Meldung vom 30.08.2025
Einen Tag nach dem Aufstieg des Damen-Nationalteams ins Viertelfinale der FIBA 3x3 Women’s Series in Debrecen haben auch die ÖBV-Herren in der ungarischen „3x3-Hauptstadt“ die Runde der letzten Acht erreicht. Nico Kaltenbrunner, Enis Murati, Fabio Söhnel und Quincy Diggs, die auf der FIBA 3x3 World Tour als Team Vienna antreten, unterliegen zwar Marbella um den spanischen Weltmeister Diego De Blas in einem „Krimi“ mit 21:22. Im zweiten Spiel gegen London (USA) gelingt aber der für den Aufstieg notwendige 21:16-Sieg. Am Sonntag bekommen es die Wiener mit dem serbischen Top-Team Liman zu tun. Die 3x3-Events in Debrecen sind für österreichs 3x3-Elite eine wichtige Standortbestimmung vor der Europameisterschaft kommende Woche in Kopenhagen (5. bis 7. September).
Seit zehn Jahren ist Debrecen schon fester Bestandteil des internationalen 3x3-Kalenders. Am diesem Wochenende finden auf dem Kossuth Platz in der ungarischen 200.000-Einwohner-Stadt sowohl ein Turnier der Women’s Series als auch das traditionelle Masters im Rahmen der World Tour der Männer statt. Nach dem souveränen Viertelfinal-Einzug der ÖBV-Damen am Freitag – Sigi Koizar, Anja Fuchs-Robetin, Rebekka Kalaydjiev und Simone Sill gewannen beide Gruppenspiele – legten am Samstag die Herren nach.
Angeführt von Top-Scorer Enis Murati, der mit 18 Punkten bester Werfer im bisherigen Turnierverlauf ist, legte Team Vienna den Grundstein für den Aufstieg schon im ersten Spiel gegen Marbella (Spanien). Zwar stand gegen die Spanier am Ende eine Niederlage auf dem Scoreboard, aufgrund eines Scoring-Fehlers – und zwei verwandelten Freiwürfen nach der Schlusssirene – konnte das ÖBV-Quartett die Pleite mit 21:22 aber mehr als in Grenzen halten.
Im zweiten Spiel der Gruppe B gegen London (USA) brauchten Murati, Diggs, Kaltenbrunner und Söhnel dann unbedingt einen Sieg, um auch beim fünften Masters-Auftritt der Saison in die Runde der letzten Acht einzuziehen. Die rot-weiß-roten Basketballer gaben sich – Murati erzielte erneut neun Punkte – keine Blöße und gewannen 21:16. Mit „nur“ einem Sieg auf zwei Spielen, aber 42 (!) Zählern auf der Habenseite stiegen die Wiener als Gruppenzweite auf – Marbella gewann zum Abschluss des Pool B 21:16 gegen London.
"Es war ein guter erster Turniertag für uns, vor allem, wenn man bedenkt, dass wir seit zwei Monaten kein Masters mehr zusammen gespielt haben. Gegen Marbella haben wir Zeit gebraucht, um reinzukommen, schon gegen London haben wir dann aber unseren Rhythmus gefunden und gute Defense gespielt. Das Viertelfinale gegen Liman wird nicht leicht, aber wir sind guter Dinge", so Murati.
Am Sonntag (18:30 Uhr) kommt es für Vienna zum Aufeinandertreffen mit dem serbischen Top-Team Liman.
Bereits am Samstagabend (19:00 Uhr) spielt das Damen-Nationalteam sein Viertelfinale gegen die Tschechische Republik. Bei einem Weiterkommen geht es gegen CS Rapid Bucharest (ROM) oder Uganda.