Meldung vom 22.08.2026
Österreichs 3x3-Herren bekommen für die letzten Saisonmonate einen neuen Head Coach. Edin Bavcic, der 2024 als Interimscoach den historischen Europameistertitel mit dem 3x3-Nationalteam holte, übernimmt bis zum Ende der Saison 2026 die sportliche Verantwortung. Der Wechsel war notwendig geworden, nachdem 3x3-Star Matthias Linortner nach überstandener Langzeitverletzung wieder in die Spielerrolle zurückgekehrt ist. "Ich freue mich, wieder zurück zu sein und auch auf die Herausforderung. Es ist zwar schon spät in der Saison, aber wir haben noch alle Chancen die Top-10 zu erreichen", so Bavcic. Großes Ziel der ÖBV-Auswahl, die auf der FIBA 3x3 World Tour als Team Vienna antritt, ist das Erreichen des Final-Turniers in Rio de Janeiro (12. bis 13. Dezember).
Anders als im März, als sich der damalige Coach Nebojsa Boskovic nach wenigen Wochen im Amt aus persönlichen Gründen zurückziehen musste, ist der Anlass für den Trainerwechsel diesmal ein erfreulicher.
Matthias Linortner, der während seiner Reha-Phase nach Kreuzbandriss die Trainer-Agenden rund um das einzige österreichische 3x3-Profi-Team interimistisch innehatte, gab zuletzt beim Finale der 3x3 Tour Austria erfolgreich sein Comeback als Spieler. Wie geplant steht der Oberösterreicher, der das Nationalteam in seiner kurzen Amtszeit unter anderem zum siebenten Platz bei der WM in Warschau führte, nicht mehr als Head Coach zur Verfügung.
Einen geeigneten Nachfolger für den Rest der Saison fand Basketball Austria in den eigenen Reihen. Edin Bavcic, der seit vier Jahren in unterschiedlichen Rollen Teil des Österreichischen Basketballverbandes ist, kehrt bis Saisonende zur 3x3-Auswahl rund um Linortner & Co. zurück.
„Zunächst einmal freuen wir uns sehr, dass Matthias Linortner seine schwere Verletzung überwunden hat und uns ab sofort wieder auf dem Court eine gewohnte Stütze ist. Gleichzeitig möchten wir uns bei ihm dafür bedanken, dass er in einer schwierigen Phase Verantwortung übernommen, das Team wieder auf Kurs gebracht und mit der siegreichsten WM der Verbandsgeschichte seine Spuren auch als Trainer hinterlassen hat. Mit Edin Bavcic kommt nun ein bekanntes Gesicht zurück, das keiner Eingewöhnungsphase bedarf. Edin hat die größten Erfolge unseres 3x3-Programms, allen voran den Europameistertitel 2024, maßgeblich mitgestaltet und ist mit der Mannschaft sowie den Anforderungen auf diesem Niveau bestens vertraut. Wir sind daher überzeugt, dass wir mit dieser Konstellation bestens aufgestellt in die entscheidenden Monate der Saison gehen. Unser großes Ziel bleibt die Qualifikation für das World-Tour-Finale", so ÖBV-Generalsekretär Aldin Saracevic.
Bavcic motiviert: "Können Top-10 noch erreichen"
Bavcic, der als Spieler 2006 von den Toronto Raptors gedraftet wurde und auf eine lange Spielerkarriere in Europa – unter anderem in der win2day Basketball Superliga – zurückblickt, betreute schon von 2023 bis 2024 die 3x3-Herren. In die erste Amtszeit des 42-Jährigen fallen neben dem historischen Gold-Coup bei der Heim-EM 2024 auf der Kaiserwiese außerdem noch zwei Master-Titel auf der FIBA 3x3 World Tour und der Vorstoß in die Top-3 der 3x3-Welt.
"Ich freue mich, wieder zurück zu sein und auch auf die Herausforderung. Es ist zwar schon spät in der Saison, aber wir haben noch alle Chancen die Top-10 zu erreichen. Deshalb heißt es jetzt, ran an die Arbeit", sagt Bavcic, der bei Basketball Austria vor allem die Aufgabe als FIBA Game Director innehat.
Für die letzten drei Saisonmonate hat sich der 2,10-Meter-Mann mit dem Team Vienna noch einiges vorgenommen. Trotz durchwachsener erster Saisonhälfte haben die Österreicher noch Chancen auf die Teilnahme am Saisonfinale der zehn besten Teams der FIBA 3x3 World Tour in Rio de Janeiro (12. bis 13. Dezember).
Dazu braucht es jedoch weitere Masters-Teilnahmen. Zumindest jene im chinesischen Deqing (26. bis 27. September) ist bereits fixiert. Am kommenden Wochenende hat die Bavcic-Truppe in Antwerpen die Chance, einen Startplatz für das Masters in Zaisan (14. bis 15. November) zu ergattern. Derzeit liegt das Team Vienna in der Saison-Wertung auf Rang elf. Für das Finale an der Copacabana ist ein Platz unter den Top-10 nötig.