Meldung vom 25.02.2026
Österreichs 3x3-Profis starten am Wochenende offiziell in die Saison 2026. Bei zwei Turnieren im Rahmen der französischen Super League Pro in Toulouse (27. Februar) und Bordeaux (1. März) tritt das Team Vienna erstmals unter dem neuen Head Coach Nebojsa Boskovic an. "Wir können die neuen Systeme unter Wettkampfbedingungen testen", freut sich Fabio Söhnel. Exakt zwei Monate vor dem World-Tour-Opener im japanischen Utsunomiya (25./26. April) treten neben den Österreichern (10.) auch noch drei weitere Top-10-Teams der Weltrangliste an: Amsterdam (3.), Toulouse (8.) und Antwerpen (9.). Auf die Sieger der beiden Stopps warten Startplätze für Challenger-Turniere in Asien. Um im Hinblick auf die Olympischen Spiele 2028 auf Tuchfühlung mit Weltspitze zu bleiben, werden die Wiener in den kommenden Monaten des Öfteren den harten Weg über Quest- und Challenger-Events gehen müssen. Wildcards für die höchste Turnier-Kategorie ("Masters") gab es für Vienna in diesem Jahr nämlich "nur" drei.
Nach der verletzungsgeplagten und ergebnistechnisch durchwachsenen Saison 2025 rutschte Team Vienna im FIBA-Ranking am Jahresende auf Platz zehn ab. Damit gehören die rot-weiß-roten Basketballer zwar immer noch zur absoluten Weltspitze in der Halbfeld-Variante, für die Saison 2026 gibt's dafür vom Weltverband aber lediglich für zwei der 13 Masters-Turniere – Utsunomiya (25./26. April) und Zadar (15./16. Mai) – einen Fixplatz. Eine dritte (Veranstalter-)Wildcard dürfte den Europameistern von 2024 für 3x3 VIENNA am Wiener Heumarkt (12. bis 14. Juni) winken.
Drei Wildcards, zehn harte Qualifikationen
Für die übrigen zehn World-Tour-Events der höchsten Kategorie müssen Nico Kaltenbrunner, Steven Kaltenbrunner, Matthias Linortner, Quincy Diggs, Enis Murati, Toni Blazan und Fabio Söhnel jeweils den Weg über ein bis zwei Qualifikationsturniere gehen. Wollen die Österreicher beispielsweise Anfang Mai beim Masters in Chengdu World-Tour-Punkte sammeln, müssen sie sich zunächst beim Challenger in Hengqin (11./12. April) aufs "Stockerl" dribbeln. Um sich überhaupt für das "Qualifikationsturnier" zu qualifizieren, ist ein Turniersieg am Freitag in Toulouse die erste Möglichkeit.
Beim ersten Auftritt 2026, gleichzeitig dem ersten unter Neo-Coach Nebojsa Boskovic, bekommt Vienna aber gleich ordentlich Konkurrenz. Mit Amsterdam (3.), Toulouse (8.) und Antwerpen (9.) sind noch drei weitere Top-10-Teams auf "Vorbereitungstour", dazu kommen noch unter anderem die deutschen Shootingstars aus Hannover sowie die World-Tour-erprobten Auswahlen aus San Juan und Bordeaux. Boskovic setzt in Toulouse – wie auch beim zweiten Turnier am Sonntag in Bordeaux – auf das Quartett Nico Kaltenbrunner, Fabio Söhnel, Quincy Diggs und Toni Blazan. Beide Events zählen zur französischen Super League Pro.
Neuen Coach an der Seite, Olympia im Blick
"Wir hatten nicht viel Vorbereitungszeit", erklärt Söhnel. "Ein neuer Coach bringt immer viel Input mit. Die Turniere bieten uns die Möglichkeit, die neuen Systeme unter Wettkampfbedingungen zu testen", so der Vorarlberger. Vienna sei nach intensiven Trainingswochen jedenfalls voller Tatendrang. "Wir freuen uns riesig, dass es wieder losgeht. Die Off-Season war viel zu lang."
Motivation gibt den heimischen 3x3-Assen aber nicht nur der Saisonstart und der neue Head Coach. "Unser Fokus ist auf Los Angeles 2028 gerichtet. Wir legen ab sofort den Grundstein auf dem Weg zum Olympia-Traum."