Meldung vom 06.05.2026
Im ersten Semifinale treffen die Unger Steel Gunners Oberwart und der BC Vienna aufeinander – bei einer Saisonbilanz von 2:2 ein Duell auf Augenhöhe. Oberwart entschied die ersten beiden Spiele (eines davon gegen eine stark verjüngte BCV-Mannschaft) für sich, ehe Vienna in nahezu voller Besetzung zurückschlug und die folgenden zwei Duelle gewann. Besonders beeindruckend präsentierte sich der Hauptstadtklub zuletzt in der Viertelfinalserie gegen Klosterneuburg, in der man mit starken Leistungen und einem 3:0-Sweep überzeugte.
Auch historisch betrachtet ist das Aufeinandertreffen spannend: Während Oberwart bereits zum 18. Mal im Semifinale steht (elf Finaleinzüge, vier Titel), ist es für den BC Vienna die achte Teilnahme, wobei viermal das Finale erreicht und zweimal der Titel geholt wurde. In bisherigen Play-off-Duellen liegt der Meister mit 2:1 vorne, doch das letzte große Aufeinandertreffen – das Finale 2013 – ging knapp an Wien. Gunners-Coach Horst Leitner: „Vor der Serie gegen BC Vienna ist die Rollenverteilung von außen klar, aber für uns spielt das keine entscheidende Rolle. In den Play-offs geht es nicht um Favoriten, sondern darum, was auf dem Feld passiert. Unser Fokus liegt ausschließlich auf dem nächsten Spiel. Wir wollen von Beginn an unseren Rhythmus finden, unser Spiel durchziehen und als Mannschaft geschlossen auftreten. Mit der Unterstützung unserer Fans haben wir dabei einen zusätzlichen Vorteil, den wir nutzen wollen.“
Erste Serie zwischen Kapfenberg und Graz
Im zweiten Halbfinale kommt es mit den Hefte Helfen Kapfenberg Bulls gegen den UBSC Raiffeisen Graz zu einem Steirer-Derby. Die Favoritenrolle scheint dabei zunächst klar verteilt: Kapfenberg gewann vier der fünf Saisonduelle (inklusive Cup), zudem wurden vier der letzten fünf Heimspiele gegen Graz erfolgreich gestaltet. Allerdings setzten die Landeshauptstädter im jüngsten Aufeinandertreffen ein starkes Zeichen und dominierten die Partie. Ervin Dragšič, Coach von Graz: „Wir spielen gegen die beste Mannschaft der regulären Saison. Sie haben ein sehr starkes Team mit sieben Legionären und mehreren Nationalspielern – das ist natürlich eine große Herausforderung. Es wird sicher nicht einfach, aber wir kommen mit Selbstvertrauen, gerade nach dem letzten Sieg gegen Kapfenberg. Das hat uns gezeigt, dass wir auf diesem Niveau bestehen können. Jetzt erwartet uns allerdings ein komplett anderer Gegner als Wels. Wir müssen uns sowohl offensiv als auch defensiv anpassen und in beiden Bereichen Lösungen finden. Trotzdem habe ich großes Vertrauen in diese Mannschaft. Die Jungs geben immer alles, und genau das ist die Basis, die du in so einer Serie brauchst. Wir haben drei Auswärtsspiele vor uns und wissen: Wir müssen mindestens einmal dort gewinnen und unseren Heim-Court verteidigen. Kapfenberg sehe ich als leichten Favoriten – sie waren Erster nach der regulären Saison und haben ihre Viertelfinalserie klar gewonnen. Ich erwarte eine sehr intensive Serie mit vollen Hallen in Kapfenberg und in Graz. Vielleicht gelingt uns ja erneut eine Überraschung.”
Während Graz erst zum dritten Mal im Semifinale steht und zuletzt 2024 ins Finale einzog, bringt Kapfenberg enorme Erfahrung mit: Es ist die 22. Halbfinal-Serie der Bulls, neunmal schafften sie den Finaleinzug, siebenmal folgte der Titel. Brisant: Es ist die erste direkte Play-off-Serie zwischen diesen beiden Teams. In bisherigen steirischen Derby-Serien (jeweils gegen Fürstenfeld) behielt Kapfenberg stets die Oberhand. „Das Team hat eine gute Dynamik und wir wollen unseren Fans wieder eine Finalserie bieten. Aber jetzt ist immer das nächste Spiel das Wichtigste und wir sind bereit, hart zu arbeiten und 40 Minuten zu kämpfen. Die Intensität muss konstant hoch sein gegen dieses Grazer Team und wir hoffen natürlich auf den Heimvorteil am Donnerstag“, so Klym Artamonov, Coach der Bulls.
Das Duell Oberwart gegen Vienna (19.00 Uhr) wird wie immer live auf basketballaustria.tv übertragen und von Marius Beneke kommentiert.