Meldung vom 19.02.2026
Thomas Crab war Geschichte, sein bisheriger Assistant Coach Nabil Murad leitet die Schwäne für die restliche Saison. In seinen ersten beiden Spielen konnten die Swans direkt als Sieger vom Feld gehen, die Platzierungsrunde verpassten sie dennoch denkbar knapp. „Ich bin mir nicht sicher, ob die Siege an mir lagen. Viel Arbeit war bereits investiert, bevor ich die Rolle übernommen habe. Die Spieler verdienen Anerkennung, weil sie professionell, offen und bereit geblieben sind, sich in einer anspruchsvollen Zeit zu verbessern“, so der mehrfache Nachwuchs-Nationalteamtrainer. Nun heißt es ab in die Qualifikationsrunde, wo es vor allem gegen die druck.at Traiskirchen Lions um die Topposition und somit Gesamtrang sieben geht. Vielleicht geht’s heuer zum dritten Mal in Folge für einen Siebenten ins Finale.
Kein kompletter Neustart
Vor allem das dritte Viertel scheint heuer die Achillesferse der Schwäne zu sein, in fast jedem Spiel ging dieser Abschnitt an den Gegner. Was sich aber bereits bemerkbar macht, ist der Spielstil Murads. Vor allem gegen den BC Vienna wurde das Tempo hochgehalten, in Graz versuchte man ähnliches. „Immer wenn ein neuer Coach Verantwortung übernimmt, sind kleine Anpassungen ganz natürlich. Ich habe versucht, bestimmte Dinge zu vereinfachen, damit die Spieler schneller und freier spielen können, und wir haben uns stark auf Gewohnheiten wie Tempo, physisches Spiel und Entscheidungsfindung konzentriert. Aber das ist kein kompletter Neustart. Viele unserer Prinzipien bleiben gleich, und wir wollen Kontinuität. Das Ziel ist es immer, die Spieler in Situationen zu bringen, in denen sie Erfolg haben können.“
Die Inputs will Nabil Murad so zielsicher wie möglich halten, dem Team werden nur einzelne wichtige Fokuspunkte in der Defense gegeben, die den gegnerischen Teams aber möglichst viele Probleme bereiten sollen. „Meine Aufgabe ist es im Moment einfach, ihnen zu helfen, mit Klarheit und Selbstvertrauen zu spielen.“
Das Ziel für die restliche Saison
Vor zwei Jahren waren es die Unger Steel Gunners Oberwart, die von Tabellenrang sieben bis ins Finale durchmarschiert sind und sich sogar den Titel holen konnten. Den COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz gelang letztes Jahr ebenfalls der Einzug in die Finalserie, man musste sich aber schlussendlich ausgerechnet den Gunners in einem Burgenland-Finalderby geschlagen. Ein gutes Zeichen für die Swans? „Diese Läufe waren große Erfolge für die jeweiligen Vereine. Aber jedes Team schreibt seine eigene Geschichte.“
Ob es den Schwänen oder den Löwen heuer ebenfalls gelingt, wird sich zeigen. Das Programm ist jedenfalls in der Qualifikationsrunde weniger stressig als in der Platzierungsrunde, vielleicht sind diese kleinen Erholungsmöglichkeiten auch heuer wieder kein Nachteil. „Ich glaube, diese Gruppe kann weiterhin besser werden. Wir haben Charakter, wir haben Wettbewerbsgeist und wir haben Spieler, die gecoacht werden wollen. Wenn wir uns in den Bereichen weiter verbessern, die wir anvisieren, können wir für jeden ein schwieriger Gegner sein. Wohin uns das führt, werden wir sehen“, so der neue Leit-Schwan, der sich über das Vertrauen des Clubs freut; „Es ist eine Ehre für mich. Ich bin dankbar für das Vertrauen des Clubs und stolz darauf, jeden Tag mit dieser Gruppe zusammenzuarbeiten. Ich sehe es als meine Verantwortung, die Spieler zu unterstützen, die Organisation gut zu vertreten und uns gemeinsam voranzubringen. Das ist eine Herausforderung, die ich gerne annehme.“