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Meldung vom 02.03.2026

UBI Holding Graz zieht ins WABA 2 Final4 ein

Simone Sill
Simone Sill © basketball austria / bend kohlmaier

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UBI Holding Graz schreibt Vereinsgeschichte und zieht mit einem starken Turnierwochenende in Banovići ins Final4 der WABA 2 ein. Mit zwei überzeugenden Siegen katapultierten sich die Grazerinnen vom unteren Tabellenmittelfeld unter die besten vier Teams der Women’s Adriatic Basketball Association.
Der Einzug ins Final4 gelang ausgerechnet gegen die BK Raiffeisen Duchess, die ebenfalls die Möglichkeit auf den Einzug gehabt hätten.

Pressetext (5445 Zeichen)Plaintext

Den Grundstein legte UBI am Samstag gegen das junge, aggressive Team aus Podgorica. Von Beginn an präsentierten sich die Steirerinnen fokussiert und defensiv kompakt. Die Grazerinnen ließen lediglich 4 Punkte der Gegnerinnen zu, während sie 14 scorten. Auch im zweiten Viertel konnten sie die Führung ausbauen und konnten zwischenzeitlich sogar mit 22 Punkten davonziehen. Die Gegnerinnen kämpften sich immer wieder zurück aber konnten nie auf unter 12 verkürzen. Angeführt von einer überragenden Khrystyna Kulesha, die mit 17 Punkten, 10 Rebounds und 4 Assists ein starkes Double-Double auflegte, kontrollierten die Grazerinnen das Spielgeschehen. Moni Schwarzinger steuerte 15 Punkte bei, während Eni Nizamic mit 10 Punkten ebenfalls zweistellig anschreiben konnte. Durch konsequente Defense, schnelles Umschaltspiel und dominantes Rebounding ließ UBI nichts mehr anbrennen, gewann alle 4 Viertel für sich und sicherte sich einen souveränen 68:46-Erfolg.

Auch Klosterneuburg am Samstag erfolgreich
Die BK Raiffeisen Duchess ließen RMU Banovici am ersten Tag des WABA 2-Wochenendes in Bosnien keine Chance. Die Duchess setzten die Gastgeberinnen aus Bosnien früh unter Druck, forcierten Ballverluste und stellten in knapp über zwei Minuten auf 8:3. Die daraufhin rasch einberufene Auszeit von Banovici zeigte kurzfristig Wirkung, denn die Bosnierinnen glichen die Partie aus. Für die Duchess war das aber eine Art Initialzündung, denn nun nahmen sie das Spiel in die Hand und zogen sukzessive davon. Am Ende des ersten Viertels standen die Duchess mit einer überragenden Dreierquote (6 von 11) und einem Score von 31:16 schon sehr gut da. In den ersten Minuten des zweiten Abschnitts gestalteten die Gastgeberinnen das Spiel offener und hielten die Hoffnung am Leben, wieder zurückzukommen. Die Duchess waren nun auch fehleranfälliger und nicht mehr ganz so selbstsicher, wie noch im ersten Viertel. Doch auch Banovici hatte immer wieder Probleme beim Spielaufbau und schaffte es somit nicht, den Rückstand deutlich zu verkürzen. Zur Halbzeit führten die Klosterneuburgerinnen immer noch komfortabel mit 50:37.

Die Duchess starteten dann druckvoll in die zweite Spielhälfte und erhöhten die Führung im Laufe des Viertels auf bis zu 34 Punkte. Banovici hatte kaum etwas entgegenzusetzen und war bei vielen Aktionen der Gäste nur noch Zuseher. Die Bosnierinnen blieben bis auf einen Korb kurz nach Wiederbeginn in diesem Abschnitt punktelos und mussten damit einen 0:23-Run hinnehmen. Mit 73:39 war bereits vor dem Schlussviertel alles entschieden. Unter diesen Voraussetzungen konnte Duchess-Coach Diana Picorusevic den letzten Abschnitt nutzen, verschiedene Aufstellungen und Systeme zu testen, ohne den Sieg zu gefährden. Am Ende stand ein klares 82:45 zu Buche und die Klosterneuburgerinnen erarbeiteten sich mit diesem Erfolg die große Chance, das WABA 2 Final Four zu erreichen. Die Gegner: UBI Holding Graz.

„Wir haben gut ins Spiel gefunden, vor allem unser offensiver Rhythmus war in der ersten Halbzeit sehr gut, allerdings haben wir defensiv noch einige einfache Punkte zugelassen. In der zweiten Halbzeit sind wir auch defensiv besser geworden, haben gut getroffen und alle Spielerinnen konnten beweisen, was sie drauf haben“, so Duchess-Spielerin Vicky Matzka nach der Partie am Samstag.

Österreich-Duell um Final4-Einzug
Von Beginn an war spürbar, dass UBI dieses Spiel unbedingt gewinnen wollte. Mit enormer Energie, kluger Spielkontrolle und starker Defense erspielten sich die Grazerinnen bereits zur Halbzeit eine komfortable +18-Führung. Zwar kämpften sich die Duchess noch einmal heran, doch UBI blieb stabil, bewies in den entscheidenden Phasen Nervenstärke und versenkte die wichtigen Würfe zur richtigen Zeit.

Simone Sill war mit 20 Punkten kaum zu stoppen und setzte wichtige Akzente in der Offensive. Khrystyna Kulesha bestätigte ihre starke Form und verbuchte mit 12 Punkten und 11 Rebounds erneut ein Double-Double. Auch Moni Schwarzinger überzeugte erneut mit 15 Punkten und traf über das gesamte Turnier starke 50 Prozent ihrer Dreipunktewürfe. Der verdiente 67:55-Erfolg bedeutete nicht nur den ersten Sieg gegen Klosterneuburg seit über eineinhalb Jahren, sondern auch den historischen Einzug ins Final4 eines internationalen Bewerbs.

Headcoach Boris Virag zeigte sich nach dem Wochenende stolz auf sein Team: „Das war ein super Turnier für uns. Das erste Spiel haben wir gegen ein junges, aber sehr aggressives Team gewonnen. Im österreichischen Derby haben wir eine großartige erste Halbzeit gespielt, konnten auch in der zweiten Halbzeit konzentriert bleiben und haben uns 40 Minuten gut präsentiert, was zu einem Sieg gegen die Duchess geführt hat. Ich bin wirklich stolz auf das Team, dass wir das Final4 der WABA2-Liga erreicht haben.“

Auch Simone Sill betonte die Bedeutung dieses Erfolgs: „Wir sind stolz, dass wir den letzten Platz im WABA Final4 fixieren konnten. Durch schönes Teamplay und guten defensiven Effort konnten wir endlich den Bann gegen unsere Erzrivalinnen brechen. Das gewonnene Selbstbewusstsein nehmen wir mit nach Österreich, um uns sowohl auf das internationale Final4 als auch auf die nationalen Playoffs vorzubereiten.“

Mit dem Einzug ins Final4 reiht sich UBI Holding Graz nun unter die vier besten Teams der WABA 2 ein – gemeinsam mit Brod na Savi (CRO), Ilirija (SLO) und ZKD Maribor (SLO). Ein historischer Erfolg für das Team aus der Steiermark.

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