Meldung vom 14.06.2026
Pure Ekstase am Wiener Heumarkt! Im Showdown um das letzte Viertelfinal-Ticket bei 3×3 VIENNA presented by win2day behält Team Vienna vor einer Traumkulisse von 3.000 Fans in der ausverkauften A1 Arena die Nerven, bezwingt das serbische Spitzenteam Roter Stern 21:18 und bleibt auf Kurs Richtung Heimcoup. In der ersten K.o.-Runde treffen Steven Kaltenbrunner, Quincy Diggs, Toni Blazan und Stefan Stojacic am Sonntag (13:35 Uhr) auf Amsterdam. Österreichs Damen-Nationalteam verpasste hingegen den erhofften Viertelfinal-Einzug nach einem Overtime-Krimi gegen Frankreich.
„Es war ein sehr intensives, emotionales Spiel. Am Ende haben wir die Nerven bewahrt und uns den Aufstieg verdient. Vor so einer Kulisse Basketball spielen zu dürfen, ist einfach unglaublich“, sagte Blazan, der im finalen Spiel des Abends zum viel umjubelten Matchwinner avancierte. Bei einem Zusammenstoß mit Kaltenbrunner erlitt der 34-Jährige ein Cut, musste minutenlang behandelt werden und versenkte letztlich den Game-Winner.
„Mir geht es ganz gut, ich denke es ist nicht zu schlimm. Das ist der Sport“, gab Blazan Entwarnung. Für das Viertelfinal-Duell mit Amsterdam zeigt sich der Europameister von 2024 zuversichtlich: „Natürlich sind sie schwer zu schlagen, aber wir können sie schlagen. Mit den Fans im Rücken ist alles möglich.“
Bereits das Duell am Nachmittag mit Liman entwickelte sich zu einem Nervenkitzel. Die Entscheidung fiel erst mit der Schlusssirene. Diggs nahm mit Ablauf der Uhr noch einen Zweipunktewurf, doch der Ball sprang vom Ring zurück ins Feld – Team Vienna musste sich denkbar knapp mit 15:16 geschlagen geben.
ÖBV-Frauen verlieren Overtime-Krimi
Österreichs Damen-Nationalteam war nach der Niederlage am Freitag gegen Kanada (11:19) zum Siegen verdammt – und lange sah alles danach aus. Getragen von dem frenetischen Publikum steuerten Sigi Koizar, Simone Sill, Alexia Allesch und Anja Fuchs-Robetin auf einen Erfolg zu, lagen bei Anbruch der Schlussminute 12:8 voran. Doch die Französinnen erzwangen mit einem irren Finish die Overtime.
In dieser machte Maria Mane mit einem verwandelten Freiwurf zum 14:12 den Viertelfinaleinzug für Frankreich perfekt. „Die Höhen und Tiefen sind in den zehn Minuten sehr exzessiv. Es tut wirklich weh, das noch hergegeben zu haben“, resümierte Simone Sill. Die Stimmung in der A1 Arena sei erneut „einfach fantastisch“ gewesen. „Wir hätten gerne noch das ein oder andere Spiel vor dieser einzigartigen Kulisse gespielt. Aber wir kommen wieder“, versprach die Nationalspielerin.
Rollstuhl-Team spielt um Bronze
Ebenfalls in der Overtime musste sich das Rollstuhl-Basketball-Team von win2day Vienna geschlagen geben. Die Truppe mit Hubert Hager, Mehmet Hayirli, Alexander Suppan und Samuel Pfurtscheller unterlag den Köln 99ers nach „Überstunden“ 9:11 und schrammte hauchdünn am Finaleinzug vorbei. „Wir waren so nah dran, das ist im ersten Moment echt bitter“, sagte Suppan. „Dennoch bin ich stolz auf uns und freue mich morgen auf ein weiteres Spiel bei dieser tollen Atmosphäre.“ Im Spiel um Platz drei trifft das rot-weiß-rote Quartett am Sonntag (12:30 Uhr) auf East London.
Im zweiten von insgesamt drei separaten Nations-League-Turnieren feierten beide U23-Nationalteams wie am Vortag Siege über Nachbar Ungarn. Magdalena Schmidt, Emma Stockinger, Viktoria Trailovic und Janet Oriakhi gewannen 15:13, eine zuvor kassierte Niederlage gegen Frankreich (10:21) verhinderte den Einzug ins Finale.
Selbiges verpassten auch Luis Göd, Miro Zapf, Yann Grandperret und Daniel Grgic. Die ÖBV-Youngsters zogen gegen die Niederlande (10:20) den Kürzeren, zeigten aber gegen Ungarn eine Reaktion und feuerten beim 22:17 ein Offensivfeuerwerk ab. Die U23-Bewerbe mussten wetterbedingt in der Sporthalle Mariahilf ausgetragen werden, das dritte Turnier am Sonntag soll wieder im Stadtpark über die Bühne gehen.