Meldung vom 12.02.2026
Kurz vor Ende der Transferfrist reagierten die Flyers auf die Ausfälle von CJ Rollins und Duje Radja und holten mit Carlos Novas Mateo einen Routinier und alten Bekannten zurück nach Wels. Bereits in der Saison 2017/18 trug der in der Dominikanischen Republik geborene Flügelspieler das Trikot der Messestädter, nun soll er mit seiner Erfahrung aus mehreren europäischen Ligen sowie aus Südamerika neue Impulse setzen. Basketball Austria sprach mit dem Allrounder über sein Comeback, seine Erwartungen und die kommenden Aufgaben.
Basketball Austria: Carlos, gratuliere zum Comeback in Wels. Du kommst zum frischgebackenen Cup-Sieger. Wie bist du drauf, was hast du dir vorgenommen? Ist das erklärte Ziel das Double?
Novas Mateo: Vielen Dank! Ich freue mich extrem, wieder in Wels zu sein. Nach dem Cup-Sieg komme ich natürlich in ein sehr gutes Umfeld. Ich bin sehr positiv eingestellt und habe mir vorgenommen, dem Team zu helfen, wo es nur geht. Für mich geht es jetzt darum, mich schnell einzufügen, das System zu lernen und als Mannschaft gut zusammenzufinden.
Wir wollen uns in den Top 6 stabilisieren, einen Rhythmus finden und dann in den Playoffs Schritt für Schritt weiter nach oben arbeiten.
Seit deinen Engagements in Gmunden und Wien hat es dich nach Island und Brasilien gezogen. Du giltst als echter Globetrotter. Wie waren diese Stationen und was hast du sportlich und persönlich mitgenommen?
Die letzten Jahre waren sehr intensiv, aber auch extrem wertvoll. Ich bin viel herumgekommen, habe in unterschiedlichen Ländern gespielt und viel gelernt. Ich fühle mich privilegiert, diese Erfahrungen gemacht zu haben und freue mich gleichzeitig immer, wenn ich nach Österreich zurückkomme.
Island war bereits mein zweites Engagement dort. Die Liga ist schnell und physisch, man muss jede Woche liefern. Es spielen viele starke Imports, das Niveau ist richtig solide.
Brasilien war dann nochmal eine andere Dimension. Die Liga ist extrem professionell und zählt für mich zu den stärksten Ligen, in denen ich bisher gespielt habe. Viele haben das nicht so am Schirm, aber es ist die Top-Liga in Südamerika, mit hoher Qualität, starken Organisationen und einer großartigen Fanbase. Für diese Zeit bin ich sehr dankbar.
Welche Rolle sollst und willst du nun in Wels übernehmen? Nach dem Ausfall von CJ Rollins sind deine Scoring-Qualitäten sicherlich besonders gefragt.
Ich hatte sehr gute Gespräche mit Coach Sebastian Waser. Es war von Anfang an klar, dass ich dem Team in einer entscheidenden Phase der Saison helfen soll, stabiler zu werden.
Für mich ist es jetzt wichtig, das System schnell zu lernen und die Teamchemie aufzubauen. Ich möchte in jeder Rolle bereit sein – ob Energie, Defense, Leadership, Scoring oder Playmaking. Entscheidend ist, dass ich ein Spieler bin, der dem Team hilft, Spiele zu gewinnen.
Es ist nicht dein erstes Engagement in Wels. Was macht die Organisation für dich besonders?
Ich war schon einmal hier, damals in einer anderen Phase meiner Karriere. Aber ich habe die Organisation bereits damals als sehr professionell erlebt. Was mir an Wels gefällt, ist die Art und Weise, wie gearbeitet wird. Basketball hat hier einen hohen Stellenwert, das Umfeld passt.
Für mich war es jetzt auch aus familiären Gründen wichtig, wieder näher zuhause zu sein. Ich hatte über die Jahre immer wieder Kontakt mit Sebastian Waser und dass es jetzt zustande gekommen ist, freut mich sehr. Ich freue mich auf den Rest der Saison.