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Meldung vom 14.06.2026

Déjà-vu! Amsterdam beendet Traum von Vienna-Heimsieg

Stefan Stojacic
Stefan Stojacic © 3x3 Vienna

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Am Sonntag wurden bei 3x3 VIENNA presented by win2day nicht nur aufgrund der Gänsehaut-Atmosphäre Erinnerungen an 2025 wach. Vor knapp 3.000 Fans in der bummvollen A1 Arena war für die Herren des Team Vienna wie im Vorjahr im Viertelfinale gegen Amsterdam Endstation. Steven Kaltenbrunner, Stefan Stojacic, Quincy Diggs und Toni Blazan unterlagen mit 11:18 und belegten Platz sieben.

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Die Niederländer gewannen am späten Abend mit einem 18:13 über Liman (SRB) dann das Turnier. In den drei anderen Entscheidungen in der A1 Arena jubelten ausschließlich Teams aus Madrid. Die Spanierinnen gewannen das Finale der Women's Series gegen Ulaanbaatar 20:14, die Rollstuhl-Stars von FDI Madrid siegten bei den Damen und Herren. Grund zum Jubeln gab es auch für die heimischen Rollstuhl-Asse. Die Auswahl von win2day Vienna holte sich mit einem 14:10 über London Bronze im Wheelchair Masters. Die Bewerbe der FIBA 3x3 Nations League waren einmal mehr eine klare Angelegenheit für die U23-Nationalteams aus Frankreich, die damit alle sechs von sechs Goldmedaillen an diesem Wochenende holten. Österreich setzte mit einem spektakulären Game Winner von Luis Göd aber noch einmal ein Ausrufezeichen.

"You live by the two, you die by the two"

Waren es im Vorjahr noch viel Pech und einige strittige Schiedsrichter-Entscheidungen, die Vienna in einem Overtime-Drama den Aufstieg ins Masters-Halbfinale kosteten, war es diesmal die niedrige Wurfausbeute aus der Distanz. "You live by the two, you die by the two", zitierter Steven Kaltebrunner nach dem Spiel eine alte Basketball-Weisheit.

"Wir sind als Team angewiesen darauf, dass wir unsere Zweier treffen. Wenn nur ein oder zwei Würfe gefallen wären, geht es anders aus", so der Niederösterreicher. Nur einer von 13 Versuchen der Österreicher fand sein Ziel. Bei den Niederländern um die Olympia-Sieger Jan Driessen und Worthy de Jong waren es genau diese beiden Treffer mehr (3/15), die den Unterschied ausmachten.

Das Defensiv-Bollwerk der Gastgeber hielt im ersten K.o.-Spiel ebenfalls nicht wie zuletzt gewohnt. "Wir haben unseren defensiven Gameplan nicht so umsetzen könnten, wie wir es uns vorgenommen hatten", so Kaltenbrunner. "Es ist natürlich enttäuschend, zum zweiten Mal in Wien gegen Amsterdam auszuscheiden, aber wir haben in der Konstellation zum ersten Mal überhaupt zusammengespielt und können auch viel Positives mitnehmen." In der kommenden Woche steht für das Nationalteam die EM-Qualifikation in Bukarest auf dem Programm. Um bei der Endrunde dabei zu sein, braucht es zumindest den Final-Einzug.

Titel gehen nach Serbien und Spanien

Amsterdam war nicht nur von den Wienern nicht zu schlagen, sondern auch von keinem anderen Team in der K.o.-Phase. De Jong & Co. triumphierten nach einem Semifinal-Erfolg über die Baskets Bonn (16:12) im Endspiel über Ex-World-Tour-Champion Liman aus Serbien (18:13). Worthy de Jong wurde zum MVP gewählt.

Das Finale des Women's-Series-Stops war eine klare Angelegenheit zugunsten Madrids. Die Spanierinnen, die sich im Halbfinale erst in der Schlusssekunde gegen Mitsubishi Electric (JPN) durchsetzen, behielten im Endspiel gegen Ulaanbaatar (20:14) einen kühlen Kopf. Juana Camilion heimste die MVP-Trophäe ein.

Die ÖBV-Damen waren am Samstag hauchdünn gescheitert. Trotz Vierpunkte-Führung 40 Sekunden vor dem Ende gab's gegen Frankreich noch eine Overtime-Niederlage und am Ende Rang zehn.

Rollstuhl-Bronze für win2day Vienna

Schon eine Stunde vor dem Viertelfinal-Schlager sorgten die knapp 3.000 Fans bei der ersten Medaillen-Entscheidung der Rollstuhl-Basketballer für eine Traumkulisse. Der rot-weiß-rote Anhang peitschte win2day Vienna im Spiel um Platz drei gegen London zu einem 14:12-Erfolg und demnach zur Bronze-Medaille.

"Wir wollten uns mit Sieg beim Publikum bedanken, das ist uns gelungen", jubelte Mehmet Hayirli. "Wahnsinn, das Publikum hat uns durch das Spiel getragen. Applaus an die Fans", unterstrich Alexander Suppan.

Bei den Österreichern, die in der Vorrunde drei Niederlagen kassierten und im Semi-Finale gegen Köln erst in der Overtime (9:11) am Final-Einzug scheiterten, platze damit im letzten Spiel der Knoten. "Schade, dass wir so lange gebraucht haben, um ins Turnier reinzukommen", haderte Samuel Pfurtscheller ein wenig mit dem Turnierverlauf.

Der Turniersieg ging bei den Damen (12:6 gegen London) und bei den Herren (13:5 gegen Köln) jeweils an FDI Madrid (ESP).

Sechs von sechs: Auch letzte U23-Titel an Frankreich

Am Sonntag sind im Freiluft-Court im nahegelegenen Stadtpark auch die Bewerbe in der FIBA 3x3 Nations League zu Ende gegangen. Insgesamt gab es am Event-Wochenende sechs Turnierwertungen, drei bei den Damen und drei bei den Herren. Alle sechs Gold-Medaillen gingen dabei an die U23-Nationalteams aus Frankreich. Die letzten Finals waren aber keinesfalls klare Angelegenheiten.

Bei den Burschen gewannen die Franzosen erst in der Overtime (21:19) gegen die Niederlande. Bei den Mädels gab's zwischen denselben Nationen ein 21:18.

Österreichs Damen blieben zum Abschluss sieglos, mussten sich zunächst den Silbermedaillengewinnerinnen (10:14) und anschließend der Türkei (15:17) geschlagen geben. Für ein Highlight sorgten zum Abschluss die Herren. Einem 8:14 gegen die Turniersieger folgte ein 16:15-Overtime-Sieg über die Türkei. Luis Göd versenkte den Game Winner beim Stand von 14:15 spektakulär von außerhalb der Zweierlinie.

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