Meldung vom 22.04.2026
Die Unger Steel Gunners Oberwart haben ihre erste Postseason-Niederlage seit knapp zwei Jahren und 14 Play-off-Siegen in Serie hinnehmen müssen. Der Titelverteidiger unterlag im zweiten Spiel der „best-of-5“-Viertelfinalserie auswärts bei den Raiffeisen Swans Gmunden mit 81:89. Die Oberösterreicher, die zum Auftakt noch eine klare Niederlage einstecken mussten, glichen die Serie dank eines überragenden Daniel Friedrichs aus.
Parallel ist auch dem UBSC Raiffeisen Graz der Serienausgleich gelungen. Die Steirer revanchierten sich mit einem 85:79 an den Raiffeisen Flyers Wels für die deutliche Niederlage im ersten Spiel. Bei Graz, das mit einem Plus zwölf im zweiten Abschnitt die Vorentscheidung herbeiführte, spielte das Legionärs-Sextett durch.
Der BC Vienna und die Hefte Helfen Bulls Kapfenberg sind indes nach klaren Auswärtssiegen nur noch einen Erfolg vom Aufstieg ins Semifinale entfernt: Die Wiener, bei denen sechs Spieler zweistellig scorten, setzten sich bei den BK Karbon-X Dukes nach einer starken Offensivleistung in der zweiten Halbzeit mit 90:70 durch, während Grunddurchgangssieger Kapfenberg bei den druck.at Traiskirchen Lions eine über drei Abschnitte ausgeglichene Begegnung mit einem Plus 14 im Schlussviertel 92:78 für sich entschied.
Wien und Kapfenberg haben jeweils am Sonntag vor heimischem Publikum die Möglichkeit, den Aufstieg zu schaffen. Die beiden anderen Viertelfinalserien werden bereits am Samstag fortgesetzt.
Der Nationalteamspieler der Gmundner, der alle seine fünf Versuche von jenseits der Dreipunktelinie traf, legte mit 28 Punkten ein neues Season-High auf und war Top-Scorer der Begegnung. „Es war ein harter Playoffkampf heute. Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben aber gewusst, dass Oberwart zurückkommen wird. Wir haben dann leider noch Larry (Wise) verloren durch eine Verletzung, aber haben über das ganze Spiel vor allem defensiv einen soliden Job gemacht und physisch dagegengehalten. In der zweiten Hälfte haben wir dann in den wichtigen Phasen die Würfe getroffen und den tollen Heimsieg einfahren können“, freut sich Kapitän Daniel Friedrich über den Sieg seiner Schwäne. Sebastian Käferle meinte nach der Partie: „Gratulation an Gmunden, sie waren heute eindeutig mehr ready als in Spiel eins. Sie haben ihre Würfe getroffen und uns die Angriffe durch ihre Defense sehr schwer gemacht, darauf waren wir nicht vorbereitet. Jetzt heißt es Kopf hoch und vorbereiten aufs nächste Spiel.“ Schwan Larry Wise erlitt nach ersten Informationen einen Bänderriss.
Zweites Viertel brachte Vorentscheidung in Graz
Bei den Steirern, das mit einem Plus zwölf im zweiten Abschnitt die Vorentscheidung herbeiführte, spielte das Legionärs-Sextett durch. „Unglaubliches Spiel nach einem erneut katastrophalen Start. Wir haben dann gezeigt, was in der Mannschaft steckt und ich bin stolz wie wir reagiert haben. Es war sehr intensiv, aber wir haben anders gespielt als im ersten Spiel. Jetzt steht es 1:1, es heißt weiterkämpfen und dann sehen wir, was in Wels rauskommt“, ist Graz-Coach Ervin Dragsic stolz auf die Leistung seiner Mannschaft. „Gratulation an Graz. Ich glaube, es ist eine ganz klassische Playoffserie, Graz ist auch besonders heimstark. Wir sind heiß rausgekommen, haben viele Würfe getroffen im ersten Viertel. Die Intensität hat auch gestimmt, aber jetzt heißt es Videomaterial studieren und dann versuchen wir natürlich, das nächste Heimspiel zu gewinnen“, so Flyers-Spieler Christian von Fintel.
2:0 für Wien und Kapfenberg
Bis ins dritte Viertel spielten die Dukes mit den Wienern praktisch auf Augenhöhe, dann zeigten die Gäste aber ihre Klasse und entschieden Spiel zwei der Viertelfinalserie klar für sich. Nach einem 0:5-Fehlstart meldeten sich die BK Karbon-X Dukes (ohne den verletzten Dragan Stajic) mit vier Punkten en suite auch in der Partie an. Über den weiteren Spielverlauf war es vor allem Sylven Landesberg (26 Pts), der dem Heimteam Punkte bescherte. Bei den Wienern machte aber das Kollektiv den Unterschied aus, gleich sechs Spieler schrieben zweistellig an. „Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Im Vergleich zum ersten Spiel sind wir viel besser aufgetreten, haben lange Zeit mitgehalten, aber am Ende durch einige Fehler verloren“, so Mike Holton, Spieler der Dukes. Für Rasid Mahalbasic zählt nur der Sieg: „Wichtiger Sieg auswärts für uns. Hoffentlich ist am Sonntag das letzte Spiel und wir steigen auf.“
Nemanja Krstic von den Bulls: „Sehr wichtiger Sieg für uns. Wir haben gewusst, dass es in Traiskirchen ein schweres Spiel wird. Das war es auch, in den letzten Minuten haben wir dann aber einen Weg gefunden unsere Plays zu exekutieren und die Defense auf ein gutes Level zu heben. Die Serie ist noch lange nicht vorbei, aber wir haben uns eine gute Position geschaffen um die Serie zu beenden.“ Manager Michael Schrittwieser gratuliert seinem Team vor allem zu einer „tollen mentalen Leistung“, nachdem Ryan Lobreau recht früh mit einer schweren Prellung der Hand vom Feld musste. Auch bei den Bulls erzielten sechs Spieler mehr als elf Punkte, bei den Löwen war James Moors mit 24 Punkten und zehn Rebounds bester Spieler.
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