Meldung vom 25.10.2026
Katharina Kindl ist seit Sommer Head Coach der Basket Flames. Mit den Wienerinnen hat die 25-Jährige einen starken Saisonstart in die win2day Basketball Damen Superliga hingelegt: nach fünf Runden halten die „Flammen“ bei vier Siegen und nur einer Niederlage. Am Montag, 26. Oktober (ab 17.30 Uhr live auf
basketballaustria.tv) fordert sie mit ihrem Team die ungeschlagenen Tabellenführerinnen aus Wels. Im Vorfeld der Begegnung sprach Kindl über den Saisonstart, den Coup über die Titelverteidigerinnen und das bevorstehende Duell um Platz eins.
Vier Siege, Tabellenplatz zwei und mit den Duchess bereits einen der großen Titelfavoritinnen geschlagen: Hast du dir deinen Einstand als Basket Flames-Trainerin so vorgestellt?
Natürlich freuen wir uns über so einen Start. Gleichzeitig war mir aber von Anfang an wichtig, dass wir uns nicht zu sehr von Ergebnissen beeinflussen lassen, sondern uns als Mannschaft weiterentwickeln. Die Spielerinnen haben in der Pre-Season hart gearbeitet und in jedem Spiel können wir immer mehr von dem umsetzen, was wir uns vornehmen.
Der Erfolg gegen Klosterneuburg war ein erstes Ausrufezeichen. Was hat dein Team in diesem Spiel besonders gut gemacht – und was hast du für den weiteren Verlauf mitgenommen?
Wir haben als Team über weite Strecken geschlossen agiert und uns auch in schwierigeren Phasen nicht verunsichern lassen. Die Spielerinnen haben um jeden Ball gekämpft und defensiv mit viel Intensität gespielt. Ich glaube, das Spiel hat uns auf jeden Fall noch einmal mehr Selbstvertrauen gegeben und gezeigt, dass, wenn wir unsere Sachen umsetzen, wir auch Spiele gegen qualitativ starke Mannschaften gewinnen können.
Was zeichnet euch heuer aus? Welche Identität hat und soll deine Mannschaft entwickeln?
Wir wollen aggressiv verteidigen, physisch auftreten, um jeden Ball kämpfen und mit viel Energie spielen. In der Offensive wollen wir durch Teamaktionen punkten. Unsere Identität soll sich dadurch auszeichnen, dass wir als Team auftreten und unser Tempo und unsere Intensität über das gesamte Spiel hochhalten können.

Dein Team ist aktuell am Rebound dominant. Wie wichtig ist dieser Faktor?
Der Rebound ist ein enorm wichtiger Faktor, weil er uns zusätzliche Ballbesitze ermöglicht und gleichzeitig die Chancen des Gegners begrenzt. Durch die defensiven Rebounds können wir schnell zu Transitions kommen und unser Tempo hochhalten.
Turnover, Freiwurfquote - beides ausbaufähig. Wenn man diese Bereiche verbessert, was ist dann mit diesem Team heuer möglich?
Ich glaube, wir haben noch in einigen Bereichen viel Potenzial nach oben. Wir erspielen uns bereits jetzt gute Möglichkeiten und arbeiten uns viele zusätzliche Ballbesitze heraus. Wenn es uns gelingt, in allen Bereichen besser zu werden, können wir regelmäßig Spiele auf diesem Niveau gewinnen. Unser Anspruch muss sein, uns Woche für Woche zu verbessern.
Mit Wels warten nun die ungeschlagenen Tabellenführerinnen auf euch. Was macht die Oberösterreicherinnen aktuell so stark und wo siehst du Möglichkeiten, um ihnen die erste Niederlage zuzufügen?
Wels ist nicht ohne Grund ungeschlagen. Sie spielen aktuell sehr konstant, treten als geschlossene Mannschaft auf und verfügen über viel Qualität. Für uns wird es deshalb wichtig sein, physisch dagegenzuhalten, ihre Stärken möglichst gut zu kontrollieren und ihnen unseren Rhythmus aufzuzwingen. Wir müssen den Ball gut bewegen, viel Druck auf die Guards aufbauen und das Rebound Duell gewinnen.
Ein Sieg gegen Wels würde nach dem Erfolg über Klosterneuburg das nächste große Ausrufezeichen bedeuten. Welche Signalwirkung hätte ein solcher Erfolg – auch mit Blick auf die weitere Saison?
Natürlich wäre das ein starkes Signal gegen die ungeschlagenen Tabellenführerinnen zu gewinnen. Gleichzeitig wissen wir, dass eine Saison lang ist und nicht ein einzelnes Spiel über alles entscheidet. Unser Fokus liegt deshalb darauf, von Spiel zu Spiel zu denken, konstant zu arbeiten und uns weiterzuentwickeln. Wenn wir das schaffen, können wir uns im Laufe der Saison in eine sehr interessante Position bringen.