Meldung vom 17.02.2026
In einem Gespräch am Montag Morgen haben der Headcoach der Eisenstadt Dragonz und der General Manager Roland Knor die Zusammenarbeit beendet. Gleichzeitig übernimmt der bisherige Assistant Coach Edgar Maestre Nubiola das Amt des Headcoaches.
Als vor knapp 6 Jahren die Verpflichtung von Felix Jambor als Headcoach gelang, ahnte keiner, dass dieser Wechsel zu einem Höhenflug der Eisenstadt Dragonz führen würde, der letztendlich neben dem Aufstieg des Vereins in die win2day Basketball Super Liga gleich im dritten BSL-Jahr in dem Vizemeister-Titel gipfelte.
2020 übernahm Felix Jambor das Team der Zweiten Bundesliga und führte es innerhalb von 2 Jahren ins Finale, in dem unser Team nur knapp am damaligen Meister Fürstenfeld Panthers scheiterte (man erinnert sich jetzt noch daran, dass man in der Best-Of-Three-Serie von den 12 Vierteln nur 2 verloren hatte und trotzdem den Steirern unterlag). Dennoch gelang es als Vizemeister gemeinsam mit Fürstenfeld in die höchste Spielklasse aufgenommen zu werden.
Danach begann Felix Jambor gemeinsam mit GM Roland Knor in mühsamer Arbeit, kleinem Budget und wenig Infrastruktur eine wettbewerbsfähige Mannschaft aufzubauen, was sich in den ersten zwei Jahren aus unterschiedlichen Gründen als sehr schwieriges Unterfangen erwies. Dennoch gelang den Eisenstadt Dragonz 2022 als einzigem Zweitligisten die Sensation und man zog in das Österreichische Cup Final 4 ein. Der sportliche Erfolg gipfelte zudem auch in der Zulosung der Austragung, was den Eisenstädtern ermöglichte, dieses Finale zum ersten Mal in der burgenländischen Hauptstadt vor heimischem Publikum auszutragen. Für die ganz große Sensation reichte es allerdings nicht und man schied im Semifinale aus. Dennoch: die Resonanz in in der Österreichischen Basketball Welt war überwältigend. Fast über Nacht wurden die Basketballer der Burgenländischen Landeshauptstadt nicht nur in der Basketball- Community zum großen Gesprächsthema.
Der sportliche Erfolg in der regulären Meisterschaft stellte sich allerdings erst in der letzten Saison 2024/25 ein. Allerdings ahnte zu Beginn keiner, dass Eisenstadt DAS Sensationsteam der win2day Basketball Super Liga werden.
Immer optimal auf den Gegner eingestellt behielten die Dragonz unter der Regie von Felix Jambor in der Qualifikationsrunde eine fast weiße Weste (7 Siege von 8 Spielen) und durften als Bestplatzierte in die vermeintlich schwere Playoff Serie starten, die in einer historischen Serie gegen die Raiffeisen Flyers Wels mündete.
Obwohl viele in der österreichischen Basketball-Szene an ein Ende des Höhenfluges der Eisenstädter gegen die erfahrenen Gmunden Swans glaubten, blieb der aus Innsbruck stammende Headcoach der Dragonz fokusiert und motivierte die Mannschaft im letzten Spiel gegen die Oberösterreich nach einem 20-Punkte-Rückstand in der Halbzeit dermaßen, dass sie das Unmögliche möglich machte, das Spiel in der 2. Halbzeit tatsächlich noch drehen konnte und letztendlich den Einzug ins burgenländische Traumfinale schafften.
Gegen Oberwart war dann zwar Endstation, aber bereits vor dem Finale wusste man, dass das Burgenland nun zwei Basketball-Hochburgen hatte und der Vizemeister-Titel als Meilenstein der Club-Geschichte bescherte sowohl dem Team als auch Coach Felix Jambor die verdiente Nominierung zum burgenländischen Team und Coach des Jahres 2025.
Mit Ende der Saison brachten schlechte Neuigkeiten im Sponsor-Bereich das Erfolgskonstrukt allerdings zum Wanken. Mit vereinten Kräften gelang es allerdings, die Saison 2025/26 finanziell zu sichern, allerdings Stand dem Trainer-Team weit weniger Budget für die Zusammenstellung des Teams zur Verfügung als in der Erfolgs-Saison. Dennoch hielt Felix Jambor, der auch andere Angebote als Headcoach ausschlug, dem Club die Treue und stellte sich der Mammut-Aufgabe mit einem sehr jungen Team in die Meisterschaft zu bestreiten. Die vermeintlich schwierige Saison erwuchs sich allerdings zu einem sportlichen Desaster, deren Ursachen auf vielen Schultern lastet.
Dennoch ist man nun zur Entscheidung gelangt, dass in dieser Situation ein Trainerwechsel einen letzten Impuls für das Team geben soll.
Die BBC Nord Dragonz haben in den vergangenen Jahren Geschichte geschrieben, die ohne Felix so nicht möglich gewesen wäre.
Statement General Manager Roland Knor:Es war eine sehr schwere Entscheidung für mich, da der Verein und ich Felix viel zu verdanken haben. Die Dragonz haben in der Vergangenheit viele Entscheidungen gemeinsam getroffen, sehr viel Herzblut in das Team gesteckt und die Eisenstadt Dragonz inklusive der Nachwuchsarbeit letztendlich zu dem gemacht, was sie jetzt darstellen. Aber im Profi-Sport zählen am Ende immer die Ergebnisse und daher musste ich in meiner Funktion als GM auch agieren und nach dem Spieler-Wechsel als letzten Impuls auch im Trainer-Bereich versuchen, neue Akzente zu setzen. Ich hoffe allerdings sehr, dass Felix uns in anderer Funktion erhalten bleibt.
Text: Eisenstadt Dragonz
Bild: Basketball Austria / Martin Pröll