hass haben im Fußball keinen Platz.“
Alexander Helwig, Geschäftsführer des Österreichischen Eishockey-Verbandes (ÖEHV): „Eishockey lebt vom Zusammenhalt. Auf dem Eis zählt, dass man füreinander einsteht, nicht woher jemand kommt. Rassismus hat in unserem Sport keinen Platz, weder auf dem Eis noch in der Kabine oder auf den Rängen. Deshalb unterstützen wir die fairplay Aktionswochen und laden alle Eishockeyvereine ein, mitzumachen.“
Ingo Mach, Leiter der Abteilung Fußball und soziale Verantwortung im ÖFB: „Rassismus und Ausgrenzung haben im Fußball und in der Gesellschaft keinen Platz. Wir setzen uns im ÖFB seit Jahren dafür ein, ein Bewusstsein zu bilden und klare Grenzen bei Verstößen aufzuzeigen. Wir möchten ein Sportverband sein, der für alle Menschen einen Platz bietet, um ihrem Lieblingssport nachzugehen. Auch in Zukunft werden wir eine klare Haltung einnehmen, wenn es um Rassismus und Ausgrenzung geht.“
Keine Chance gebenBetroffen von Rassismus sind all jene, die nicht-weißer Hautfarbe sind (BPoC steht für Black and People of Color) und/oder als einer „anderen“, nicht der Mehrheit entsprechenden, Herkunft, Kultur oder Religion angehörig wahrgenommen und abgewertet werden. Das sind Schwarze Menschen ebenso wie Roma und Sinti, Menschen aus dem arabischen und asiatischen Raum, Jüd:innen oder ethnische Minderheiten.
Wir alle haben Verantwortung, rassistischem Denken und Handeln keinen Platz zu geben und von Anfang an entgegenzutreten. Keine Chance für Ausgrenzung, Diskriminierung und Hass: Nicht am Platz, nicht auf den Tribünen, nicht in der Kantine und nicht in den Vorstandssitzungen. Respekt gewinnt. Und Rassismus verliert. IMMER!
#fairplayaktionswochenDie fairplay Aktionswochen werden seit 2001 jährlich veranstaltet und zeigen den Einsatz des Sports für eine vielfältigere, gewaltfreie Gesellschaft. Sie werden von fairplay – Initiative für Vielfalt und Antidiskriminierung organisiert und finden in Zusammenarbeit mit dem Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB) und der Österreichischen Fußball-Bundesliga statt. Seit 2024 sind auch Basketball Austria und seit 2025 der Österreichische Eishockeyverband mit an Bord! Ermöglicht werden die Aktionswochen durch das Österreichische Sportministerium (BMWKMS) und die Stadt Wien – Mein Sportplatz.
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