Meldung vom 26.03.2026
Die Raiffeisen Swans Gmunden sind seit dem Trainerwechsel weiterhin ungeschlagen und sind auf einem guten Weg, die Qualifikationsrunde auf dem ersten Platz zu beenden. In einem Gespräch mit Basketball Austria hat Swans- und Nationalteamguard Miro Zapf über die Parallelen zu den vergangenen Saisonen, die neue Identität der Swans und die Außenseiterrolle in den Playoffs gesprochen.
Kann Gmunden Oberwart oder Eisenstadt?
Oberwart und Eisenstadt haben in den letzten Jahren vorgezeigt, wie es vom siebten Platz aus gehen kann. Das nehmen wir uns natürlich als Vorbild und wollen das ebenfalls probieren.
Warum läuft es so gut? Wie war der Turnaround in St. Pölten möglich?
Wir haben uns in den letzten sechs Spielen in einen kleinen Rausch gespielt, obwohl da auch nicht die besten Spiele dabei waren. Es ist uns trotzdem endlich gelungen, knappe Spiele zu gewinnen und wie in St. Pölten einen Rückstand aufzuholen und umzudrehen. Das ist durch unsere defensive Intensität und durch schnelles Umschaltspiel gelungen, was in der Situation unser Gameplan war und auch unsere neue Identität sein.
Was hat sich unter dem neuen Trainer geändert?
Wie man eben in der Schlussphase in St. Pölten sehen konnte, haben wir unsere defensive Identität komplett geändert bzw. sind wir da gerade dran. Wir wollen aggressiv verteidigen und Druck am Ball machen. Am Rebound haben wir noch unsere Schwächen, wir geben zu viele Offensivrebounds ab. Aber wir wollen jetzt schnell spielen und in dieser Hinsicht machen Nabil (Murad, Anm.) und sein Assistant Coach echt einen guten Job. Mit viel positiver Energie versuchen sie, einen neuen Schwung in die Mannschaft zu bringen und das ist in den ersten Spielen jedenfalls gelungen.
Gibt es einen "Wunschgegner" für das Viertelfinale?
Für uns gibt es keinen Wunschgegner, wir sind sicherlich gegen jeden Gegner in der ersten Runde der Underdog. Aber warum nicht, es ist auf jeden Fall möglich und ich glaube, wir konzentrieren uns jetzt nicht darauf, wen wir wollen. Es wird sicher nicht einfach, aber es wird möglich sein und wir werden vorbereitet in die Playoffs starten, das kann ich auf jeden Fall sagen.
Wenn man kein Heimrecht hat - ist dann der Druck automatisch beim Gegner?
Einer der Vorteile ist vermutlich, dass man als Underdog in die Playoffs geht und insofern keinen Druck hat. Ich glaube, dass der Druck aufgrund des Heimvorteils beim höherplatzierten Gegner ist. Wenn man auswärts ein Spiel stehlen kann, ist die komplette Serie umgedreht und man hat gute Chancen. Als Außenseiter in die Serie zu starten ist also sicher ein kleiner Vorteil.
Ins Duell gegen die COLDAMARIS Eisenstadt Dragonz gehen die Swans als Favorit. Die Traunseestädter sind seit sechs Spielen ungeschlagen, die Eisenstädter warten seit zehn Spielen auf einen Erfolg. Nach dem Playoff-Aus gegen die Dragonz im letzten Jahr stehen die Schwäne somit heuer vor einem "Season-Sweep", müssen aber auf den verletzten Vuk Zivanovic verzichten.
Dragonz-Coach Edgar Nubiola: „Wir haben unser vorletztes Heimspiel der Saison und wollen den Fans einen Sieg schenken. Dafür müssen wir aber die vollen 40 Minuten konzentriert bleiben und uns an den Spielplan halten."