Meldung vom 03.01.2026
Die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg bekommen am Sonntag die Chance, mit Rekord-Cupsieger Gmunden gleichzuziehen. Die sechsfachen Champions feierten im Rahmen der Basketball Austria Cup Finals presented by Alfa Romeo einen 75:60-Halbfinal-Erfolg über die Unger Steel Gunners Oberwart und zogen ins Endspiel um den wichtigsten heimischen Pokal-Bewerb ein. Maßgeblichen Anteil am Sieg hatten Andrew Jones (22 Punkte) und Taye Fields (20), die ihr Team beim Scoring anführten und die elfte Finalteilnahme in der Klubgeschichte – die erste seit 2020 – perfekt machten. Die unterlegenen Burgenländer, die sich den Bulls erstmals seit neun Spielen wieder geschlagen geben mussten, scheiterten vor allem an der mageren Wurfausbeute.
Zwar kam es bei der Anreise beider Teams verkehrsbedingt noch zu erheblichen Verzögerungen, auf dem Feld ließen die Akteure ihre Fans dann aber nicht lange warten. In einem intensiven ersten Viertel drückten Kapfenberg und Oberwart aufs Tempo.
Beim Comeback von 3x3-Star Quincy Diggs, der vor wenigen Tagen mit einem Kurzzeit-Vertrag ausgestattet worden war und als sechster Mann von der Bank kam, führten die Gunners nach dem ersten Viertel mit 16:12. Für das erste Highlight sorgte aber Bulls-Spieler Andrew Jones mit einem krachenden Dunk gegen Ende der ersten zehn Minuten.
Unter anderem Dank verbesserter Trefferquote und klaren Vorteilen im Rebounding starteten die Steirer im zweiten Viertel einen Lauf, der die Führung brachte. Getragen wurden die Bulls in dieser Phase von den Legionären Jones (13), Taye Fields (11) und Ryan Lobreau (10) – das Trio hatte bereits zum Seitenwechsel jeweils zweistellig angeschrieben.
Oberwart ließ allerdings nicht locker und blieb auch dank zehn Punkten von Glenn Taylor Jr. in Schlagdistanz. Mit 31:39 aus Sicht der Burgenländer ging es in die Kabinen.
Kapfenberg mit Vorteilen am Rebound und bei der Trefferquote
Zu Beginn des dritten Viertels stockte bei beiden Teams zunächst der Offensiv-Motor. Während die Bulls ihren Rhythmus gegen Ende des Spielabschnitts aber wiederfanden, bekamen die Gunners ihre Probleme im Scoring nicht in den Griff. Der Vorsprung der sechsfachen Cup-Champions aus der Steiermark wuchs auf 58:45 an.
Ohne ihren Top-Scorer Nate Pierre-Louis, den man vor dem Jahreswechsel ziehen lassen musste, stand Oberwart im Schlussviertel vor einer Mammut-Aufgabe. Als der Spielstand knapp sechs Minuten vor Spielende immer noch ein 13-Punkte-Defizit aufwies, schwanden die Chancen der amtierenden Meister, den Kapfenbergern die zehnte Niederlage im direkten Duell nacheinander zuzufügen. Für ein spätes Comeback reichte dann auch die Trefferquote – vor allem von „Downtown“ (17%) – nicht aus.
Schlussendlich spielte Kapfenberg den Sieg souverän nach Hause. Das 75:60 war gleichbedeutend mit der elfte Finalteilnahme in der Klubgeschichte.
Bulls nehmen Cup-Rekord ins Visier
„Wir haben am defensiven Rebound gut gearbeitet und die 50:50-Bälle gewonnen, dadurch haben wir das Spiel auf unsere Seite ziehen können“, sagte Bulls-Akteur Tobias Schrittwieser, der sich bei beiden Fanlagern für die großartige Stimmung bedankte. Einen Wunschgegner für das Finale gibt es nicht: „Wir haben mit beiden Teams eine Rechnung offen.“
Im ersten Cup-Endspiel seit 2020 gibt es für die Steirer am Sonntag ein „Date mit der Geschichte“. Mit einem Erfolg über die Raiffeisen Flyers Wels oder den BC Vienna – das zweite Halbfinale findet erst am Samstag-Abend (nicht vor 18:30 Uhr) statt – würde das Team von Coach Klym Artamonov mit Rekord-Cup-Sieger Gmunden (7) gleichziehen.
Die Basketball Austria Cup Finals 2026 gehen am Nachmittag mit den zweiten Semifinals zwischen Klosterneuburg und UBI Graz (Damen) beziehungsweise zwischen Wels und Vienna (Herren) weiter. Alle Spiele werden live bei basketballaustria.tv übertragen.