Meldung vom 24.03.2025
Simone Schwarzinger und die "offene Rechnung"
Kurztext
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UBI Holding Graz wurde seiner Favoritenrolle gerecht und setzte sich im Grazer Stadtderby mit 2:0 gegen den UBSC-DBBC Graz durch. Im FInale der win2day Basketball Damen Superliga wartet nun mit den BK Raiffeisen Duchess eine Mannschaft, mit der man noch eine Rechnung offen hat. Wir haben vor diesem "Traumfinale" mit UBI-Kapitänin Simone Schwarzinger über das erfolgreiche Halbfinale, die mögliche Cup-Revanche und die Grazer Titelhoffnung gesprochen.
Pressetext
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Basketball Austria: Sie haben sich in der letzten Woche im Training verletzt, waren beim zweiten Halbfinalspiel nicht dabei. Wie geht es Ihnen?
Die Verletzung ist glücklicherweise nicht tragisch. Das Semifinale auszusetzen war eine bewusste Entscheidung, um meinem Körper Zeit zu geben wieder fit zu werden. Ich hatte vollstes Vertrauen in mein Team, dass sie meinen Ausfall problemlos kompensieren würden. Ein paar Tage werde ich noch brauchen, aber kann dann hoffentlich wieder voll ins Training einsteigen.
In der Halbfinalserie gegen den UBSC-DBBC Graz tat man sich teilweise schwerer als erwartet, konnte sich aber schlussendlich trotzdem ungefährdet durchsetzen. Wie lautet Ihr Halbfinal-Recap?
Wir haben keine leichte Serie erwartet. Wir wussten um die Qualitäten der Gegnerinnen und deren aggressiven Spielstil, der uns auch in diesen 2 Spielen wieder phasenweise Probleme bereitete. Dank einer sehr disziplinierten defensiven Leistung und gutem Teambasketball konnten wir unsere schlechten Wurfquoten wettmachen und uns in beiden Spielen schlussendlich relativ klar durchsetzen. Gratulation an DBBC zu dieser starken Saison und danke an die zahlreichen Fans von beiden Teams, die für eine unglaubliche Atmosphäre gesorgt haben und damit diese Grazer Serie zu etwas ganz besonderem gemacht haben.
Im Finale der win2day Basketball Damen Superliga trifft man mit den BK Raiffeisen Duchess jetzt auf die Mannschaft, gegen die man sich im Cup-Finale noch geschlagen geben musste. Wie sehr brennen Sie und Ihr Team auf eine Revanche?
Die Cup-Niederlage diesen Jahres war natürlich eine große Enttäuschung für uns und umso mehr freuen wir uns, dass wir eine Chance auf eine Revanche haben. Die Rivalität zwischen den Duchess und uns besteht nun schon seit einigen Jahren. Sie haben noch eine Rechnung vom letztjährigen Semifinale offen, wir vom verlorenen Cup-Titel. Ich glaube wir können uns auf eine emotionsgeladene Finalserie einstellen.
Die beiden Finalteams kennen sich praktisch schon in- und auswendig, einige Spielerinnen kennen sich auch aus dem Nationalteam. Wie sieht die Vorbereitung in den nächsten zwei Wochen aus?
Ich nehme an, wir werden uns die kommende Woche viel mit uns selbst beschäftigen und versuchen Abläufe zu optimieren, die uns noch Probleme bereiten. Weiters werden wir wieder mehr Vertrauen in unseren Wurf zurückbekommen müssen, um eine reelle Chance in dieser Serie zu haben. Je näher es Richtung 1. Finalspiel geht, umso mehr wird es dann auch um die Spielidee von Klosterneuburg gehen. Wir kennen die einzelnen Spielerinnen und ihre Stärken gut, haben diese Saison aber noch nicht gegen ihre Vollbesetzung gespielt, was die Vorbereitung nicht unbedingt einfacher macht. Am Ende wird es um Kleinigkeiten gehen, die den Unterschied ausmachen und auf die versuchen unsere Trainerinnen uns bestmöglich vorzubereiten.
UBI Graz spielte neben dem regulären Ligabetrieb auch wieder in einem internationalen Bewerb mit. Wie sehr hilft diese Erfahrung jetzt für die wichtigste Zeit des Jahres?
Die CEWL war für uns eine große Bereicherung. Die Physis war eine ganz andere und jeder Fehler wurde eiskalt bestraft. Sobald wir uns daran gewöhnt haben, haben wir gesehen, dass wir auch da phasenweise gut dabei sind. Das Tempo, der Ballpressure und die begrenzte Zeit, um Entscheidungen zu treffen sind alles Dinge, die wir in der österreichischen Liga in diesem Ausmaß nicht haben und die uns jetzt für die letzte Phase der Saison helfen werden.
Zum Abschluss noch die wichtigste Frage: Warum wandert der Meistertitel heuer von Niederösterreich in die steirische Landeshauptstadt Graz?
Wir gehen zwar als Underdog in die Finalserie, haben jedoch letztes Jahr bewiesen, dass wir uns in der Rolle wohl fühlen und für Überraschungen sorgen können. Wir sind als Team unberechenbar, weil unser Kader tief ist, wir uns gegenseitig vertrauen und jede in der Offensive viel Verantwortung übernehmen kann, wenn es darauf ankommt. Außerdem haben wir durch den Heimvorteil bei mindestens 2 Spielen unsere Fans hinter uns, die uns schon die ganze Saison lang einen extra Push gegeben haben.