Meldung vom 19.03.2026
Für den gebürtigen Klosterneuburger, der in der Jugend des BK Klosterneuburg ausgebildet wurde, ist der Titelgewinn ein besonderer Meilenstein. Im Bamberg-Podcast „Die Auszeit“ sagte Höllerl rückblickend: „Echt ein geiles Gefühl. Ich hätte nicht damit gerechnet, dass ich, als ich vor fünf Jahren hierhergekommen bin, fünf Jahre später mich deutscher Pokalsieger nennen kann.“
Der Bruder von Österreichs Top-Talent Sina Höllerl und Sohn von win2day-BDSL-Coach Stefan Höller beschreibt seinen Weg als Mischung aus Geduld, Beharrlichkeit und harter Arbeit: „Es waren viele Ups und Downs, aber ich war immer schon einer, der seinem Verein treu geblieben ist. Ich hatte schwierige Zeiten hier anfangs, aber ich habe immer weitergemacht, immer hart trainiert – und jetzt bin ich hier.“
Beim TOP FOUR erlebte Höllerl den Bamberger Sensationslauf hautnah mit. Vor allem das Halbfinale gegen Bayern München sei emotional extrem gewesen: „Absoluter Horror. Also das Halbfinale, mir ging es wirklich nicht gut. Ich hatte Bauchschmerzen, die ganze Zeit Puls auf 180.“ Nach dem Finaleinzug sei dann alles explodiert: „Wir wussten erst mal nicht, wohin mit uns, weil Gefühlsexplosion – und ja, das war einfach geil.“
Der 20-Jährige kommt in Bamberg heuer nur sporadisch zum Einsatz, sammelt aber parallel über die Doppellizenz beim BBC Coburg wichtige Minuten. Dass er seine Rolle realistisch einschätzt, macht Höllerl im Podcast deutlich: „Von Anfang an war klar, dass ich bei Bamberg jetzt nicht die größte Rolle spielen werde. Wir haben gesagt, wir wollen die Trainings mitnehmen. Und die Spielpraxis kriege ich in Coburg.“ Sein Rat an andere junge Spieler fällt entsprechend bodenständig aus: „Einfach dranbleiben und hart arbeiten. Das ist einfacher gesagt, aber ja, es ist so.“
Auch nach dem Pokalsieg will sich in Bamberg niemand auf dem Erfolg ausruhen. Trainer Anton Gavel habe laut Höllerl schnell wieder den Fokus auf den Liga-Alltag gelenkt: „Er hat gleich im ersten Training klargemacht: schön und gut, dass wir jetzt gewonnen haben. Aber jetzt geht es weiter.“ Bemerkenswert aus österreichischer Sicht: Auch Pokalsieger-MVP Demarcus Demonia ist in Österreich kein Unbekannter, startete seine Profikarriere 2023 doch bei den Traiskirchen Lions in der win2day Basketball Superliga.
„Die AUSZEIT: Folge #21 mit Nico Höllerl“ gibt es hier zum Nachhören.
© Daniel Löb