Meldung vom 27.03.2026
Vienna begann klar tonangebend und erspielte sich mit einem 26:11 im ersten Viertel früh einen deutlichen Vorsprung, setzte dabei die Linie und zeigte, wer im Dome das Spiel vorgibt, getragen von effizienter Shot Selection und sauberer Entscheidungsfindung.
Doch statt das Spiel weiter konsequent in diese Richtung zu lenken, ließ die Präzision in der Offensive zunehmend und über längere Phasen nach, während Borac immer mehr Zugriff bekam und sich Schritt für Schritt zurückarbeitete.
Von +15 zum offenen Spiel
Zur Pause war der Vorsprung bereits auf acht Punkte geschrumpft, nach drei Vierteln waren es nur noch zwei, und spätestens zu diesem Zeitpunkt war das Spiel vollständig offen. Im Schlussabschnitt kippte die Partie schließlich, als Borac knapp drei Minuten vor dem Ende erstmals in Führung ging und Vienna in dieser Phase Probleme hatte, zu klaren Abschlüssen zu kommen.
Genau in diesem Moment gelang jedoch die entscheidende Reaktion. Vienna fand wieder bessere Lösungen in der Offensive, verteidigte aggressiver und setzte sich mit einem 7:0-Run innerhalb weniger Possessions wieder ab, getragen unter anderem vom Dreier von Luka Ašćerić zum 79:73 rund eine Minute vor dem Ende, der den Run bestätigte und Borac erneut unter Druck setzte.
Dieser Abschnitt erwies sich als Wendepunkt, weil Borac danach nicht mehr ausreichend Zugriff bekam, um das Spiel erneut zu drehen.
Boum-Show
Souley Boum bestätigt seine aktuelle Form in beeindruckender Weise und prägt das Spiel erneut maßgeblich. Nach seinen 32 Punkten im Spiel gegen FMP legt er gegen Borac 39 Punkte nach und ergänzt diese Leistung mit 6 Rebounds, 6 Assists sowie je einem Steal und Block bei einem Effizienzwert von 51.
Entscheidend ist dabei nicht nur die statistische Dimension, sondern der Einfluss auf den Spielverlauf, da Boum gerade in der Phase, in der das Spiel zu kippen droht, Verantwortung übernimmt und die entscheidenden Aktionen setzt. Unterstützung kam von Tekele Cotton, der mit 11 Punkten für wichtige Entlastung sorgte und Vienna in Phasen trug, in denen der offensive Rhythmus verloren ging.
Mit diesem Sieg bleibt Vienna im Rennen. Die Ausgangslage bleibt jedoch eng, da sich im Play-Out jeder Sieg unmittelbar auf beide Tabellenrichtungen auswirkt. Entscheidend wird sein, ob es gelingt, die Klarheit aus der Schlussphase über längere Strecken zu halten und nicht erneut in Phasen zu geraten, in denen das Spiel aus der Hand gegeben wird.
Text: Wiener Basketball Verband
Foto: Vienna