Meldung vom 26.01.2026
BC Vienna musste sich am Montagabend in Belgrad KK Crvena Zvezda zwar mit 108:99 geschlagen geben, zeigte dabei jedoch eine reife Auswärtsleistung und bestätigte einmal mehr seinen sportlichen Stellenwert auf ABA-League-Niveau.
In Runde 16 feierte das Heimteam in der Hala Aleksandar Nikolić den achten Sieg in Folge und setzte seinen Lauf in Gruppe B fort. Mit Blick auf die EuroLeague rotierte Zvezda und schonte einzelne Leistungsträger, kontrollierte die Partie jedoch vor allem in der ersten Halbzeit. Ausschlaggebend war die erste Hälfte, in der das Heimteam offensiv früh den Ton angab und insgesamt 60 Punkte erzielte.
Vienna fand nach der Pause besser in die Partie und gestaltete die zweite Halbzeit ausgeglichen. Mehrfach gelang es, den Rückstand zu verkürzen, ohne das Spiel noch einmal entscheidend zu drehen. Die Serben behielten in den entscheidenden Momenten die Kontrolle und brachten den Vorsprung bis zur Schlusssirene über die Zeit.
Statistik unterstreicht den Auftritt der Wiener
Drei Vienna-Spieler punkteten zweistellig, angeführt von Souley Boum mit 21 Zählern. Sammy Hunter kam auf 19 Punkte, Gregor Glas auf 18. BC traf zudem 12 Dreipunktewürfe bei 48 Prozent und verteilte insgesamt 23 Assists.
Den Ausschlag gab letztlich das Rebound-Duell. Zvezda sicherte sich deutlich mehr Offensiv-Rebounds (17:8), die insbesondere in der ersten Halbzeit konsequent genutzt wurden. Dieser Vorteil spiegelte sich auch in den Second-Chance-Punkten und der Spielkontrolle der Gastgeber wider.
Ein Auftritt, der über das Ergebnis hinauswirkt
Trotz der Niederlage war der Auftritt der Wiener ein weiteres Signal. 99 erzielte Punkte auswärts gegen eines der defensivstärksten Teams der Liga und der EuroLeague unterstreichen, dass BC auf diesem Niveau absolut konkurrenzfähig ist.
Das direkte Duell mit international erfahrenen Spielern, darunter ehemalige NBA-Akteure, EuroLeague-Champions sowie ein NBA-Champion wie Jordan Nwora, zeigte zudem, auf welchem sportlichen Niveau sich diese Begegnungen bewegen – und dass dieser Maßstab längst Teil des Wiener Basketball-Alltags ist.
Für BC Vienna bleibt damit ein Auftritt, der verdeutlicht, dass Spiele auf ABA-League-Niveau nicht mehr die Ausnahme, sondern Teil der sportlichen Realität sind.
Nach der morgigen Landung in Wien richtet sich der Fokus zunächst auf das Heimspiel in der BSL am Mittwoch gegen St. Pölten (16.00 Uhr), ehe am Donnerstag das Duell mit KK Bosna (20.30 Uhr) folgt und anschließend die nächste ABA-League-Aufgabe gegen KK Zadar im Dome ansteht, in beiden Spielen mit dem klaren Ziel eines Sieges.
Bericht: Wiener Basketball Verband
Foto: ABA League j.t.d. / Dragana Stjepanovic