Meldung vom 17.06.2026
Die 3x3-Nationalteams der Damen und Herren haben auf dramatische Weise die Teilnahme am FIBA 3x3 Europe Cup 2026 in Antwerpen (11. bis 13. September) verpasst. Beide ÖBV-Auswahlen unterlagen beim EM-Qualifikationsturnier in Bukarest (Rumänien) nach starken Leistungen erst im Entscheidungsspiel. Sigi Koizar, Anja Fuchs-Robetin, Alexia Allesch und Simone Sill konnten sich für eine Aufholjagd gegen die Ukraine nicht belohnen und unterlagen 15:16. Nico Kaltenbrunner, Fabio Söhnel, Toni Blazan und Quincy Diggs setzten sich im ersten K.o.-Spiel klar gegen Schweden (21:14) durch, mussten sich aber dann Spanien, Weltmeister von 2025, 14:21 beugen. Die Europameisterschaft findet somit erstmals seit 2018 ohne österreichische Beteiligung statt.
Der zweite Tag beim EM-Qualifikationsturnier in Bukarest begann für beide ÖBV-Auswahlen zunächst erfolgreich. Die Damen feierten im zweiten Gruppenspiel einen 18:8-Sieg über Griechenland und lösten vorzeitig den Aufstieg ins Entscheidungsspiel um das EM-Ticket. Daran änderte auch die 13:16-Niederlage im abschließenden Spiel der Gruppe B nichts mehr.
Im "Finale" gegen die noch ungeschlagenen Ukrainerinnen liefen die Österreicherinnen dann zu Beginn der heißen Schlussphase einem Rückstand hinterher. Nach vier verwandelten Zweiern stand es rund zweieinhalb Minuten vor dem Ende 13:8 für die Konkurrentinnen. Doch die ÖBV-Damen gaben sich trotz schwindender Kräfte im dritten Spiel des Tages bei großer Hitze nicht geschlagen und starteten eine Aufholjagd. Koizar scorte sieben Zähler im Alleingang, mehr als ein 15:16 war aber schlussendlich nicht mehr drinnen.
"Natürlich ist die Enttäuschung groß, wir haben bis zum Ende gekämpft, aber zu viele Eigenfehler gemacht und nicht immer die richtigen Entscheidungen getroffen. Der Funken Glück hat uns leider auch gefehlt. Wir müssen weiterhin an den Details arbeiten, die in knappen Spielen den Unterschied machen", so Koizar.
Herren unterliegen Spanien
Auch die Herren, deren Turnier in einem anderen Modus gespielt wurde, gewannen ihr erstes Spiel des Tages. Nach überstandener Gruppenphase bekam es das rot-weiß-rote Quartett am Mittwoch in der ersten K.o.-Runde mit Schweden zu tun. Eine konzentrierte Leistung und hohe Trefferquoten brachten einen ungefährdeten 21:14-Erfolg und den Aufstieg ins Entscheidungsspiel gegen Spanien.
Der Weltmeister von 2025 fand gut ins Spiel und erspielte sich einen kleinen Polster. Vor allem Diego De Blas, der drei Distanzwürfe verwandelte, spielte groß auf. Aber auch Iván Aurrecoechea, mit acht Zählern Top-Scorer, war von der ÖBV-Defensive kaum zu stoppen. Auch nicht beim entscheidenden Korb kurz vor Schluss, der das Aus für die Österreicher besiegelte – 14:21. "Wir haben unser großes Ziel nicht erreicht", sagte ein enttäuschter Nico Kaltenbrunner. "Durch die Niederlage gegen Estland (16:18 in der Gruppenphase; Anm.) haben wir uns den Weg unnötig schwer gemacht. Dennoch hatten wir heute die Chance, es noch zu schaffen. Emotionen und Energielevel waren für so ein wichtiges Spiel nicht adäquat, auch die Defensiv-Leistung war nicht genug."
Neben der Ukraine und Spanien lösten Estland (Herren) und Schweden (Damen) die anderen beiden vergebenen EM-Tickets. Österreich war bei den Herren seit 2019 bei jedem EM-Turnier vertreten. Die Damen fehlen erstmals seit 2021.