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Meldung vom 08.07.2026

Zehn Jahre bis in die Superliga: Wie sich die Kufstein Towers auf die größte Saison ihrer Vereinsgeschichte vorbereiten

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Towers 2025/26 © Basketball Austria / Alexander Schwaninger

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Vor wenigen Wochen erhielten die Pirlo Kufstein Towers die Wildcard für die win2day Basketball Superliga. Seither läuft hinter den Kulissen die wohl intensivste Offseason der Vereinsgeschichte. Während die Kufstein Arena an die Anforderungen der höchsten Spielklasse angepasst wird, steht der Kader für die Premierensaison bereits weitgehend. Sportdirektor Fabio Thaler spricht über den personellen Umbruch, die Herausforderung Superliga und die Vision, Basketball im Westen Österreichs nachhaltig zu etablieren.

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Dass Kufstein künftig erstklassig spielt, kam für die Verantwortlichen keineswegs überraschend. „Eigentlich hat sich seit der Wildcard gar nicht allzu viel verändert“, sagt Sportdirektor Fabio Thaler. „Seit drei Jahren arbeiten wir gezielt an der Professionalisierung des Vereins.“

Die Aufnahme in die win2day Basketball Superliga sei deshalb weniger Startschuss als vielmehr der nächste Meilenstein eines langfristigen Projekts. Vor allem infrastrukturell wartet bis zum Saisonstart aber noch einiges an Arbeit. „Das Basisbudget ist abgesichert und organisatorisch steht bereits ein Großteil“, erklärt Thaler. „Infrastrukturell müssen wir aber noch nachschärfen.“

Nach durchschnittlich rund 450 Zuschauern pro Heimspiel in der vergangenen Zweitliga-Saison rechnen die Towers mit weiter wachsendem Interesse. Die Kufstein Arena soll künftig sogar Platz für mehr als 1.000 Fans bieten.

Kaderumbruch mit prominenten Abgängen

Besonders aufmerksam verfolgt wurde zuletzt die Kaderentwicklung. Mit Mate Horvath und Pol Canovas verließen gleich zwei Leistungsträger den Verein. Thaler relativiert den Eindruck eines kompletten Neustarts: „Von den neun Rotationsspielern bleiben drei fix erhalten, außerdem bleibt unser Head Coach Xavi Mascaro. Zusätzlich wird es auch einen Rückkehrer geben.“

Die gemeinsame Vision mit Obmann Michael Pilger sei klar: Gesucht werden „junge, dynamische Spieler, die sich mit unserer Spielweise und auch mit Kufstein identifizieren“. Der Umbruch sei einerseits der höheren Spielklasse geschuldet, andererseits hätten auch Faktoren außerhalb des eigenen Einflussbereichs eine Rolle gespielt. Sollte es in der Vorbereitung keine Verletzungen geben, sei die Kaderplanung bereits abgeschlossen. Unlängst präsentierten die Tiroler mit Guard Felix Angerbauer bereits den ersten Neuzugang.

„Ausnahmetalent“ an der Seitenlinie

Dass der Sprung von der Basketball Zweite Liga in die win2day BSL groß ist, darüber macht sich in Kufstein niemand Illusionen. „Wir haben großen Respekt vor der Liga und gehen das Ganze mit Demut an“, sagt Thaler, der seine aktive Karriere beendet und sich künftig ausschließlich auf seine Aufgaben als sportlicher Leiter konzentriert.

Große Stücke hält er auf Head Coach Xavi Mascaro, den er als „Ausnahmetalent“ bezeichnet. Gemeinsam wolle man „einen athletischen und dynamischen Kader formen, der attraktiven Basketball spielt und sich langfristig in der Liga etabliert“.

Gastspiel in Innsbruck befeuert ambitionierte Nachwuchspläne

Mit dem Aufstieg endet zugleich eine lange Durststrecke für Tirols Basketball. Seit dem Niedergang der Tirol Pilots Anfang der 2000er-Jahre fehlte Westösterreich ein Verein in der höchsten Spielklasse. Ein sichtbares Zeichen soll bereits am 27. Dezember folgen, wenn die Towers ein Heimspiel in Innsbruck gegen Vizemeister Oberwart austragen und die win2day Basketball Superliga damit nach vielen Jahren wieder in der Landeshauptstadt gastiert.

Auch der Nachwuchs soll vom Aufstieg profitieren. Die Zahl der aktiven Kinder möchte man von derzeit rund 130 auf mehr als 200 steigern. Erstmals werden zwei hauptamtliche Nachwuchstrainer beschäftigt, langfristig sollen regelmäßig Talente aus der Region den Sprung in den Superliga-Kader schaffen und damit die Möglichkeit bekommen, auch im Westen Österreichs Basketball auf höchstem nationalen Niveau zu spielen. 

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